KWG-Präsident Albert Vögler begeht Suizid

1945

Foto: Am Ende des Zweiten Weltkriegs lagen auch viele der Kaiser-Wilhelm-Institute in Trümmern, wie hier das für Eiweiß- und Lederforschung in Dresden, Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.

Im April 1945 beging KWG-Präsident Vögler angesichts der nahenden amerikanischen Truppen und des Zusammenbruchs des „Dritten Reichs“ Suizid. Die Krise der Leitung spiegelte den allgemeinen Zerfall der KWG bei Kriegsende: Durch den Kriegsverlauf waren viele Kaiser-Wilhelm-Institute in Osteuropa verloren gegangen. Die heranrückenden Armeen der Alliierten besetzten einzelne Institute, die noch an ihren ursprünglichen Standorten verblieben waren. Andere waren zerstört, teilzerstört, provisorisch verlagert und personell dezimiert. Trotz der chaotischen Zustände versuchten die wenigen verbliebenen Mitarbeiter die Arbeit aufrecht zu erhalten. Nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 begannen die Siegermächte, das deutsche Forschungssystem neu zu ordnen.

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