Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen

Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen

Das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen wurde zum 1.1.2011 gegründet. Es betreibt rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Besteuerung und angrenzenden Themenfeldern in den Finanzwissenschaften sowie im Unternehmensrecht. Beispielhaft sind Arbeiten zum internationalen Steuerwettbewerb, zu staatlichen Haushaltskrisen oder zur Besteuerung multinationaler Unternehmen. Es umfasst die Abteilung für Unternehmens- und Steuerrecht sowie für Finanzwissenschaften, die aus dem früheren Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht hervorgegangen sind.

Kontakt

Marstallplatz 1
80539 München
Telefon: +49 89 24246-0
Fax: +49 89 24246-501

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Recht im Angebot: Wenn Gesetzgeber konkurrieren

Staaten sehen sich in immer mehr Rechtsbereichen im Wettbewerb um die Gunst mobiler Nachfrager, zeigt Johanna Stark vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen in ihrer jüngst erschienenen Monographie „Law for Sale“. Sie erläutert, warum sich unter marktähnlichen Prozessen geformtes Recht anders entwickelt als etwa nach dem Ideal demokratischer Entscheidungsfindung oder nach der Vorgabe moralischer und politischer Werte.

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Forschungshighlights 2018

21. Dezember 2018

Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben 2018 viele hochkarätige Veröffentlichungen publiziert. Wir haben eine Auswahl getroffen und stellen Ihnen 15 Highlights vor. Ein Rückblick

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Feindseligkeit gegenüber Minderheiten kann anstecken

Wenn im eigenen Umfeld andere ethnische Gruppen angefeindet werden, finden sich leicht Nachahmer

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Abschreckende Wirkung von Whistleblowing

Wirtschaftswissenschaftler untersuchen Effekte auf Steueroasengeschäfte

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Leseproben aus dem Jahrbuch 2017

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

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Die Stabilität der Europäischen Währungsunion wankt. Fachleute diskutieren über neue Sanktionsregelungen oder über die Einrichtung eines Währungsfonds. Dabei sind nicht die bestehenden Regeln das Problem, sondern Versäumnisse in ihrer Anwendung.

Wie kann der Staat verhindern, dass internationale Konzerne ihre in Deutschland erwirtschafteten Gewinne am Fiskus vorbei ins Ausland schleusen?

Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Die Verstärkte Zusammenarbeit in Steuersachen

2018 Heber, Caroline

Rechtswissenschaften

Im Bereich der europäischen Steuergesetzgebung herrscht wegen des Einstimmigkeitserfordernisses seit Jahren Stillstand. In Bereichen, in denen der Erfolg des legislativen Vorhabens nicht von der Teilnahme aller Mitgliedstaaten abhängt, kann die Verstärkte Zusammenarbeit dazu beitragen, ein Scheitern zu verhindern. Die Verstärkte Zusammenarbeit erlaubt es einer Gruppe von mindestens neun Mitgliedstaaten, gemeinsam Recht zu erlassen. Da diese Form der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten dem Binnenmarkt aber nicht schaden darf, ist sie einer strengen Kontrolle zu unterziehen.

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Quantitative Rechtswissenschaft

2017 Coupette, Corinna; Fleckner, Andreas M.

Rechtswissenschaften

Quantitative Methoden gehören zum Standardrepertoire vieler Forscher – nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in den Sozialwissenschaften und den Geisteswissenschaften. Wenig untersucht ist dagegen, inwieweit quantitative Methoden auch in der Rechtswissenschaft neue Erkenntnisse versprechen. Ein Forschungsprojekt der Otto-Hahn-Gruppe zur Finanzmarktregulierung am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen widmet sich daher der quantitativen Rechtswissenschaft: der statistischen Auswertung zählbarer Daten zur Beantwortung juristischer Fragen.

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Das Geschäftsmodell von Steueroasen unter Druck: Die Rolle von Vertrauen und Koordination

2016 Konrad, Kai A.; Stolper, Tim B. M.

Rechtswissenschaften

Steueroasen locken Kapitalanleger mit dem Versprechen, keine Auskunft über erzielte Kapitalerträge zu geben und so Steuerhinterziehung zu erleichtern. Steueroasen durch politischen Druck zu einem Informationsaustausch zu bewegen, ist schwierig. Ihnen entstehen aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft erhebliche Einnahmen. Eine Studie am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen zeigt, wie ihr Geschäftsmodell auf dem Vertrauen zwischen einer Steueroase und ihren Anlegern sowie den Anlegern untereinander beruht und wie eine Störung des Vertrauens mehr Transparenz schaffen kann.

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Misserfolg motiviert unter gewissen Umständen

2015 Tan, Fangfang

Sozialwissenschaften

Motivieren ist eine Kunst und Informationen sind der Schlüssel dazu. Die richtige, an die Situation angepasste Motivationsstrategie zu finden, ist für die Politiker, Chefs, Eltern, Trainer und sonstigen Anführer dieser Welt entscheidend. In einem aktuellen Forschungspapier aus dem Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen zeigen Qiang Fu, Changxia Ke und Fangfang Tan: Im Wettbewerb profitiert der Nachzügler, wenn er um seinen Rückstand weiß. Der Favorit hingegen wird sich verschlechtern. Das gilt für den Einzelkämpfer, nicht aber für denjenigen, der für sein Team antritt.

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Ein Forschungsvorhaben am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen beleuchtet die doppelte Nichtbesteuerung und argumentiert, dass diese als neutraler, also weder positiver noch negativer Vorgang einzuordnen ist. Am Beispiel hybrider Rechtsformen wird gezeigt, dass bei einem grenzüberschreitenden Vorgang die doppelte Nichtbesteuerung als solche unerheblich sein sollte. Stattdessen sollte ermittelt werden, ob die natürlichen Unterschiede zwischen Steuersystemen missbraucht werden und wie diesem Missbrauch gegebenenfalls entgegengewirkt werden kann.

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