Gerechte Chancen für alle

Begabung, Kreativität und Leidenschaft - darauf setzt die Max-Planck-Gesellschaft. Sie fördert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion, Behinderung, Alter, kultureller Herkunft und sexueller Identität, denn in ihrer Vielfalt liegt die Basis für die Spitzenforschung, die an den mehr als 80 Max-Planck-Instituten geleistet wird.

Ein Leitfaden soll den Umgang verbessern

Bereits 2003 wurde ein Leitfaden entworfen, der zu einem konstruktiven Umgang zwischen Wissenschaftlern und ihren Kolleginnen beitragen soll. Er wird jedem neu berufenen Wissenschaftler und jeder neu berufenen Wissenschaftlerin übergeben und ist in drei Teile gegliedert: Zunächst richtet er sein Augenmerk auf die Hintergründe für eine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Wissenschaftsbetrieb. Dann listet er exemplarisch Situationen auf, in denen sich Frauen diskriminiert oder unfair behandelt fühlen könnten, um abschließend konkrete Vorschläge zu machen, wie unterschiedliches Handeln vermieden werden kann.

Wie macht man es besser?

  • Namen von Wissenschaftlerinnen nach Leistungskriterien im Gedächtnis speichern
  • bei der Personenbeurteilung Stereotype vermeiden
  • bei Stellenbesetzungen Ausschreibungen durchführen und Datenbanken nutzen, um Wissenschaftler/innen mit bestimmten Profilen zu identifizieren
  • Nachwuchswissenschaftlerinnen gezielt Chancen zur Profilierung geben

    Download: Der Leitfaden im Wortlaut

    Die Gleichstellungsbeauftragten
    Unterwegs in besonderer Mission

    Wichtige Akteurinnen in den Max-Planck-Instituten und Einrichtungen sind die Gleichstellungsbeauftragten. In ehrenamtlicher oder nebenberuflicher Tätigkeit leisten sie die Gleichstellungsarbeit vor Ort und setzen sich dort für Geschlechtergerechtigkeit und Gendersensibilität ein. Sie sind Ansprechpartnerinnen für die Beschäftigen in allen Fragen der beruflichen Förderung und helfen, Benachteiligungen zu beseitigen. Sie „wirken bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen mit, die die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sowie den Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betreffen“ mit. Die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten ist ein auf vier Jahre angelegtes Wahlamt. Aktives und passives Wahlrecht haben derzeit alle weiblichen Arbeitnehmerinnen der MPG.

    Aus dem Kreis der Gleichstellungsbeauftragten werden außerdem für jede wissenschaftliche Sektion eine Sektionsgleichstellungsbeauftragte und zwei Stellvertreterinnen gewählt. Sie wirken bei der gendergerechten Abwicklung von Berufungsverfahren mit.

    Außerdem hat die Max-Planck-Gesellschaft eine Zentrale Gleichstellungsbeauftragte. Sie berät und unterstützt ihre Kolleginnen in den Max-Planck-Instituten und vertritt die Gleichstellungsinteressen intern und extern. Sie fungiert ferner als Schnittstelle zwischen ihren Institutskolleginnen und der Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft und verschafft den verschiedenen Haltungen und Anliegen bei der jeweils anderen Seite Gehör. Sie ist gleichstellungspolitische Beraterin für die Geschäftsleitung der Max-Planck-Gesellschaft und beteiligt sich aktiv an der Entwicklung der Gleichstellungsprogrammatik und -strategie.

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