Max-Planck-Institut für Biochemie

Max-Planck-Institut für Biochemie

Proteine sind die molekularen Baustoffe und Maschinen der Zelle und an praktisch allen Lebensprozessen beteiligt. Die Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie untersuchen die Struktur und Funktionsweise dieser Proteine – von einzelnen Molekülen bis hin zu komplexen Organismen. Sie arbeiten dabei mit den neuesten biochemischen, gentechnischen und bildgebenden Verfahren, um aufzuklären, wie Proteine aufgebaut sind, welche Eigenschaften sie haben und welche Aufgaben sie im menschlichen Körper übernehmen. Weitere wichtige Arbeitsgebiete sind die Signalverarbeitung und -weiterleitung, die Regulation des Proteinabbaus sowie die Krebsentstehung. Die Forscher wollen auch herausfinden, wie die konkrete Proteinzusammensetzung der Zelle aussieht und wie ganze biologische Systeme funktionieren.

Kontakt

Am Klopferspitz 18
82152 Martinsried
Telefon: +49 89 8578-1
Fax: +49 89 8578-3777

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS for Molecular and Cellular Life Sciences: From Biology to Medicine

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Molekulare Strukturbiologie mehr
Abteilung Zelluläre Strukturbiologie mehr
Abteilung Proteomics und Signaltransduktion mehr
Abteilung Molekulare Maschinen und Signalwege mehr
Abteilung Zelluläre und molekulare Biophysik mehr
Erstmals Proteom des menschlichen Herzens entschlüsselt
Wissenschaftler identifizieren fast 11.000 unterschiedliche Herzproteine mehr
Zellulärer Stromausfall

Zellulärer Stromausfall

Meldung 27. Oktober 2017
Wissenschaftler entdecken Abbauweg für Proteine, der fehlerhafte Proteine zur Qualitätskontrolle in die Mitochondrien leitet mehr
Natürliche Darmflora kann Multiple Sklerose auslösen
Genetisch veränderte Mäuse liefern ersten Hinweis, dass menschliche Darmbakterien Multiple Sklerose auslösen können mehr
PreOmics erhält Lizenz für Proteomik-Technik
Ein vom Max-Planck-Institut für Biochemie entwickeltes Verfahren beschleunigt die Vorbereitung von Proben für die Massenspektrometrie mehr
MaxPlanck@TUM auf Kurs
Premiere für „MaxPlanck@TUM“: Sieben herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden nun als Max-Planck-Forschungsgruppenleiter und gleichzeitig als Tenure-Track-Professoren der TUM berufen. mehr
Protein-Atlas der Fliegenzellen
Forscher machen über 10.000 Fliegenproteine sichtbar mehr
Kryo-Elektronentomografie ermöglicht ungetrübten Blick in die Zelle
Wissenschaftler machen erstmals die Kernlamina einer Zelle sichtbar mehr
Stoppsignale gegen giftige Proteinklumpen
Synthese fehlerhafter Proteinketten führt zur Bildung toxischer Aggregate mehr
LRRK2-Kinase mögliche Zielstruktur für Parkinson-Medikament
Internationales Forschungskonsortium entdeckt neuen Behandlungsansatz für Parkinson mehr
Warum Nervenzellen sterben
Proteinverklumpungen im Zellplasma stören Transportwege mehr
Eine häufig auftretende Mutation legt eine Bindungsstelle an einem Rezeptor für Wachstumsfaktoren frei und beschleunigt so das Tumorwachstum mehr
Das kleine Kräftemessen

Das kleine Kräftemessen

Meldung 3. November 2015
Mithilfe von Talin können Zellen mechanische Reize wahrnehmen mehr
Ein Proteinatlas des Gehirns

Ein Proteinatlas des Gehirns

Meldung 3. November 2015
Max-Planck-Wissenschaftler identifizieren sämtliche Proteine im Mausgehirn mehr
Ein soziales Netzwerk der menschlichen Proteine
Komplexes Leben ist nur möglich, weil sich Proteine zusammenfinden, gemeinsam Strukturen bilden und zelluläre Signalwege knüpfen mehr
Verbindungsproteine halten Golgi-Apparat zusammen
Max-Planck-Wissenschaftler entdecken molekularen Reißverschluss mehr
Klima-Messturm in Brasiliens Urwald eingeweiht
Max-Planck-Gesellschaft, das brasilianische Amazonasforschungsinstitut und die Universität des Staates Amazonas feiern Fertigstellung der 325 Meter hohen Forschungseinrichtung ATTO mehr

Mülldeponien in Nervenzellen

Meldung 20. Mai 2015
Proteinablagerungen im Gehirn gelten schon lange Zeit als schädlich und als Auslöser für Alterskrankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Chorea Huntington. Unter welchen Bedingungen diese als Aggregate bezeichneten Ablagerungen auch Altersprozesse verlangsamen können, erklärt Franz-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. mehr
Proteinaggregate schützen Zellen im Alter
Max-Planck-Forscher studieren altersbedingte Veränderungen im Proteinhaushalt mehr
Der Baukasten des Lebens

Der Baukasten des Lebens

Meldung 17. April 2015
Mit einem Festakt in Berlin am 16. April hat das Forschungsprogramm MaxSynBio zur Synthetischen Biologie offiziell begonnen mehr
Leben ohne Ballast

Leben ohne Ballast

Meldung 14. April 2015
Zellen haben in der Evolution viel unnützen Ballast angesammelt. Viele Abläufe sind möglicherweise komplizierter, als sie es eigentlich sein müssten. Petra Schwille vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried will deshalb wissen, was eine Zelle an Minimalausstattung zum Leben benötigt. mehr
Live-Schaltung in die Nervenzelle

Live-Schaltung in die Nervenzelle

Meldung 23. Januar 2015
Max-Planck-Forscher beobachten erstmals direkt den Proteinabbau in Gehirnzellen mehr
Einzeller bringen Licht in die Neurobiologie
Die Entdeckung eines Sehpigments in der Zellmembran eines Archaebakteriums Anfang der 1970er-Jahre ist ausschließlich der Neugier eines Wissenschaftlers zu verdanken: 40 Jahre nach den bahnbrechenden Arbeiten von Dieter Oesterhelt am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried avancieren Bacteriorhodopsin und das aus einer einzelligen Grünalge stammende Channelrhodopsin zu neuen Werkzeugen in der Neurobiologie. mehr
Neuer Abbauweg von toxischen Proteinen entdeckt
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München haben eine neue Familie von Helferproteinen entdeckt, die markierten Proteinmüll erkennen und zu den Lysosomen geleiten, wo er dann zerlegt und recycelt wird. mehr
Nobelpreisträger treffen Nachwuchswissenschaftler
Vom 29. Juni bis 4. Juli treffen sich rund 600 Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt mit den Koryphäen ihres Faches am Bodensee. Darunter sind auch 19 junge Forscher aus Max-Planck-Instituten, so viel wie nie zuvor. mehr
Fatale Verknüpfungen von DNA und Proteinen
Max-Planck-Forscher entdecken neuen Mechanismus der DNA-Reparatur mehr
Hochgeschwindigkeits-Origami in der Zelle
Max-Planck-Forscher klären wichtigen Mechanismus der Proteinfaltung auf mehr
Wichtiger Mechanismus der Muskelbildung aufgeklärt
Kontrahiert ein Muskel, arbeiten unzählige kleine Bausteine (Sarkomere) zusammen. Sie sind in regelmäßigen Abständen hintereinander angeordnet – ähnlich wie Perlen auf einer Schnur. Wie diese Grundordnung beim Muskelaufbau zustande kommt, konnten Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie in München-Martinsried nun erstmals aufzeigen mehr
Katastrophenalarm in der Zelle

Katastrophenalarm in der Zelle

Meldung 27. Februar 2014
Max-Planck-Forscher identifizieren neue Mechanismen in der zellulären Stressantwort mehr
Elena Conti erhält Louis-Jeantet Preis für Medizin
Forschung zu RNA-Qualitätskontrolle und RNA-Abbau ausgezeichnet mehr
50 Förderanträge im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm erfolgreich mehr
Fütterung von RNAs an einen molekularen Aktenvernichter
Max-Planck-Forscher entschlüsseln Struktur eines RNA-Abbau-Helfers mehr
Anti-Krebs-Wirkstoffe nehmen nächste Hürde
Max-Planck-Institut für Biochemie, Lead Discovery Center GmbH und die Firma Qurient schließen Lizenzvertrag mehr
Was Chromosomen im Innersten zusammenhält
Max-Planck-Forscher klären Struktur von DNA-Verpackungsproteinen auf mehr
Neue Einblicke in die Zellteilung

Neue Einblicke in die Zellteilung

Meldung 9. Januar 2013
Max-Planck-Forscher entwickeln ein minimales biologisches System mehr
Blick ins Viren-Proteom

Blick ins Viren-Proteom

Meldung 23. November 2012
Max-Planck-Forscher entdecken unbekannte Proteine des Herpesvirus mehr
Zellhülle ist ein molekularer Flickenteppich
Max-Planck-Forscher entschlüsseln Struktur der Zellhülle mehr
Hauptakteur der Proteinfaltung identifiziert
Max-Planck-Forscher haben einen Faltungshelfer, das molekulare Chaperon DnaK , genauer unter die Lupe genommen mehr
Die Max-Planck-Gesellschaft ist erneut erfolgreich aus einer Förderrunde des European Research Council (ERC) hervorgegangen. Mit sieben Advanced Grants liegt sie beim Einwerben von EU-Geldern bundesweit an erster Stelle. mehr
Wie Zellen ihren Müll entsorgen

Wie Zellen ihren Müll entsorgen

Meldung 23. Januar 2012
Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie ist es kürzlich gelungen, die Struktur der zellulären Proteinabbau-Maschinerie (26S-Proteasom) mit Hilfe einer Kombination aus verschiedenen strukturbiologischen Methoden aufzuklären.
mehr
Matthias Mann erhält Leibniz-Preis

Matthias Mann erhält Leibniz-Preis

Meldung 8. Dezember 2011
Neue Methoden zur Analyse von Proteinen ausgezeichnet mehr
Wie Fliegen fliegen

Wie Fliegen fliegen

Meldung 16. November 2011
Max-Planck-Forscher entdecken Genschalter für die Bildung von Flugmuskeln mehr
Neues Photosynthese-Helferprotein in Rotalgen entdeckt<br />
Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) in Martinsried bei München haben jetzt ein bisher unbekanntes Helferprotein der Photosynthese in Rotalgen entdeckt. mehr
Franz-Ulrich Hartl erhält Lasker Award

Franz-Ulrich Hartl erhält Lasker Award

Meldung 12. September 2011
Forschung zur Proteinfaltung in Zellen ausgezeichnet mehr
Wie Bakterien ihre Form wahren

Wie Bakterien ihre Form wahren

Meldung 3. Juni 2011
Max-Planck-Forscher entschlüsseln wichtige Mechanismen der bakteriellen Zellwandsynthese. mehr
<strong> Wissenschaftspreis des Stifterverbandes geht an </strong><strong>Dieter Oesterhelt</strong>
Max-Planck-Wissenschaftler für die Erforschung lichtempfindlicher Membranproteine ausgezeichnet mehr
Wie ein Gen zu zwei Proteinen führt
Max-Planck-Forscher entdecken einen neuen Mechanismus, der aus einem Gen zwei Proteine entstehen lässt mehr
Neue Strategien gegen Krebs und Diabetes
Axel Ullrich will neue Wege im Kampf gegen die Volkskrankheiten beschreiten. Im Interview beschreibt er, warum es so schwer ist, Krebserkrankungen zu heilen mehr
Mit Hefe zum Ruhm

Mit Hefe zum Ruhm

Meldung 4. April 2011
Heike Will, promovierte Pharmazeutin, legt mit ihrem Buch „Sei naiv und mach' ein Experiment“ die erste Biografie Feodor Lynens vor. mehr
Von der Grundlagenforschung zu marktreifen Medikamenten mehr
Proteomik – auf dem Weg zur Krebsprotein-Bibliothek
Forscher analysieren den Protein-Bestand von Zellen und wollen so Krebszellen frühzeitig erkennen mehr
Stefan Jentsch erhält Louis-Jeantet-Preis für Medizin
Forschung zu kleinen Proteinregulatoren und ihrer Rolle bei der DNA-Reparatur ausgezeichnet mehr
Zellul&auml;rer Systemabsturz verursacht Alzheimer
Max-Planck-Forscher decken auf, wie Proteinaggregate zu neurodegenerativen Krankheiten führen können mehr
Intrazelluläres Straßennetz sorgt für Ordnung
Max-Planck-Forscher haben einer Mechanismus der Gewebeorganisation in der Haut entschlüsselt mehr

Visuelle Proteomik

Meldung 18. Oktober 2010
3D-Einblicke in die Zellmaschinerie
mehr

Proteinfaltung

Meldung 18. Oktober 2010
ORIGAMI IN DER ZELLE mehr
Gene sind nicht alles

Gene sind nicht alles

Meldung 17. September 2010
Wie modifizierte Histon-Proteine Gene regulieren mehr
Menschliche Proteinfabriken in 3D

Menschliche Proteinfabriken in 3D

Meldung 30. August 2010
Einblicke ins Innere menschlicher Zellen auf Nanoebene mehr
Chaperon-Proteine falten Rubisco

Chaperon-Proteine falten Rubisco

Meldung 1. Juli 2010
Rubisco bindet Kohlendioxid für die Fotosynthese. Nun haben Forscher aufgeklärt, wie das Protein gebildet wird. mehr
Genetischer Code 2.0

Genetischer Code 2.0

Meldung 24. Juni 2010
Neuartige künstliche Proteine für Industrie und Wissenschaft mehr
Alles auf Zucker

Alles auf Zucker

Meldung 27. Mai 2010
Forscher haben eine neue Methode zur Identifikation glykosylierter Proteine entwickelt mehr
Fruchtfliegen - Ein Vorbild für Bodybuilder
Auch beim Menschen könnten hunderte Gene an der Steuerung der Muskulatur beteiligt sein mehr
Arbeitsteilung im Immunsystem

Arbeitsteilung im Immunsystem

Meldung 18. Februar 2010
Max-Planck-Wissenschaftler können vorhersagen, welche Abwehrzellen Grippeviren erkennen mehr
Anstandsdamen für den Klimaschutz

Anstandsdamen für den Klimaschutz

Meldung 14. Januar 2010
Das Protein Rubisco hilft dabei, Kohlendioxid zu binden. Forscher haben es erstmals im Reagenzglas nachgebaut mehr
Geländegängige Flitzer - Abwehrzellen unterwegs
Um Krankheitserreger effektiv zu bekämpfen, müssen sich Abwehrzellen schnell und flexibel bewegen können mehr
Neue Angriffspunkte für Therapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) gefunden mehr
Von der Zellteilung bis zum Altern

Von der Zellteilung bis zum Altern

Meldung 17. August 2009
Wissenschaftler identifizieren Generalschalter der Zelle mehr
Ein Schalter für die Müllabfuhr

Ein Schalter für die Müllabfuhr

Meldung 10. August 2009
Max-Planck-Forscher klären auf, wie eine gezielte Formänderung die Stabilität von Proteinen beeinflusst mehr
Junge Forscher des Max-Planck-Institut für Biochemie erhalten insgesamt 900.000 Euro Forschungsförderung mehr
Haltlose Zellen

Haltlose Zellen

Meldung 24. Februar 2009
Ursache für schwerwiegende Erbkrankheit aufgedeckt mehr
Protein-Arsenal der Hefe katalogisiert

Protein-Arsenal der Hefe katalogisiert

Meldung 29. September 2008
Max-Planck-Forscher klären in einem Experiment das Proteom von Bäckerhefe auf mehr
Grenzenlos im Einsatz

Grenzenlos im Einsatz

Meldung 1. Mai 2008
Neue Art der Fortbewegung bei weißen Blutkörperchen entdeckt, die möglicherweise auch Krebszellen nutzen mehr
Tuberkulose-Erreger ist doppelt verpackt
3D-Aufnahmen zeigen erstmalig, dass Mykobakterien an ihrer Oberfläche von einer Doppelmembran umgeben sind mehr
Was das Blut gerinnen lässt

Was das Blut gerinnen lässt

Meldung 18. Februar 2008
Wissenschaftler klären wichtigen Schritt der Blutgerinnung auf und liefern einen neuen Ansatz für die Infarkttherapie mehr
Die Wächter der Chromosomen-Aufteilung

Die Wächter der Chromosomen-Aufteilung

Meldung 29. Oktober 2007
Struktur- und Zellbiologen klären die zentrale Struktur von wichtigen Regulatoren der Zellteilung auf mehr
Helfer gesucht

Helfer gesucht

Meldung 20. Juni 2007
Max-Planck-Wissenschaftler katalogisieren mikroRNAs, die bei der Tumorunterdrückung eine große Rolle spielen und identifizieren einen wichtigen Vermittler mehr
Turbo für Biokraftstoff

Turbo für Biokraftstoff

Meldung 15. Juni 2007
Max-Planck-Wissenschaftler schaffen die Grundlage, damit Pflanzen wirkungsvoller Kohlendioxid binden können mehr
Perfekte Balance schafft Asymmetrie

Perfekte Balance schafft Asymmetrie

Meldung 23. April 2007
Max-Planck-Wissenschaftler entwickelt zusammen mit US-amerikanischen Forschern mathematisches Modell zur Polarität in Zellmembranen mehr
Max-Planck-Wissenschaftler schaffen wertvolle Datenbank zur Analyse phosphorylierter Proteine mehr
Zwei Nervenzellen im Direktkontakt

Zwei Nervenzellen im Direktkontakt

Meldung 27. Oktober 2006
Nachweis für die direkte Verrechnung von optischen Flussfeldern zwischen zwei Hemisphären im Sehzentrum von Fliegen erbracht mehr
Lernen will kontrolliert sein

Lernen will kontrolliert sein

Meldung 18. Oktober 2006
Synthese und Abbau von Proteinen halten sich bei Lernen und Gedächtnis die Waage mehr

Tango der Proteine

Meldung 19. September 2006
Wolfgang Baumeister für 3D-Schnappschuss lebender Zellen mit Ernst Schering Preis ausgezeichnet mehr
Superlinse schafft neue Horizonte für hoch auflösende optische Mikroskopie
Neue Technik vom Max-Planck-Institut für Biochemie durchbricht die Auflösungsgrenze der optischen Infrarot -Mikroskopie mehr
Körber-Preis für Ulrich Hartl

Körber-Preis für Ulrich Hartl

Meldung 5. September 2006
Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie erhält hoch dotierten europäischen Wissenschaftspreis mehr
Nach den USA hat jetzt auch die EU das Krebsmedikament SUTENT® zugelassen, dessen neuartiges Wirkprinzip in den 1990er Jahren von Max-Planck-Wissenschaftlern um Herrn Prof. Axel Ullrich entdeckt wurde. mehr
Molekularer Türsteher schiebt Krebsauslöser Riegel vor
Münchner Forscher finden zellulären Mechanismus, der vor Tumorerkrankungen schützen kann mehr

Proteininventur

Meldung 18. Mai 2006
Internationale Kooperation von Proteomforschern erfasst erstmals den gesamten aktiven Proteinbestand in Zellen mehr
Salmonella in flagranti

Salmonella in flagranti

Meldung 15. März 2006
Salmonellen-Forschung liefert wegweisende Hinweise für die Entwicklung neuer Antibiotika mehr
SUTENT®, ein neues Krebstherapeutikum der Firma Pfizer, beruht auf Forschungsergebnissen aus dem Max-Planck-Institut für Biochemie mehr
Bakterien mit Magnetsinn

Bakterien mit Magnetsinn

Meldung 20. November 2005
Max-Planck-Forscher haben aufgedeckt, wie sich Bakterien in ihrem Inneren einen Minikompass bauen und damit im Erdmagnetfeld orientieren können mehr
Leben unter tödlichen Bedingungen

Leben unter tödlichen Bedingungen

Meldung 12. Oktober 2005
Max-Planck-Forscher entschlüsseln Genom eines mikrobiologischen Anpassungskünstlers, der dort lebt, wo kein anderer mehr leben kann mehr
Schlafende Eier durch Befruchtung geweckt
Max-Planck-Wissenschaftler identifizieren das entscheidende molekulare Signal im Zellteilungszyklus einer Eizelle mehr

Sterbehelfer in der Zelle

Meldung 31. Januar 2005
Max-Planck-Forscher klären auf, wie überflüssige Proteine durch Transportmoleküle zur Abbaumaschinerie der Zelle geleitet werden mehr
Zellskelett macht Bakterien mobil

Zellskelett macht Bakterien mobil

Meldung 21. Januar 2005
Ein Forscherteam von MPI für Biochemie und EMBL enthüllt das Zellskelett extrem kleiner Bakterien und die Funktionsweise ihrer spiralförmigen Fortbewegung mehr
Forscher erweitern den genetischen Code

Forscher erweitern den genetischen Code

Meldung 9. Dezember 2004
Max-Planck-Wissenschaftlern gelingt es, zusätzliche synthetische Aminosäuren in die Translationsmaschinerie lebender Zellen einzubauen und maßgeschneiderte Proteine zu erzeugen mehr
Radikale Stoffwechselreaktionen

Radikale Stoffwechselreaktionen

Meldung 24. November 2004
Max-Planck-Biochemiker enthüllen Funktion chemischer Radikale bei Stoffwechselreaktionen zur Energiegewinnung mehr
Fluoreszenzmikroskopie auf die Spitze getrieben
Forscher des Max-Planck-Instituts für Biochemie stellen neues optisches Nahfeldmikroskop zur Analyse biologischer Makromoleküle vor mehr
3D-Einblicke in den intakten Zellkern

3D-Einblicke in den intakten Zellkern

Meldung 29. Oktober 2004
Max-Planck-Wissenschaftler gelingen wichtige Einblicke in die Funktionsweise der Pforten und Schleusen des Zellkerns "in Aktion" mehr
Kristalle im Nanofokus

Kristalle im Nanofokus

Meldung 30. August 2004
Max-Planck-Wissenschaftler gehen mit Infrarot-Licht völlig neue Wege in der Nanoanalytik und Speichertechnik mehr
BRUCE - wichtiger Gegenspieler des programmierten Zelltods
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie haben Funktion eines Schlüsselprotein in der Zelltod-Signalkette aufgeklärt mehr
Europäische Finanzspritze für die Strukturforschung
EU-Kommission fördert Exzellenz-Netzwerk für dreidimensionale Elektronenmikroskopie (3D-EM) mehr
&quot;International Gairdner Award&quot; an Ulrich Hartl
Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie erhält hochrangigen kanadischen Wissenschaftspreis mehr
Neue Technologien für die Proteomforschung
EU-Förderung in Millionenhöhe für internationales Proteomics-Forschungsprojekt, das vom Max-Planck-Institut für Biochemie koordiniert wird mehr
Erfolgreiche Proteininventur am Zentrosom

Erfolgreiche Proteininventur am Zentrosom

Meldung 11. Dezember 2003
Deutsch-dänisches Forscherteam identifiziert große Zahl von Proteinen, die in der Steuerungszentrale der Zellteilung enthalten sind mehr
Herpesvirus in 3D

Herpesvirus in 3D

Meldung 20. November 2003
Einem Forscherteam von NIH und MPI für Biochemie ist es gelungen, den äußeren Aufbau des Virus mittels Kryo-Elektronentomographie sichtbar zu machen mehr
Bakterien lösen mit Generalschlüssel Blutgerinnung aus
Max-Planck-Wissenschaftler beobachten erstmals, wie bakterielle Proteine menschliche Blutgerinnungsfaktoren aktivieren und Thrombosen verursachen können mehr
Neues Licht auf die molekularen Ursachen von Multipler Sklerose
Max-Planck-Forscher entdecken in einem an Multipler Sklerose beteiligten Protein eine "fremde" Struktur, die vom Immunsystem attackiert wird mehr
&quot;Molekularer Scharfmacher&quot; entschlüsselt
Kristallstruktur von Furin aufgeklärt, einem Aktivator-Protein, dass an vielen gefährlichen Krankheiten beteiligt ist mehr
Waffen von Killerzellen entschlüsselt
3D-Struktur eines wichtigen Abwehrenzyms aufgedeckt und neues kostengünstiges Herstellungsverfahren entwickelt mehr
Kooperation von Grundlagenforschung und High-Tech-Industrie trägt Früchte
Max-Planck-Institut für Biochemie und Infineon Technologies AG präsentieren industriell entwickelten Neuro-Chip / Anwendung in Neurowissenschaften und Pharmaentwicklung mehr

Der menschliche Körper besteht aus Zigtausenden Proteinen. Diese kommen in unterschiedlichen Varianten vor, zudem kann sich ihre Konzentration im Organismus mit der Zeit ändern. Matthias Mann vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried braucht deshalb schlaue Algorithmen und viel Rechenkraft für seine Forschung. Schließlich will er das menschliche Proteom, also die Gesamtheit der Proteine des Menschen, entschlüsseln und für die Medizin nutzbar machen.

Früher dachte Elena Conti daran, Architektin zu werden. Dass sie sich dann doch für ein Chemiestudium entschieden hat, tut ihrer Begeisterung für das Sujet aber keinen Abbruch. Als Direktorin am Martinsrieder Max-Planck-Institut für Biochemie studiert sie die Architektur molekularer Maschinen in der Zelle – und staunt über ausgeklügelte Strukturen in kleinsten Dimensionen.
Die Entdeckung eines Sehpigments in der Zellmembran eines Archaebakteriums Anfang der 1970er-Jahre ist ausschließlich der Neugier eines Wissenschaftlers zu verdanken: Drei Jahre lang wollte die Scientific Community Dieter Oesterhelt nicht glauben. 40 Jahre nach seinen bahnbrechenden Arbeiten am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried avancieren Bacteriorhodopsin und das aus einer einzelligen Grünalge stammende Channelrhodopsin zu neuen Werkzeugen in der Neurobiologie.
Zellen haben in der Evolution viel unnützen Ballast angesammelt. Viele Abläufe sind möglicherweise komplizierter, als sie es eigentlich sein müssten. Petra Schwille vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried will deshalb wissen, was eine Zelle an Minimalausstattung zum Leben benötigt. Konzentration auf das Wesentliche ist für die Biophysikerin auch der Weg, um die Balance zwischen Beruf und Familie zu finden.
Axel Ullrich vom Max-Planck-Institut für Biochemie spricht über Erfolge und Enttäuschungen im Kampf gegen Diabetes und Krebs.
Wie sich Sonnenenergie in einem Treibstoff binden lässt, macht die Fotosynthese vor. Allerdings arbeiten die meisten beteiligten Biomoleküle nicht effizient oder sind technisch nicht einsetzbar. Das wollen Forscher ändern.
Wirkungsvoll und sicher – das zeichnet die neue Klasse von Impfstoffen aus, die auf einer Erfindung des Max-Planck-Instituts für Biochemie beruhen.
Mitarbeiter/-in im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (50%)
Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried 3. November 2017

Die Regulation der zweiten meiotischen Teilung

2017 Zachariae, Wolfgang
Genetik Strukturbiologie Zellbiologie
Gameten wie Eizellen, Spermien oder Sporen entstehen in einer speziellen Zellteilung, der Meiose. Dabei werden die Chromosomen im Laufe zweier Kernteilungen auf vier Kerne verteilt, die jeweils nur den halben Chromosomensatz enthalten. Im Gegensatz zur ersten Teilung ist wenig bekannt über die Kontrolle der zweiten Teilung. Die Forschungsgruppe Chromosomenbiologie konnte nun in Zellen der Bäckerhefe zeigen, wie die Abläufe der zweiten Teilung, nämlich die Trennung der Chromatiden, die Gametendifferenzierung und der Abschluss der Meiose von der konservierten Hrr25 Kinase koordiniert werden. mehr

Die globale Organisation der Chromosomen durch Ringe und Stäbchen

2017 Gruber, Stephan
Genetik Strukturbiologie Zellbiologie
Die Verteilung der Chromosomen bei der Zellteilung ist ein äußerst komplexer Prozess. Die korrekte Durchführung setzt voraus, dass die langen DNA-Moleküle der Chromosomen in einer kompakten Form vorliegen. SMC-Proteine bilden molekulare Ringe, die das Chromosom im Innersten zusammenhalten, indem sie ausgewählte DNA-Abschnitte umklammern. Die Forscher haben die Architektur des bakteriellen SMC-Ringes aufgeklärt und dessen Dynamik auf dem Chromosom studiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass SMC-Ringe Chromosomen durch schrittweises Vergrößern von DNA-Schleifen organisieren. mehr

Autophagozytose: Das multifunktionale Recyclingsystem der Zelle

2016 Kaufmann, Anna; Wollert, Thomas
Genetik Immunbiologie Strukturbiologie Zellbiologie
Zellen müssen überflüssige Bestandteile ständig beseitigen, um nicht im eigenen Müll zu ersticken. Dabei nimmt die Autophagozytose, das zelluläre Recyclingsystem, eine zentrale Rolle ein. Mittels Autophagozytose können Zellen nicht mehr gebrauchtes Material in speziellen Containern, den Autophagosomen, verpacken und zu zellulären Recyclingstationen transportieren. Dort werden sie abgebaut und der Wiederverwertung zugeführt. Die Forscher haben kürzlich ein molekulares Gerüst identifiziert, das, ähnlich einem Müllkorb, die äußere Hülle des Recycling-Containers bildet. mehr

Minimalisierung von Lebensprozessen

2016 Schwille, Petra
Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin Strukturbiologie Zellbiologie
Trotz der Erfolgsgeschichte der Biowissenschaften in den letzten Jahrzehnten wissen wir die Frage, wo die Trennlinie zwischen belebter und unbelebter Natur genau verläuft, noch immer nicht überzeugend zu beantworten. Eines der wichtigen Kennzeichen der uns bekannten belebten Systeme ist ihre enorme Komplexität. Ist diese aber eine notwendige Bedingung? Wir versuchen, mit unserer Forschung belebte Systeme auf nur wenige Grundprinzipien zu reduzieren. Unser Ziel ist eine durchweg biophysikalisch, quantitativ beschreibbare und aus definierten Ausgangskomponenten zusammengesetzte Minimalzelle. mehr

Zilien – die Antennen der Zelle

2015 Lorentzen, Esben; Taschner, Michael
Medizin Strukturbiologie Zellbiologie
Als Zilien werden dünne Fortsätze auf fast allen Zellen im Menschen bezeichnet. Sie erfüllen Aufgaben sowohl bei der Zellfortbewegung als auch bei der Aufnahme von Signalen aus der Umwelt. Um ein Zilium zu bilden, benötigt die Zelle einen speziellen Proteintransportmechanismus, genannt intraflagellar transport (IFT). Fehler in diesem Prozess verursachen eine Reihe humaner Krankheiten (Ziliopathien), darunter Unfruchtbarkeit, Blindheit oder die Bildung von Zysten. Viele Details der Ziliogenese sind noch unbekannt und nicht nur aufgrund ihrer medizinischen Relevanz wird intensiv daran geforscht. mehr

Aneuploidie - Wenn Zellen ihr Gleichgewicht verlieren

2014 Storchova, Zuzana; Hintringer, Wolfgang
Entwicklungsbiologie Genetik Strukturbiologie Zellbiologie

Wenn Chromosomen während der Zellteilung fehlerhaft vererbt werden, bringt das die Zellen aus dem Gleichgewicht. Die neuen Zellen sind aneuploid, sie beinhalten eine andere Anzahl an Chromosomen als üblich. Aneuploidie ist für die meisten Zellen schädlich und charakteristisch für pathologische Erscheinungen wie etwa dem Down Syndrom oder Krebs. Forscher untersuchen derzeit, warum Aneuploidie eigentlich so schädlich ist. Vermutlich spielt dabei ein Ungleichgewicht von Proteinen eine entscheidende Rolle. Dennoch bleiben wichtige Fragen zur Aneuploidie weiterhin unbeantwortet.

mehr
Proteine übernehmen vielfältige essenzielle Aufgaben in allen Zellen. Doch um ihre biologische Funktion ausüben zu können, müssen sich die kettenartigen Moleküle erst zu komplexen, dreidimensionalen Strukturen falten. Dieser Prozess wird durch verschiedene molekulare Chaperone, die Anstandsdamen der Zelle, vermittelt. Sie verhindern die fehlerhafte Verklumpung von Proteinen, die zu Alzheimerdemenz oder Morbus Parkinson führen kann. Unsere Forschungsarbeiten leisten einen Beitrag zum besseren Verständnis der Rolle der Chaperone bei Proteinfaltung und neurodegenerativen Faltungskrankheiten. mehr

Flügel Kommandant: Ein Muskelgen ermöglicht Insekten das Fliegen

2013 Schnorrer, Frank; Schönbauer, Cornelia
Entwicklungsbiologie Genetik Medizin Zellbiologie
Fliegende Insekten stehen vor der Herausforderung, ihren Körper in die Luft zu befördern. Um genügend Auftrieb zu erzeugen, müssen ihre Flügel bis zu 1000 Mal pro Sekunde schlagen. Diese schnellen Oszillationen werden von Flugmuskeln angetrieben, deren kontraktiler Apparat einen besonderen fibrillären Aufbau besitzt, der sich von den anderen Muskeln unterscheidet. Die Forscher haben in Taufliegen (Drosophila) ein Schaltergen, spalt, identifiziert, das die Ausbildung der fibrillären Flugmuskeln steuert. Spalt Mutanten sind fluglos: Deren Flugmuskeln haben ihre besondere Struktur verloren. mehr

Das Exosom: Ein molekularer Käfig zum Zerkleinern von RNAs

2012 Conti, Elena
Strukturbiologie Zellbiologie
Ähnlich einem Aktenvernichter zum Zerkleinern von unerwünschten oder potenziell gefährlichen Dokumenten, verwenden Zellen molekulare Maschinen, um unerwünschte oder schadhafte Makromoleküle abzubauen. Der Exosomkomplex spielt dabei eine Schlüsselrolle. Wir konnten aufdecken, wie das Exosom RNAs erst in einem Kanal bindet und dann zerkleinert. Dieser Mechanismus ist in allen Lebensformen weitgehend konserviert und ähnelt in seiner Funktionsweise dem Abbau von Polypeptiden durch das Proteasom. mehr

Schutz durch das Immunsystem kann die Gesundheit kosten

2012 Schmidt-Supprian, Marc
Immunbiologie Zellbiologie
Unser Immunsystem schützt uns vor einer Invasion durch Mikroorganismen wie zum Beispiel Bakterien und Viren. Immunzellen erkennen fremde Mikroorganismen durch Rezeptoren auf ihrer Oberfläche und übermitteln Signale an ihren Zellkern. Diese Signaltransduktion bewirkt eine Änderung der Genexpression, um Eindringlinge effizient zu bekämpfen. Fehlgeleitete Immunantworten jedoch können Autoimmunerkrankungen und Leukämien oder Lymphome erzeugen. Anhand von genetischen Mausmodellen wollen die Forscher verstehen, wie die Signaltransduktion Immunantworten steuert und wie Fehler zu Erkrankungen führen. mehr

Wie die Zelle dem Chaos Zügel anlegt

2011 Wedlich-Söldner, Roland
Strukturbiologie Zellbiologie
Kräne und Bagger und viele Arbeiter: Die straffe Organisation auf einer Baustelle erschließt sich nur dem geduldigen Beobachter. Einen ähnlich langen Atem brauchen Forscher, um zelluläre Prozesse zu entschlüsseln. Mithilfe moderner Mikroskopie, die in Kombination mit sensitiven Kameras und computergestützen Verfahren zum Einsatz kommt, können nun aber bislang unbekannte Strukturen und Prozesse sichtbar gemacht und mit fast mathematischer Präzision analysiert werden. So etabliert sich ein neues Bild von der Zelle – als hochdynamisches und zugleich streng koordiniertes biologisches System. mehr

Regulation der Genomstabilität durch Ubiquitin und SUMO

2011 Jentsch, Stefan
Genetik Zellbiologie
Proteine können durch Modifikationen neue Aufgaben erfüllen. Werden Proteine mit dem kleinen Protein Ubiquitin modifiziert, so werden sie häufig dem zellulären Abbau zugeführt. Unsere Arbeiten zeigten jedoch, dass Ubiquitin und das verwandte Protein SUMO auch DNA-Reparatur und Genomstabilität vermitteln. Beim Menschen ist dieses System wichtig, um Tumorbildung zu vermeiden. mehr
Der Fluss der genetischen Information erfolgt von der DNA über die mRNA zum Protein - eine wichtige Erkenntnis der Entschlüsselung des humanen Genoms war jedoch, dass nur ein Bruchteil des Genoms die Information für Proteine enthält. Der weitaus größere Teil ist nicht proteinkodierend. Arbeiten der letzten Jahre haben gezeigt, dass auch nichtkodierende DNA in RNA umgeschrieben wird und dass solche RNAs essenzielle Funktionen ausüben. Heute weiß man, dass eine Vielzahl von nichtkodierenden RNA-Klassen existiert, die auch an der Entstehung von Krankheiten wie Krebs beteiligt sein könnten. mehr

Das erste vollständige Proteom

2010 Mann, Matthias
Medizin Strukturbiologie Zellbiologie
Die Gene eines Organismus sind lediglich die Blaupausen für die eigentlichen Funktionsträger der Zelle, die Eiweiße (Proteine). Leider konnte man Proteine bisher nicht in der gleichen Genauigkeit und in der gleichen Tiefe messen wie die DNA. Am Max-Planck-Institut für Biochemie ist es nun zum ersten Mal gelungen, die Gesamtheit der Proteine eines Organismus - sein Proteom - zu messen. Mögliche Anwendungen reichen von fast allen Gebieten der biologischen Grundlagenforschung bis hin zur Krebsdiagnose. mehr
Die Architektur von Viren vereint strukturelle Simplizität mit einem Maximum an Funktionalität. Dabei verbinden Viruspartikel Integrität und Stabilität mit der Fähigkeit zur effizienten Infektion beim Wirtskontakt. Details des zellulären Infektionsvorgangs waren bisher nur ansatzweise bekannt. Die Nachwuchsgruppe „Strukturelle Zellbiologie der Virusinfektion“ untersucht mittels Kryo-Elektronentomographie, wie Viren auf molekularer Ebene mit ihrer Wirtszelle kommunizieren, diese verändern und unter Nutzung verschiedenster Wirtsfaktoren und Mechanismen replizieren können. mehr

Halbleiterchips mit Hirn

2009 Fromherz, Peter
Komplexe Systeme Neurobiologie
Halbleiterchips und neuronale Systeme können direkt elektrisch gekoppelt werden. Die Forschung dazu schafft die Grundlagen für eine Anwendung solcher hybrider Prozessoren in Hirnforschung, Neuroprothetik und Informationstechnologie. Auf neuronaler Seite werden Ionenkanäle, Nervenzellen und Hirngewebe eingesetzt. Auf elektronischer Seite werden Siliziumchips mit Transistoren und Kondensatoren zur Klärung des Kopplungsmechanismus verwendet. Auf dieser Basis werden komplexe Chips mit über 30.000 Kontakten entwickelt, um neuronale Vorgänge mit höchster räumlicher Auflösung zu studieren. mehr

Infrarot-Nanoskopie

2008 Hillenbrand, Rainer
Materialwissenschaften
Vorgestellt wird ein optisches Mikroskopieverfahren, das eine Auflösung im Nanometerbereich ermöglicht, unabhängig von der Wellenlänge. Es basiert auf einem Raster-Kraft-Mikroskop, dessen Abtastspitze zur Streuung von optischen Nahfeldern eingesetzt wird. Das Anwendungspotenzial reicht von der Charakterisierung von Festkörperoberflächen bis hin zur Identifizierung von einzelnen Nanopartikeln und Makromolekülen. mehr

Molekulare Systembiologie halophiler Archaeen

2008 Oesterhelt, Dieter
Mikrobiologie Zellbiologie Ökologie
Leben in konzentrierten Salzlösungen unter extremen Ernährungsbedingungen erfordert extreme Anpassung. Durch die molekulare und funktionelle Analyse der zellulären Bestandteile halophiler Archaeen gelingt es, Einblick in die Biologie dieser faszinierenden Organismen auf dem Niveau des Gesamtsystems der Zelle zu nehmen. mehr

Chromosomensegregation in Vertebraten

2007 Stemmann, Olaf
Zellbiologie
Um Tumorbildung und Trisomien zu verhindern, ist eine exakte Halbierung des zuvor verdoppelten Chromosomensatzes während der Mitose und den beiden meiotischen Reifeteilungen unerlässlich. Die Chromosomen werden durch Separase getrennt, eine riesige Protease, die einen chromosomalen Proteinkomplex (Kohäsin) spaltet. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biochemie haben kürzlich einen neuen Regulationsmechanismus sowie eine unerwartete, nicht-proteolytische Funktion dieses Schlüsselenzyms entdeckt. mehr

Onkogenomanalyse zur Entwicklung von neuartigen Krebstherapien

2006 Ullrich, Axel
Medizin Zellbiologie
Das koordinierte Wachstum, die Differenzierung spezialisierter Gewebetypen und die Bildung von Organen während der Entwicklung höherer Eukaryoten erfordern präzise regulierte Kommunikationsmechanismen zwischen den verschiedenen Zelltypen eines Organismus. Gleichermaßen ist die Aufrechterhaltung aller Lebensvorgänge ausgewachsener Organismen von diesem zellulären Kommunikationssystem abhängig. Fehlfunktionen dieses Systems aufgrund äußerer Einflüsse oder genetischer Defekte sind die Ursache einer Vielzahl pathologischer Phänomene wie z.B. Krebs, Diabetes oder neurodegenerativer Syndrome. Die Forschungsaktivitäten der Abteilung Molekularbiologie konzentrieren sich auf diese zentralen biologischen und pathophysiologischen Prozesse, wobei der Schwerpunkt auf der Aufklärung gesunder Signalmechanismen liegt. Gleichzeitig wird die Degeneration dieser Signalwege in der Pathogenese, vor allem beim Krebs, untersucht. mehr

Biochemie und Zellbiologie Proteolyse-vermittelnder Proteinkomplexe

2006 Buchberger, Alexander
Strukturbiologie Zellbiologie
Untersucht wird die Regulation der Substratspezifität im Ubiquitin-Proteasom-System. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf zwei modular aufgebauten Proteinkomplexen: der CBCVHL Ubiquitin-Ligase mit dem von-Hippel-Lindau Tumorsuppressor-Protein als substratbindender Untereinheit und der Chaperon-ähnlichen AAA ATPase Cdc48 mit den Kofaktoren der UBX-Proteinfamilie. UBX-Proteine binden an Cdc48 und regulieren so die Spezifität der Cdc48-Aktivität in verschiedenen zellulären Prozessen. UBX-Proteine mit einer Ubiquitin-bindenden UBA-Domäne rekrutieren ubiquitylierte Substrate, die durch Cdc48 der proteasomalen Degradation zugeführt werden. Ein solches UBA/UBX-Protein, Ubx2 genannt, spielt eine zentrale Rolle in der Endoplasmatischen Retikulum (ER) assoziierten Proteindegradation (ERAD). Biochemische Untersuchungen von Tumor-assoziierten Mutanten des von-Hippel-Lindau Tumorsuppressor-Proteins erlauben neue Einblicke in die Genotyp/Phänotyp-Beziehungen der von-Hippel-Lindau´schen Erbkrankheit. So korreliert der Grad der funktionellen Defekte auf molekularer Ebene mit dem Risiko der Patienten, Nierenzellkarzinome zu entwickeln. mehr

Molekulare Onkologie

2005 Hermeking, Heiko
Ziel unserer Gruppe ist es, die Funktion der Transkriptionsfaktoren c-MYC und p53 sowie Gene und Prozesse, die durch diese Proteine reguliert werden, zu verstehen. c-MYC und p53 liegen in ca. 50% aller Krebserkrankungen verändert vor. Das Produkt des Tumorsuppressorgens p53 vermittelt nach DNA-Schädigung eine Arretierung des Zellzyklus, indem es unter anderem das 14-3-3sigma-Gen induziert. Zudem ist p53 Bestandteil des Programms der zellulären Seneszenz, wobei p53 in gealterten Zellen mit verkürzten Chromosomen-Enden aktiviert wird. Dagegen führt die Aktivierung des Onkogens c-MYC zur Immortalisierung, einem wichtigen Charakteristikum der Tumorzelle. Wie c-MYC diesen Effekt vermittelt, ist ein Schwerpunkt unserer Forschung. Außerdem versuchen wir, genetische und epigenetische Veränderungen zu identifizieren, die zur Entstehung des Prostatakarzinoms sowie des malignen Melanoms führen. Bei den Untersuchungen kommen neueste Methoden aus dem Bereich der Proteom- und Genom-Forschung zum Einsatz. mehr

Hochauflösende Mikroskopie von Zellen und Oberflächen: Kryo-Elektronentomographie und Raster-Infrarotmikroskopie im optischen Nahfeld

2005 Engelhardt, Harald; Keilmann, Fritz; Baumeister, Wolfgang
Mikrobiologie Zellbiologie
Unsere Abteilung befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung neuartiger mikroskopischer Methoden. Die automatisierte Kryo-Elektronentomographie bildet in amorphes Eis eingebettete makromolekulare Komplexe, Viren, Prokaryoten und eukaryotische Zellen im nativen Zustand ab und liefert 3D-Rekonstruktionen bei molekularer Auflösung. Diese Technik bietet die Perspektive, Interaktionen makromolekularer Komplexe in individuellen Zellen im quasi-lebenden Zustand zu untersuchen. Die Infrarot-Nahfeldmikroskopie erzeugt ein hochaufgelöstes Rasterbild sowohl der Topographie als auch der Infrarot-Absorption der Oberfläche von Messproben, etwa von organischen Materialien oder einzelnen Viren. mehr

Regulation von Zellteilung und -wachstum

2004 Barr, Francis
Zellbiologie
Wachstum und Teilung tierischer Zellen erfordert die ständige Zufuhr neuer Proteine und Lipide von ihrem Herstellungsort im Endoplasmatischen Retikulum an die Zelloberfläche. Dem Zellwachstum und der DNA-Verdopplung in der S-Phase folgt zunächst die geregelte Aufteilung des genetischen Materials in zwei identische Chromosomensätze in der M-Phase und dann die eigentliche Zellteilung (Zytokinese), welche die Zelle so entzweischneidet, dass jeder entstehende Teil einen Satz des genetischen Materials erhält (Abb. 1). Die Untersuchung dieser Prozesse und ihrer Regulation auf molekularer Ebene ist daher wichtig, um zu verstehen, wie sich normale Zellen teilen, und wie - falls die Zellteilungnicht stattfindet - die aneuploiden Zellen, die zur Bildung von Tumoren beitragen, entstehen. Meine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie menschliche Zellen die komplexen dreidimensionalen Strukturen, die sie für Zellwachstum und -teilung benötigen, bilden und regulieren. Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns auf zwei wichtige Bereiche konzentriert: (i) Proteintransport und die Funktion des Hauptorganells des sekretorischen Weges,des Golgi-Apparates; und (ii) die Funktion der zentralen Spindelregion für die Proteintransportereignisse, die letztendlich zur Zytokinese führen. mehr

Molekulare Medizin

2004 Fässler, Reinhard
Zellbiologie
Ziel unserer Abteilung ist es, die Integrin vermittelte Zelladhäsion in verschiedenen Geweben in vivo zu verstehen. Hierzu erzeugen wir Mäuse mit gezielten Veränderungen in Genen von Integrinen und Integrin-assoziierten Proteinen. Die Auswirkungen der Genveränderung untersuchen wir einerseits während der Mausentwicklung, um so die normale, physiologische Funktion des mutierten Gens zu erforschen, und andererseits in verschiedenen Kranheitsmodellen, um so die Rolle der mutierten Gene bei Erkrankungen aufzuklären. Diese Untersuchungen werden mit immunhistochemischen, zellbiologischen und biochemischen Methoden durchgeführt und mit strukturellen Arbeiten unterstützt. mehr
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