Assoziierte Einrichtung - Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research)

Assoziierte Einrichtung - Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research)

Das Center of Advanced European Studies and Research (caesar) forscht an den Grenzen zwischen Neurowissenschaften, Zellbiologie und Biophysik. Caesar arbeitet mit modernen photonischen, molekularbiologischen, chemischen und verhaltenswissenschaftlichen Methoden. Im Fokus stehen kinetische, mikroskopische und spektroskopische Verfahren zur Erforschung und Steuerung zellulärer Aktivität.

caesar ist eine selbstständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts, die eng mit der Max-Planck-Gesellschaft assoziiert ist. Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft ist Vorsitzender des Stiftungsrates, die caesar-Direktoren sind wissenschaftliche Mitglieder der MPG. Die Begutachtung der wissenschaftlichen Arbeit und die Sicherung der wissenschaftlichen Exzellenz erfolgen nach den Verfahren und Kriterien der Max-Planck-Gesellschaft.

Kontakt

Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Telefon: +49 228 9656-0
Fax: +49 228 9656-111

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):
IMPRS on Ageing
IMPRS for Brain and Behavior

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Organisation des Gehirns und Verhaltens mehr
Zellzahl bestimmt Struktur neuronaler Karten
Frankfurter Forscher finden eine einfache Erklärung für die typischen Muster von Nervenzellen innerhalb neuronaler Karten mehr
Sphingosin bremst das Enzym GBA2 und reguliert so den Abbau von Fett-Zucker-Verbindungen in Zellen mehr
Biosensor misst Signalmoleküle in Zilien
Wissenschaftler können die Dynamik von Signalmolekülen nun auch in kleinsten Zellbereichen untersuchen mehr
IMPRS for Brain and Behavior nimmt seine Arbeit auf mehr
Netzhaut: Gleise aus Rhodopsin

Netzhaut: Gleise aus Rhodopsin

Meldung 2. März 2015
Sehfarbstoff ordnet sich in Doppelreihen an mehr
Optogenetik macht unfruchtbare Mäuse wieder fruchtbar
Forscher steuern Schwimmverhalten von Spermien mit lichtempfindlichem Enzym mehr
FEI erwirbt MPG-Ausgründung KonTEM
Die Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft erweitert die Elektronenmikroskopie-Sparte von FEI mehr
Fruchtbarkeitsstörungen durch Alltagschemikalien?
Konservierungsstoffe, UV-Blocker, Weichmacher und Co. beeinträchtigen die Spermienfunktion mehr
Gen steuert die Entwicklung der Herzklappen
Forscher der Universität Bonn und des Forschungszentrums caesar entdecken genetische Ursachen von Herzklappendefekten mehr

Spermien können rechnen

Meldung 2. März 2012
Das Schwimmverhalten von Spermien hängt davon ab, wie schnell sich die Kalzium-Konzentration in der Zelle ändert mehr
Spermien können keine Düfte riechen mehr
Max-Planck-Innovation bringt caesar-Ausgründung KonTEM auf den Weg
Spin-off-Unternehmen entwickelt Phasenkontrast für Elektronenmikroskopie mehr
<strong>Weibliches Sexualhormon steuert menschliche Spermien </strong>
Progesteron aktiviert Kalzium-Kanäle und steuert so die Schwimmbahn des Spermiums mehr
Seeigelspermien schwimmen immer der Nase nach. Die sitzt an ihrem Schwanz und zählt oder rechnet mehr, als dass sie riecht. Ein seltsamer Prozess, den Wissenschaftler um Benjamin Kaupp, Direktor am Forschungsinstitut caesar, molekular aufgeklärt haben.
Doktorand/-in
Assoziierte Einrichtung - Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research), Bonn 17. Oktober 2017

Der Tastsinn im Computergehirn

2017 Oberlaender, Marcel
Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Wie entstehen Entscheidungen in unserem Gehirn? Untersuchungen am Nervensystem der Ratte zeigen, dass sich die Grundlagen solch komplexer Prozesse an detailgetreuen Modellen neuronaler Netzwerke studieren lassen. Neue Methoden erlauben es, die Struktur von Nervenzellen zu rekonstruieren, nachdem zuvor deren Funktion am lebenden Tier untersucht wurde. Aus diesen Daten können Modelle ganzer Hirnareale erstellt werden. Mithilfe von Computersimulationen neuronaler Aktivität in diesen Netzwerkmodellen erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse darüber, wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden.

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Ein Netzwerk für den Orientierungssinn

2016 Seelig, Johannes
Entwicklungsbiologie Genetik Immunbiologie Medizin Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie
Wie bewegen wir uns im Raum und wie orientieren wir uns? Untersuchungen am einfachen Nervensystem der Fruchtfliege zeigen, dass hierbei neuronale Netzwerkstrukturen eine wichtige Rolle spielen, die auch für das Säugetiergehirn von Bedeutung sind. Dank der geringen Größe des Fliegengehirns und dank neuer genetischer Methoden können diese Netzwerke in der Fruchtfliege im Detail untersucht werden. Von solchen Experimenten erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse darüber, wie abstrakte mathematische Berechnungen in biologischen Netzwerken kodiert sind. mehr

Der Unfruchtbarkeit auf der Spur

2015 Wachten, Dagmar
Entwicklungsbiologie Genetik Medizin Neurobiologie Zellbiologie
Unfruchtbarkeit beim Mann kann zahlreiche Gründe haben. In etwa der Hälfte der Fälle ist die Ursache männlicher Unfruchtbarkeit unbekannt. Vor kurzer Zeit ist es gelungen, ein neues Protein namens CRIS zu identifizieren, das an der Spermienentwicklung beteiligt ist. Männliche Mäuse, die dieses Protein nicht bilden, sind unfruchtbar oder aber ihre Spermien zeigen ein verändertes Schwimmverhalten, das die Befruchtung erschwert. mehr

Die supramolekulare Struktur von Rhodopsin in Sehstäbchen

2014 Gunkel, Monika
Strukturbiologie Zellbiologie
Der Sehsinn ist für viele Tiere und den Menschen der wichtigste Sinn. Ein Schlüsselprotein ist der Sehfarbstoff Rhodopsin; es absorbiert Licht, das auf die Sehzellen der Netzhaut fällt. Über die supramolekulare Organisation von Rhodopsin gibt es seit vielen Jahren eine kontroverse Diskussion. Diese Kontroverse konnten wir mithilfe der Elektronentomografie klären. Viele Krankheiten, die Blindheit verursachen, sind auf Mutationen im Rhodopsin-Gen und eine Degeneration der Netzhaut zurückzuführen. Vielleicht können unsere Erkenntnisse zur Aufklärung einiger Ursachen für Blindheit beitragen. mehr

Spermien können keine Düfte riechen - Das Ende des „Maiglöckchen-Phänomens“ in der Spermienforschung?

2013 Brenker, Christoph; Müller, Astrid; Hartmann, Stefan; Strünker, Timo
Chemie Neurobiologie Physiologie Zellbiologie
Vor etwa 10 Jahren wurde das „Maiglöckchen-Phänomen“ geboren: Spermien orientieren sich im Eileiter als schwimmende Riechzellen anhand einer Duftfährte, ausgelegt von der Eizelle. Wissenschaftler des Bonner Forschungszentrums caesar konnten nun zeigen, dass Spermien nicht wie Riechzellen funktionieren, was bezweifeln lässt, dass Duftstoffe die Befruchtung koordinieren. mehr

Spermien können keine Düfte riechen - Das Ende des "Maiglöckchen-Phänomens" in der Spermienforschung?

2013 Brenker, Christoph; Müller, Astrid; Hartmann, Stefan; Strünker, Timo
Chemie Neurobiologie Physiologie Zellbiologie

Vor etwa 10 Jahren wurde das "Maiglöckchen-Phänomen" geboren: Spermien orientieren sich im Eileiter als schwimmende Riechzellen anhand einer Duftfährte, ausgelegt von der Eizelle. Wissenschaftler des Bonner Forschungszentrums caesar konnten nun zeigen, dass Spermien nicht wie Riechzellen funktionieren, was bezweifeln lässt, dass Duftstoffe die Befruchtung koordinieren.

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Aktenzeichen XY gelöst: Die Progesteronwirkung auf menschliche Spermien

2012 Strünker, Timo; Goodwin, Normann; Brenker, Christoph
Medizin Neurobiologie Physiologie Zellbiologie
Seit 25 Jahren ist bekannt, dass Progesteron – ein weibliches Sexualhormon – das Schwimmverhalten von Spermien beeinflusst. Unklar war bislang jedoch, wie Progesteron auf die Spermien wirkt. Es ist uns nun gelungen dieses Rätsel der Spermienforschung zu lösen. Progesteron aktiviert die sogenannten CatSper-Ionenkanäle (cation channel of sperm) in der Membran des Spermienschwanzes. mehr
Rezeptoren versorgen Zellen mit wichtigen Informationen indem sie Reize aus der Umgebung registrieren. Im Inneren der Zelle übersetzen oft Botenstoffe die Information in eine zelluläre Antwort. Einer der wichtigsten Botenstoffe ist das 3'-5'-zyklische Adenosinmonophosphat (cAMP). Das cAMP bindet an spezifische Zielproteine und verändert deren räumliche Struktur; sie werden vom inaktiven in den aktiven Zustand überführt. Wir möchten mit möglichst hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung verfolgen, wie sich die Struktur der Proteine nach der Bindung von cAMP ändert. mehr

Kontaktanzeige eines Spermiums: Sensibelchen sucht Eizelle zum Verschmelzen.

2010 Timo Strünker, U. Benjamin Kaupp
Genetik Zellbiologie
Für die Befruchtung werden Spermien von der Eizelle aktiv angelockt. Die Eizelle sendet dazu Lockstoffe aus, die den Spermien den Weg weisen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Chemotaxis. Spermien des Seeigels Arbacia punctulata reagieren extrem empfindlich auf ihren Lockstoff. Bereits ein einzelnes Lockstoffmolekül löst eine Reaktion der Spermien aus. Wie sich jetzt herausstellte, ist ein außergewöhnlicher zyklisch Nukleotid-gesteuerter Ionenkanal (CNGK) im Spermienschwanz der Schlüssel zur Einzelmolekülempfindlichkeit der Spermien. Der Lockstoff  führt zur Synthese des Botenstoffs cGMP. Der strukturell einzigartige CNGK-Kanal wird bereits durch einen geringfügigen Anstieg der intrazellulären cGMP-Konzentration aktiviert und löst die chemotaktische Signalkaskade im Seeigelspermium aus. mehr
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