Meere und Ozeane

18. Oktober 2016

Im Wissenschaftsjahr "Meere und Ozeane" rückt die Max-Planck-Gesellschaft die Meeresforschung ihrer Institute in den Fokus.

Meere und Ozeane:<br />Eintauchen in fremde Welten

Gigantischer Lebensraum, Klimafaktor, Handelsweg, Sehnsuchtsort, Arbeitsplatz, Nahrungsquelle – es ist kaum möglich aufzuzählen, was die Weltmeere für unseren Planeten und für den Menschen bedeuten. Das aktuelle Wissenschaftsjahr 2016*17 stellt deshalb die Forschung rund um „Meere und Ozeane“ in den Fokus. Anderthalb Jahre – von Juni 2016 bis Oktober 2017 – laden zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Mitmachprojekte ein zum Dialog rund um dieses spannende Thema.  

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Öl als Energiequelle für Meerestiere
Wissenschaftler entdecken in der Tiefsee Muscheln und Schwämme, die mithilfe von Symbiosebakterien Öl verwerten können mehr
<span>Antje Boetius: Dem Meer auf den Grund gehen</span>
Ihre Leidenschaft sind die Ozeane, der Meeresboden ist ihre Laborbank. Antje Boetius vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen verfolgt dafür immer mehrere Ziele gleichzeitig: von Entdeckung zu Vorsorgeforschung, von Technologieentwicklung zu Wissenschaftskommunikation. Ein Tanz auf vielen Hochzeiten – in Gummistiefeln und Stilettos.
Indischer Ozean: Ein Meer von Verbindungen
Schiffe waren lange Zeit die schnellsten Verkehrsmittel und sie konnten Menschen und Güter in großer Zahl transportieren. So wurden Meere zu einem Kontakt- und Handelsraum für unterschiedliche Nationen. Hafenstädte dienen noch heute als Knotenpunkte und bilden Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Am Beispiel des Indischen Ozeans erforschen Burkhard Schnepel und sein Team am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, wie sich über das Wasser hinweg vielfältige Netzwerke entwickelt haben.
Meereis: Tauwetter in der Arktis
Nirgendwo macht sich der Klimawandel so deutlich bemerkbar wie in der Arktis. Die Menge des Meereises hat hier in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgenommen. Diesen Schwund haben Klimamodelle lange nicht in seinem ganzen Ausmaß erfasst. Das ändert sich nun – nicht zuletzt, weil Dirk Notz und seine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg immer besser verstehen, welche Prozesse die Bildung und das Schmelzen des Meereises beeinflussen.
"Ozeane": unser Sonderheft zum Wissenschaftsjahr
Die Ozeane werden gelegentlich als achter Kontinent bezeichnet – ein Kontinent, der noch längst nicht vollständig erforscht ist. Für die Erde ist er nicht nur wegen seines Einflusses auf das globale Klima von immenser Wichtigkeit. Die Meere sind auch ein Hort des Lebens. Daher stehen sie im Fokus von Biologen, aber auch von Meteorologen oder Verhaltensforschern. Und Ethnologen studieren das kulturelle Netzwerk von Hafenstädten.