Deutschland geht ein Licht auf

Aktionswebseite der Max-Planck-Gesellschaft zeigt die vielen Facetten des Lichts in der Forschung

29. Mai 2015

Hätten Sie gewusst, dass Blaumeisen durch künstliches Licht häufiger fremdgehen? Oder, dass mithilfe von Licht abhörsicher kommuniziert werden kann? Anlässlich des Internationalen Jahrs des Lichts stellt die Max-Planck-Gesellschaft ihre Forschung zum Thema Licht an verschiedenen Standorten in Deutschland vor. Lassen Sie sich von der Faszination des Lichts begeistern.

Die neue Webseite lädt zum Mitmachen ein und vermittelt Wissenschaft auf spielerische Art und Weise.

Licht hat für den Menschen eine umfassende Bedeutung. Dies beginnt beim Sonnenlicht, das das Leben auf der Erde erst ermöglicht, und hört bei den zahlreichen technischen Anwendungen des Lasers noch lange nicht auf. Licht sorgt nicht nur dafür, dass wir unsere Umwelt wahrnehmen können, es transportiert auch Informationen, liefert Energie und ist nicht zuletzt ein Werkzeug der Forschung. Licht kann ein Herz zum Schlagen bringen und uns Informationen aus den Tiefen des Alls übermitteln. Es beeinflusst die innere Uhr und somit das Verhalten von Menschen und Tieren. Moderne Lichtmikroskope bieten Einblicke, von denen von der Hirnforschung bis zur Materialentwicklung zahlreiche Forschungsbereiche profitieren. Und auch in der zwischenmenschlichen Kommunikation spielt Licht eine wichtige Rolle: Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen haben herausgefunden, dass Dinge, die wir sehen, unser wichtigstes Gesprächsthema sind – und zwar egal in welchem Land und in welcher Sprache.

„Licht ist ein vielseitiges Thema und beeinflusst nicht nur die naheliegenden Wissenschaftsdisziplinen wie etwa Quantenphysik oder Astronomie, sondern auch die Hirnforschung oder die Kryptologie, der Wissenschaft der Informationssicherheit“, sagt Christina Beck, Pressesprecherin der Max-Planck-Gesellschaft. „Diese Vielseitigkeit des Lichts zeigen wir in leicht verständlichen Texten, Bildern, Filmen und Spielen auf unserer neuen Aktionsseite.“

Auf der neuen Seite lernen die Besucher die Arbeit der Max-Planck-Wissenschaftler rund um das Thema Licht in spannenden und interaktiven Formaten kennen. Verständliche kurze Texte, Bilder, Filme und Spiele bieten einen leichten Zugang zum Phänomen Licht. Hintergrundberichte und Blogbeiträge zeigen die faszinierende Vielfalt des Lichts. Die Seite ist modular aufgebaut und wird über die nächsten Monate hinweg immer wieder Neues bieten. Fans des Light Paintings können ihre langzeitbelichteten Fotos bei einem Einreichwettbewerb online stellen und attraktive Preise gewinnen.

Zwei große Wissenschaftler im Gespräch: Während der totalen Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919 bestätigte Sir Arthur Eddington (rechts) Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie, indem er die Ablenkung des Sternlichts neben der Sonne ermittelte. Das Foto der beiden Forscher entstand im Jahr 1930 an der britischen Universität Cambridge.

Heute vor 96 Jahren: Erster experimenteller Beweis von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie

Der Start der Aktionsseite „Deutschland geht ein Licht auf“ fällt nicht zufällig auf den 29. Mai. Die Sonnenfinsternis an diesem Tag vor 96 Jahren bot dem britischen Astronomen Sir Arthur Stanley Eddington die Möglichkeit, die Ablenkung von Sternenlicht durch die Masse der Sonne zu messen – und so den ersten experimentellen Beweis für die knapp vier Jahre zuvor veröffentlichte Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein zu erbringen. Die Meldungen darüber brachten es bis auf die Titelseiten der New York Times und machten Einstein über Nacht auch außerhalb der Wissenschaft zum Star.

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