Vita

Ruth Ley machte 1992 ihren Bachelor-Abschluss in Integrativer Biologie an der Universität von Kalifornien, Berkeley, USA. Nach einem kurzen Abstecher in die hawaiianische Forstwirtschaft promovierte Ley 2001 an der Universität von Colorado, Boulder, USA, indem sie sich mit der mikrobiellen Ökologie von Böden in extremer Höhe beschäftigte. Anschließend erhielt sie ein Forschungsstipendium der NRC-NASA, um zusammen mit Dr. Norman Pace die Diversität von hypersalinen mikrobiellen Flächen in Baja, Mexiko, zu untersuchen. 2005 begann sie schließlich als Dozentin und zwei Jahre später wurde sie zur wissenschaftlichen Lehrbeauftragten ernannt. Ley folgte anschließend dem Ruf an die Washington School of Medicine in Seattle, Washington, USA, und arbeitete dort zusammen mit Dr. Jeffrey Gordon. Sie untersuchten anhand des Mikrobioms den Zusammenhang zwischen Übergewichtigkeit und der Entwicklung von Säugetieren. 2008 übernahm Ley die Position des Assistant Professors in der Abteilung für Mikrobiologie an der Cornell University in Ithaca, New York, USA, und wurde 2013 dann Associate Professor in der Abteilung für Molekularbiologie und Genetik an derselben Universität. Die nun neu berufene Direktorin des MPIs für Entwicklungsbiologie in Tübingen hat bereits folgende Auszeichnungen und Forschungsstipendien erhalten: Fellowship in Science and Engineering from the David and Lucile Packard Foundation, Forschungsstipendium der Hartwell Foundation, Beckman Young Investigator Award der Arnold and Mabel Beckman Foundation, den NIH Director’s New Innovator Award (2010) und im vergangenen Jahr (2014) den ISME Young Investigator Award. Seit Januar 2016 ist Ruth Ley Direktorin und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie.
Zur Redakteursansicht