Informationen zum Projekt

Das Institut für Radioastronomie im Millimeterwellenlängenbereich (IRAM) wurde im Jahr 1979 von der Max-Planck-Gesellschaft und dem französischen Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) gegründet und 1990 durch das spanische Instituto Geografico Nacional (IGN) erweitert. Das Institut mit Sitz in Grenoble betreibt zwei Observatorien: Das 30-Meter-Teleskop auf dem Pico Veleta nahe Granada in Spanien und das NOEMA-Interferometer auf dem Plateau de Bure in den französischen Hochalpen.

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NOEMA (Northern Extended Millimeter Array) ist das derzeit größte bodengestützte astronomische Projekt in Europa mit einem Gesamtbudget von 48 Millionen Euro. Finanziert wird es von den IRAM-Partnerorganisationen: Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland, Centre National de la Recherche Scientifique in Frankreich und Instituto Geographico Nacional in Spanien. Der Bau des Observatoriums hat im Jahr 2013 begonnen, die Fertigstellung von NOEMA mit dann zwölf Antennen ist für 2019 vorgesehen.

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Die Radioastronomie der Millimeterwellen spielt eine zentrale Rolle in der Astrophysik. Während optische Teleskope überwiegend auf die Beobachtung von heißen Himmelskörpern wie Sternen ausgerichtet sind, ermöglichen Radioteleskope die Erforschung des kalten Universums bei Temperaturen von nur einigen Grad über dem absoluten Nullpunkt (- 273,15 Grad Celsius).

Dabei spüren die Wissenschaftler Objekte auf, die sich – weil von kosmischem Staub und interstellaren Wolken umgeben – mit optischen Instrumenten nicht beobachten lassen. Gleichzeitig erlaubt die Radioastronomie die Analyse von interstellaren Molekülen und kosmischem Staub – Schlüsselelemente für die Entstehung von Sternen und Galaxien und damit für die Entwicklung des Universums.

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