Japan-Preis

Der Japan-Preis wird von der Science and Technology Foundation of Japan (JSTF) an Wissenschaftler aus aller Welt verliehen, deren bahnbrechende Leistungen für die Wissenschaft und Technologie dem Frieden und dem Wohle der Menschheit dienen. Er wird gerne als der Japanische Nobelpreis bezeichnet. 88 Preisträger aus 13 Ländern haben ihn erhalten, seitdem er 1985 erstmals vergeben wurde – darunter auch zahlreiche spätere Nobelpreisträger.

2017

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Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin

Für die Entwicklung der CRISPR-Cas9-Methode, einer sehr effektiven Gen-Schere, erhalten Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin und Jennifer Doudna von der University of California, Berkeley, den Japan-Preis 2017.

Das CRISPR-Cas9-System von Bakterien lässt sich als extrem präzises Werkzeug einsetzen, um genetisches Material zu bearbeiten und die Funktion von Genen zu untersuchen. Unter anderem kann CRISPR-Cas9 auch genutzt werden, um neue Behandlungsmöglichkeiten für schwerwiegende Krankheiten des Menschen zu entwickeln. Diese Entdeckung gilt daher als ein Meilenstein für die Molekularbiologie.

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1998

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Prof. Dr. Jozef Schell †

Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Köln

Prof. Dr. Jozef Schell erhielt den Japan-Preis zusammen mit Prof. Dr. Marc Van Montagu für die Entdeckung, dass sich mithilfe der T-DNA des Bodenbakteriums Agrobacterium tumefaciens Gene in Pflanzen einschleusen lassen.

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1992

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Prof. Dr. Gerhard Ertl

Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin

Prof. Dr. Gerhard Ertl erhielt den Japan-Preis für seine Beiträge zur Chemie und Physik von Festkörperoberflächen.

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