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Max Planck Cinema

Ein Skalpell für das Erbgut

Mithilfe des CRISPR/Cas9-Systems lässt sich das Erbgut unterschiedlichster Organismen manipulieren. Doch wie funktioniert die neue Gentechnik-Methode mit dem unaussprechlichen Namen?

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Japan-Preis

Der Japan-Preis wird von der Science and Technology Foundation of Japan (JSTF) an Wissenschaftler aus aller Welt verliehen, deren bahnbrechende Leistungen für die Wissenschaft und Technologie dem Frieden und dem Wohle der Menschheit dienen. Er wird gerne als der Japanische Nobelpreis bezeichnet. 88 Preisträger aus 13 Ländern haben ihn erhalten, seitdem er 1985 erstmals vergeben wurde – darunter auch zahlreiche spätere Nobelpreisträger.

2017

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Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin

Für die Entwicklung der CRISPR-Cas9-Methode, einer sehr effektiven Gen-Schere, erhalten Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin und Jennifer Doudna von der University of California, Berkeley, den diesjährigen Japan-Preis ebenso wie Adi Shamir vom Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel.

Das CRISPR-Cas9-System von Bakterien lässt sich als extrem präzises Werkzeug einsetzen, um genetisches Material zu bearbeiten und die Funktion von Genen zu untersuchen. Unter anderem kann CRISPR-Cas9 auch genutzt werden, um neue Behandlungsmöglichkeiten für schwerwiegende Krankheiten des Menschen zu entwickeln. Diese Entdeckung war ein Meilenstein für die Molekularbiologie. Die Max-Planck-Gesellschaft hatte Emmanuelle Charpentier im Oktober 2015 als Direktorin an das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin berufen.

Damit wird die Zahl der Preise und Auszeichnungen, die in den vergangenen zwei Jahren an Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna gegangen sind, immer größer. Charpentier erhielt so so namhafte Auszeichnungen wie der Breakthrough Prize in Life Sciences, der Ernst Jung-Preis, der Louis-Jeantet-Preis für Medizin sowie der schwedische Göran-Gustafsson-Preis – und jetzt der Japan-Preis. 

Die Max-Planck-Gesellschaft gratuliert Emmanuelle Charpentier zu dieser großartigen Auszeichnung: „Mich freut ganz besonders, dass eine Wissenschaftlerin ausgezeichnet wird, die noch mitten in ihrer Forschungsarbeit steckt. Ich wünsche mir, dass das auch Motivation für andere junge Frauen in der Wissenschaft ist, “ sagte Martin Stratmann. Es knüpfen sich enorme Erwartungen an die CRISPR-Cas9-Methode, die auch Genome Editing genannt wird.

Der Kryptologie-Experte und Turing-Preisträger 2002 Adi Shamir erhält den Japan-Preis in Bereich "Elektronik, Information und Kommunikation“ für seine wissenschaftlichen Beiträge zur Informationssicherheit. Adi Shamir hat unter anderem das "RSA Kryptosystems" entwickelt, eine innovativen Verschlüsselungstechnik, sowie mathematische Methoden, die eine Identifikation von Einzelpersonen in gemeinen Informationen möglich macht, ohne dass die Verschlusssachen offen gelegt werden müssen.

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1998

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Prof. Dr. Jozef Schell †

Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Köln

Prof. Dr. Jozef Schell erhielt den Japan-Preis zusammen mit Prof. Dr. Marc Van Montagu für die Entdeckung, dass sich mithilfe der T-DNA des Bodenbakteriums Agrobacterium tumefaciens Gene in Pflanzen einschleusen lassen.

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1992

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Prof. Dr. Gerhard Ertl

Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin

Prof. Dr. Gerhard Ertl erhielt den Japan-Preis für seine Beiträge zur Chemie und Physik von Festkörperoberflächen.

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