Max Planck wird Präsident der KWG

1930

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Foto: Max Planck in den 1930er Jahren, Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.

1930 wurde Max Planck zum Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft berufen. Sie besaß zu dieser Zeit hohes Renommee und gehörte mit sieben Nobelpreisträgern zu den wichtigsten Forschungseinrichtungen. Dennoch trat der 72-jährige Physiker das Amt in einer schwierigen Situation an. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise gingen die Mitgliederbeiträge zurück. Das Reich und Preußen kürzten ihre Zuschüsse. Planck hatte im Jahr 1900 die Quantentheorie formuliert und war dadurch international berühmt geworden. Später wirkte er an entscheidenden Stellen an der Ausgestaltung des deutschen Wissenschaftssystems mit. Als Sekretar der Akademie der Wissenschaften sorgte er für die Förderung der physikalischen Forschung in Berlin. 1914 war es ihm gelungen, Albert Einstein nach Berlin zu holen, der dort das neue Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik leiten sollte.

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