Wissenschaftsjahr

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr 2016/2017 finden sie hier.

Meere und Ozeane

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Ansprechpartner

Dr. Andrea Wegener
Telefon:+49 89 2108-1296Fax:+49 89 2108-1207

Aktuelle Veranstaltung

Plastikmüll ist ein massives Umweltproblem, unter dem vor allem das Ökosystem der Ozeane leidet. Dennoch gibt es bislang wenig gesichertes Wissen über das tatsächliche Ausmaß der Verschmutzung. Max-Planck-Forum am 27. April in Berlin

Plastik. Ein Stoff für die Ewigkeit?

Plastikmüll ist ein massives Umweltproblem, unter dem vor allem das Ökosystem der Ozeane leidet. Dennoch gibt es bislang wenig gesichertes Wissen über das tatsächliche Ausmaß der Verschmutzung. Max-Planck-Forum am 27. April in Berlin [mehr]

Sonderheft

Die Ozeane werden gelegentlich als achter Kontinent bezeichnet – ein Kontinent, der noch längst nicht vollständig erforscht ist. Für die Erde ist er nicht nur wegen seines Einflusses auf das globale Klima von immenser Wichtigkeit.

Ozeane

Die Ozeane werden gelegentlich als achter Kontinent bezeichnet – ein Kontinent, der noch längst nicht vollständig erforscht ist. Für die Erde ist er nicht nur wegen seines Einflusses auf das globale Klima von immenser Wichtigkeit. [mehr]

Weitere Artikel

Ihre Leidenschaft sind die Ozeane, der Meeresboden ist ihre Laborbank. Antje Boetius vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen verfolgt dafür immer mehrere Ziele gleichzeitig: von Entdeckung zu Vorsorgeforschung, von Technologieentwicklung zu Wissenschaftskommunikation. Ein Tanz auf vielen Hochzeiten – in Gummistiefeln und Stilettos.

Antje Boetius: Dem Meer auf den Grund gehen

Ihre Leidenschaft sind die Ozeane, der Meeresboden ist ihre Laborbank. Antje Boetius vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen verfolgt dafür immer mehrere Ziele gleichzeitig: von Entdeckung zu Vorsorgeforschung, von Technologieentwicklung zu Wissenschaftskommunikation. Ein Tanz auf vielen Hochzeiten – in Gummistiefeln und Stilettos. [mehr]
Nirgendwo macht sich der Klimawandel so deutlich bemerkbar wie in der Arktis. Die Menge des Meereises hat hier in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgenommen. Diesen Schwund haben Klimamodelle lange nicht in seinem ganzen Ausmaß erfasst. Das ändert sich nun – nicht zuletzt, weil Dirk Notz und seine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg immer besser verstehen, welche Prozesse die Bildung und das Schmelzen des Meereises beeinflussen.

Meereis: Tauwetter in der Arktis

Nirgendwo macht sich der Klimawandel so deutlich bemerkbar wie in der Arktis. Die Menge des Meereises hat hier in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgenommen. Diesen Schwund haben Klimamodelle lange nicht in seinem ganzen Ausmaß erfasst. Das ändert sich nun – nicht zuletzt, weil Dirk Notz und seine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg immer besser verstehen, welche Prozesse die Bildung und das Schmelzen des Meereises beeinflussen. [mehr]
Schiffe waren lange Zeit die schnellsten Verkehrsmittel und sie konnten Menschen und Güter in großer Zahl transportieren. So wurden Meere zu einem Kontakt- und Handelsraum für unterschiedliche Nationen. Hafenstädte dienen noch heute als Knotenpunkte und bilden Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Am Beispiel des Indischen Ozeans erforschen Burkhard Schnepel und sein Team am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, wie sich über das Wasser hinweg vielfältige Netzwerke entwickelt haben.

Indischer Ozean: Ein Meer von Verbindungen

Schiffe waren lange Zeit die schnellsten Verkehrsmittel und sie konnten Menschen und Güter in großer Zahl transportieren. So wurden Meere zu einem Kontakt- und Handelsraum für unterschiedliche Nationen. Hafenstädte dienen noch heute als Knotenpunkte und bilden Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Am Beispiel des Indischen Ozeans erforschen Burkhard Schnepel und sein Team am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, wie sich über das Wasser hinweg vielfältige Netzwerke entwickelt haben. [mehr]

Wissenschaftsjahr 2016*17

Eintauchen in fremde Welten

Gigantischer Lebensraum, Klimafaktor, Handelsweg, Sehnsuchtsort, Arbeitsplatz, Nahrungsquelle – es ist kaum möglich aufzuzählen, was die Weltmeere für unseren Planeten und insbesondere für den Menschen bedeuten. Das aktuelle Wissenschaftsjahr 2016*17 stellt deshalb die Forschung rund um „Meere und Ozeane“ in den Fokus. Anderthalb Jahre – von Juni 2016 bis Oktober 2017 – laden zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Mitmachprojekte ein zum Dialog rund um dieses spannende Thema.
Gemälde, Bilder und Karten aus Geschichte und Gegenwart haben Kunsthistoriker vom Max-Planck-Institut in Florenz an Bord der MS Wissenschaft gebracht, um zu zeigen, dass das Meer die Menschen seit jeher fasziniert. Bild vergrößern
Gemälde, Bilder und Karten aus Geschichte und Gegenwart haben Kunsthistoriker vom Max-Planck-Institut in Florenz an Bord der MS Wissenschaft gebracht, um zu zeigen, dass das Meer die Menschen seit jeher fasziniert.

Die Erde ist der „Blaue Planet“, fast zwei Drittel ihrer Oberfläche sind mit Wasser bedeckt. Und obwohl es erste meereskundliche Expeditionen bereits im 19. Jahrhundert gab, sind auch heute noch mindestens 90 Prozent der Meere unerforscht. Moderne Meeresforschung legt die Grundlagen, damit wir die Ozeane besser kennenlernen und verstehen, sie umweltverträglich nutzen und gleichzeitig schützen können. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 lädt deshalb ein zu einem offenen Austausch über die Zukunft der Meere. Es zeigt, was wir – Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ebenso wie Bürgerinnern und Bürger – tun können und müssen, um Meere und Ozeane für uns und künftige Generationen zu erhalten. Vorgestellt werden dabei nicht nur naturwissenschaftliche Forschungsprojekte, auch das Meer als Kultur- und Handelsraum und nicht zuletzt als Brücke zwischen Kulturen und Nationen ist Gegenstand der Wissenschaft.

 „Das Meer beginnt hier“

Von Bonn nach Straubing: Seit 24. April ist das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wieder auf „großer Fahrt“. Nachdem Schiff und Ausstellung im letzten Jahr in mehr als 30 Städten im nördlichen Teil Deutschlands vor Anker gingen, geht es diesmal über Flüsse und Kanäle durch die südliche Hälfte Deutschlands und nach Österreich. Im Laderaum des Binnenfrachtschiffs können die Besucher jedoch deutlich weitere Reisen unternehmen: das Wattenmeer, tropische Korallenriffe, die Tiefsee und das Eismeer sind einige der Ziele. Begleitet werden sie auf ihrer Forschungsexpedition per Video und Audioguide von vier Forscherinnen und Forschern, die ihre außergewöhnlichen, faszinierenden Arbeitsplätze vorstellen. Insgesamt bietet die fast 600 Quadratmeter umfassende Ausstellung mit mehr als 30 Exponaten zum Mitmachen und Ausprobieren Einblicke in zahlreiche aktuelle Forschungsprojekte, unter anderem aus drei Max-Planck-Instituten:

Exponat 1: Mit dem Strom

Das Exponat des <span>Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie erklärt, </span>welche Bedeutung die Ozeane für unser Klima haben, und macht Meeresströmungen sichtbar. Bild vergrößern
Das Exponat des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie erklärt, welche Bedeutung die Ozeane für unser Klima haben, und macht Meeresströmungen sichtbar.

Europas Warmwasserheizung, der größte Wasserfall der Erde, riesige Plastikwirbel oder die weite Reise von 29.000 Badeenten: Auf dem großen interaktiven Spieltisch „Ozean & Klima“ lernen Spielerinnen und Spieler die Bedeutung der globalen Meeresströmungen im Klimasystem der Erde kennen. Zugrunde liegen dieser Darstellung die Forschungsarbeiten des Exzellenzclusters CliSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction); Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, der Universität Hamburg, des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und des Deutschen Klimarechenzentrums untersuchen hier gemeinsam das Klimasystem der Erde.

Exponat 2: Bildergeschichten vom Meer

Von jeher fasziniert das Meer die Menschen. Es spielt eine bedeutende Rolle in Handel und Politik, es ist ein unerschöpfliches Thema in Dichtung und Kunst. Seit dem Mittelalter gibt es Seekarten, die das Meer und die Grenzen von Land und Meer darstellen. So ist zum Beispiel die Kolonialisierung in Amerika und Asien ab dem 16. Jahrhundert gut nachzuvollziehen. Das großformatige „Logbuch“ des Kunsthistorischen Instituts in Florenz erzählt die kulturelle Geschichte des Meeres von den Schöpfungsmythen vieler Religionen und den ältesten erhaltenen Karten des Mittelmeeres bis zur Gegenwart der Containerschiffe und Flüchtlingsboote.

Exponat 3: Sand ist nicht gleich Sand – ein Filter im Wattenmeer

Jeder Nordsee-Urlauber kennt sie: die Sand-Rippel im Wattenmeer. Was kaum einer weiß – sie sind ein gigantisches Filtersystem. Auf jedem Sandkorn leben über 5000 Bakterien, die Schadstoffe wie zum Beispiel Nitrate abbauen. Um mehr über diese Prozesse im Sand zu erfahren, entwickeln Forscher des Bremer Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie Messgeräte, mit denen sie die Abläufe im  Meeresboden untersuchen können. Das Exponat an Bord der MS Wissenschaft stellt unter anderem eines dieser Messgeräte, den Robotor LanceALot, vor.

42 Städte in der südlichen Hälfte Deutschlands und in Österreich besucht die MS Wissenschaft, bis ihre diesjährige Reise am 8. Oktober 2017 in Straubing zu Ende geht. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Zum Tourplan geht es hier.

 
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