Assoziierte Einrichtung - Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research)

Assoziierte Einrichtung - Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research)

Das Center of Advanced European Studies and Research (caesar) ist ein Forschungsinstitut in Bonn, das Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Neuroethologie betreibt und die neuronalen Mechanismen untersucht, die Tierverhalten zugrunde liegen.

Das Institut wird durch eine gemeinnützige Stiftung privaten Rechts finanziert. Stifter sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen. caesar ist eng mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) assoziiert und teilt deren wissenschaftliche Prinzipien. Der Präsident der MPG ist Vorsitzender des Stiftungsrates, die caesar-Direktoren sind wissenschaftliche Mitglieder der MPG.

Kontakt

Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Telefon: +49 228 9656-0
Fax: +49 228 9656-111

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):

IMPRS on Ageing
IMPRS for Brain and Behavior

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Computational Neuroethology

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Abteilung Organisation des Gehirns und Verhaltens

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Am 3. März 2021 befasst sich der Haushaltsausschuss des Bundestags mit der Zukunft des Forschungszentrums caesar in Bonn

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Forscher finden einen neuen Mechanismus der männlichen Unfruchtbarkeit

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Neuartiges Mikroskop am caesar entwickelt

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Sphingosin bremst das Enzym GBA2 und reguliert so den Abbau von Fett-Zucker-Verbindungen in Zellen

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Wissenschaftler können die Dynamik von Signalmolekülen nun auch in kleinsten Zellbereichen untersuchen

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Seeigelspermien schwimmen immer der Nase nach. Die sitzt an ihrem Schwanz und zählt oder rechnet mehr, als dass sie riecht. Ein seltsamer Prozess, den Wissenschaftler um Benjamin Kaupp, Direktor am Forschungsinstitut caesar, molekular aufgeklärt haben.

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Navigation unter Tage

2020 E. Pascal Malkemper

Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Afrikanische Graumulle verbringen ihr gesamtes Leben in unterirdischen Gangsystemen, die eine Länge von mehreren Kilometern erreichen kann. Trotz absoluter Dunkelheit findet sich die kleinen Nagetiere in diesem Labyrinth bestens zurecht. Unterstützt werden sie dabei von der außergewöhnlichen Fähigkeit, sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren. Wir versuchen zu verstehen, wie die Rezeptoren dieses Magnetsinnes aufgebaut sind und wie magnetische Reize im Gehirn der Graumulle verarbeitet werden.

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Neuronale Kontrolle der Flugsteuerung in Drosophila

2018 Schnell, Bettina

Genetik Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Um zu navigieren, müssen Tiere fast ständig ihren Kurs gegen äußere Einflüsse stabilisieren und auch die Richtung ändern, beispielsweise, um Hindernissen auszuweichen. Wir untersuchen die neuronalen Schaltkreise und Mechanismen, die solchen Lenkmanövern zugrunde liegen, indem wir gleichzeitig Verhaltens- und neuronale Aktivität bei fliegenden, aber gleichzeitig fixierten Fruchtfliegen messen. Dabei haben wir ein spezielles Neuron identifiziert, dessen Aktivität deutlich mit dem Drehverhalten im Flug korreliert ist und ausreichend erscheint, um Lenkmanöver auszulösen.

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Spezies-spezifische Verschaltung der Säugetier-Netzhaut

2017 Briggman, Kevin

Entwicklungsbiologie Genetik Immunbiologie Medizin Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Bei Säugetieren variiert der Durchmesser des Auges um mehr als eine Größenordnung. Objekte im visuellen Raum durchqueren die Retinaoberfläche eines großen Auges schneller als die eines kleinen Auges. Das wirft die Frage auf, wie verschiedene Spezies die Geschwindigkeit sich bewegender Objekte kodieren. Mittels vergleichender Verbindungs- und Computermodellierung zeigen wir die unterschiedliche Platzierung von Synapsen zwischen Neuronen in der Maus- gegenüber der Kaninchenretina. Dies weist auf eine Anpassung in der neuralen Verschaltung hin, die Unterschiede im Augendurchmesser kompensiert.

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Der Tastsinn im Computergehirn

2016 Oberlaender, Marcel

Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Wie entstehen Entscheidungen in unserem Gehirn? Untersuchungen am Nervensystem der Ratte zeigen, dass sich die Grundlagen solch komplexer Prozesse an detailgetreuen Modellen neuronaler Netzwerke studieren lassen. Neue Methoden erlauben es, die Struktur von Nervenzellen zu rekonstruieren, nachdem zuvor deren Funktion am lebenden Tier untersucht wurde. Aus diesen Daten können Modelle ganzer Hirnareale erstellt werden. Mithilfe von Computersimulationen neuronaler Aktivität in diesen Netzwerkmodellen erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse darüber, wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden.

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Ein Netzwerk für den Orientierungssinn

2015 Seelig, Johannes

Entwicklungsbiologie Genetik Immunbiologie Medizin Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Wie bewegen wir uns im Raum und wie orientieren wir uns? Untersuchungen am einfachen Nervensystem der Fruchtfliege zeigen, dass hierbei neuronale Netzwerkstrukturen eine wichtige Rolle spielen, die auch für das Säugetiergehirn von Bedeutung sind. Dank der geringen Größe des Fliegengehirns und dank neuer genetischer Methoden können diese Netzwerke in der Fruchtfliege im Detail untersucht werden. Von solchen Experimenten erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse darüber, wie abstrakte mathematische Berechnungen in biologischen Netzwerken kodiert sind.

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