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Meet the president!

Philipp Khaitovich, Direktor am PICB, ist einer von zwanzig ausgewählten ausländischen Experten, die der neue chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am 5. Dezember 2012 empfangen hat. Dies war die erste Gelegenheit, dass der Staatspräsident in seinem neuen Amt mit Ausländern zusammentraf. Bild vergrößern
Philipp Khaitovich, Direktor am PICB, ist einer von zwanzig ausgewählten ausländischen Experten, die der neue chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am 5. Dezember 2012 empfangen hat. Dies war die erste Gelegenheit, dass der Staatspräsident in seinem neuen Amt mit Ausländern zusammentraf. [weniger]

Eindrücke aus Shanghai

Philipp Khaitovich arbeit in Shanghai, einer Stadt, die sich so rasant enwickelt wie sein Forschungsfeld.

Dem Alter auf den Nerv gefühlt

Philipp Khaitovich arbeit in Shanghai, einer Stadt, die sich so rasant enwickelt wie sein Forschungsfeld. [mehr]

Das PICB in Bildern

Weiterführende Links

Max Planck Center und Partnerinstitute

Max Planck Center und Partnerinstitute sind ein Instrument der Internationalisierung. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Kooperationsmöglichkeiten und -formen für Forscher in der Max-Planck-Gesellschaft.

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Max Planck Center und Partnerinstitute sind ein Instrument der Internationalisierung. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Kooperationsmöglichkeiten und -formen für Forscher in der Max-Planck-Gesellschaft.

CAS-MPG Partner Institute

CAS-MPG Partner Institute for Computational Biology

Allgemein

Das 2005 gegründete Partner Institute for Computational Biology (PICB) ist rechtlich und administrativ ein Institut der Chinese Academy of Sciences (CAS). Organisatorisch gehört es zu den Shanghai Institutes for Biological Sciences (SIBS), dem größten biowissenschaftlichen Campus der CAS. Es ist nach dem Vorbild der Max-Planck-Institute aufgebaut und wird, wie diese, alle zwei Jahre durch einen international besetzten Fachbeirat evaluiert.

Das Institut ist ein Pilotprojekt für ein institutionelles Engagement der Max-Planck-Gesellschaft in China. In seiner Aufbauphase (2005-2012) wurde es zu einem Drittel aus Mitteln der Projektförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Seither trägt die Max-Planck-Gesellschaft diesen Anteil und konzentriert sich gezielt auf Programme zur Nachwuchsförderung und wissenschaftliche Projekte der Max-Planck-Institute. Zwei Drittel des Institutsetats trägt die CAS.

Forschungsinhalte

Philipp Khaitovich untersucht mit seiner Mitarbeiterin Zhang Xiaoyu Gewebeproben von Mensch und Affe, um herauszufinden, warum die verschiedenen Arten unterschiedlich lange leben. Bild vergrößern
Philipp Khaitovich untersucht mit seiner Mitarbeiterin Zhang Xiaoyu Gewebeproben von Mensch und Affe, um herauszufinden, warum die verschiedenen Arten unterschiedlich lange leben. [weniger]

Das Institut arbeitet an der Schnittstelle zwischen Biologie, Theorie und Modellbildung. Von Interesse ist insbesondere die Nachbildung komplexer Vorgänge in molekularen Netzwerken und Zellsystemen mit Hilfe von Computer-gestützten Rechenmethoden. So kann die Simulation komplexer zellulärer Abläufe zu einem tieferen Verständnis von Prozessen in menschlichen Organen und letztlich auch zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen. Der Forschungsansatz ist sehr breit gefasst und berührt Felder wie Evolutionsbiologie, Genomanalyse, Populationsgenetik, Mathematik, Statistik sowie die Entwicklung von Rechenalgorithmen und die rechnergestützte Neurobiologie.

Thematisch vertrat die erste Generation der Direktoren und Arbeitsgruppen die folgenden Gebiete:

  • mathematische Evolutionstheorie
  • wissenschaftliche Visualisierung
  • Populationsgenetik und Humanevolution
  • Vergleichende und regulatorische Genomik
  • Proteinstrukturanalyse
  • Systembiologie der Pflanzen

Mit der Berufung von Klaus Gerwert (2008) wurde die Proteinstrukturanalyse gestärkt und es wurden neue Aspekte der Visualisierung am PICB etabliert, mit den Berufungen von Jackie (Jing-Dong) Han (2010) und Philipp Khaitovich (2012) wurde die Genomforschung weiter gestärkt und es wurde die Alternsforschung als systembiologisch zu behandelndes Thema am PICB eingeführt.

Institutsleitung / Direktoren

Im September 2010 hat die Genetikerin und Bioinformatikerin HAN Jing-Dong Jackie (Department of Molecular Systems Biology)  die Leitung des Instituts übernommen. Nach wesentlichen Beiträgen zur Aufklärung des Netzwerkes der Proteininteraktionen, konzentriert sich ihre Arbeit nun auf das Studium der Netzwerke von Genen, die in der Entwicklung und im Alternsprozess eines Organismus wichtig sind.

Philipp Khaitovich (Department of Comparative Biology) war zunächst sechs Jahre als Leiter einer Max-Planck Forschergruppe am PICB, bevor er 2012 zum Direktor berufen wurde. Er kommt ursprünglich vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig, und arbeitet im Bereich Vergleichende Genetik. Seine Forschungsschwerpunkte sind molekulare Mechanismen der kognitiven Evolution und Mechanismen der lifespan regulation.

Martin Vingron (Department of Regulatory Genomics), Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, ist seit 2006 als kommissarischer Direktor am PICB tätig, wo er eine Gruppe leitet, die sich mit Genregulation, Signaltransduktionen und genetischen Netzwerken beschäftigt.

Ehemalige Direktoren

Gründungsdirektor des Instituts war der Mathematiker Andreas Dress (Department of Combinatorics and Geometry). Er leitete das PICB von 2005 bis September 2010. Sein wissenschaftliches Interesse galt neben der molekularen Evolution vor allem der Proteomik - der Erforschung aller Proteine in einer Zelle, einem Gewebe oder Organismus.

Klaus Gerwert (Department of Biophysics) leitet hauptamtlich das Institut für Biophysik an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2009 arbeitet er projektbezogen und zeitweise am PICB primär an Mechanismen, die die Faltung von Proteinen bestimmen, an ihren Reaktionen und Interaktionen sowie an Protein-Netzwerken in Zellen.

Max-Planck-Forschungsgruppen

Die vier Nachwuchsgruppenleiter bei der Institutsevaluation 2009 (von links nach rechts): Yan Jun, Zhu Xinguang, Frauke Gräter und Philipp Khaitovich Bild vergrößern
Die vier Nachwuchsgruppenleiter bei der Institutsevaluation 2009 (von links nach rechts): Yan Jun, Zhu Xinguang, Frauke Gräter und Philipp Khaitovich [weniger]

Nach dem Modell der Selbständigen Nachwuchsgruppen der Max-Planck-Gesellschaft wurden am Partnerinstitut zunächst  unabhängige zeitlich auf fünf Jahre befristete Forschungsgruppen eingerichtet. Inzwischen sind diese Einheiten echte Max-Planck-Forschungsgruppen, aktuell sind vier am PICB aktiv:

YAN Jun (Functional Genomics Group) und sein Team konzentrieren sich auf groß angelegte Computeranalysen von Erbgutinformationen, um molekulare Mechanismen besser zu verstehen, die beispielsweise Phänomenen wie dem Winterschlaf oder dem zirkadianen Rhythmus von Säugetieren zugrunde liegen. Er kooperiert mit Gregor Eichele, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen.

Pflanzen bilden die wichtigste Nahrungsquelle. Deshalb faszinieren ZHU Xinguang (Plant Systems Biology Group), ursprünglich vom Institute of Genomic Biology der University of Illinois (USA), unter anderem jene Mechanismen, die das Wachstum von Blättern und ihre Fotosynthese beeinflussen. In diesem Bereich kooperiert er eng mit Lothar Willmitzer vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm.

2012 kamen XU Shuhua und WANG Sijia an das CAS-MPG Partner Institute for Computational Biology. XU Shuhua leitet dort die Population Genomics Group (PGG), die mit Hilfe von rechnergestützten Ansätzen die Evolutionsdynamik von Genomen auf Populationsebene erforscht und dabei einen Brückenschlag zwischen Evolutionsgeschichte und Genom-Medizin vollzieht. WANG Sijia (vormals Harvard University) forscht über die Biologie der Haut und der Hautanhangsgebilde aus einer molekulargenetischen Perspektive. Aufgrund einer Sonderförderung aus Stiftungsmitteln wurde seine Gruppe als Paul Gerson Unna-Forschungsgruppe der Max-Planck-Gesellschaft eingerichtet.

International Max Planck Research School

Zwischen dem Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, der Freien Universität Berlin und dem PICB wurde eine gemeinsame International Max Planck Research School (IMPRS) zur Förderung der Doktorandenausbildung eingerichtet. Im Rahmen dieser IMPRS werden gemeinsame Sommerschulen abwechselnd in Shanghai und Berlin abgehalten und es wurde ein Studentenaustauschprogramm ins Leben gerufen.

 
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