Mit drei Klicks zur Wissenschaft

11. Januar 2011

Max-Planck-Gesellschaft präsentiert sich mit neuem Internetauftritt

In neuem Gewand und mit einer komplett neu angelegten Nutzerführung präsentiert sich die Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft www.mpg.de mit Beginn des Jahres 2011. Der Zeitpunkt der Freischaltung fällt nicht zufällig auf den 11. Januar: An diesem Tag erinnert die Max-Planck-Gesellschaft mit einem Festakt in der Berliner Akademie der Künste an die Gründung ihrer Vorläuferorganisation, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, durch Wilhelm II. und damit auch an 100 Jahre exzellente Grundlagenforschung in Deutschland. Auf der neuen Webseite wird der Historie beider Forschungsorganisationen daher auch breiter Raum in Text und Bildern gewährt.

Unsere neue Podcast-Serie über die Nobelpreisträger der Max-Planck-Gesellschaft, hier: Paul Crutzen

Die Struktur der neuen Startseite erlaubt, die Berichterstattung auf ein auch optisch sehr präsentes Top-Thema zu fokussieren und mit zahlreichen Hintergrundinformationen zu versehen. Darüber hinaus startet die Max-Planck-Gesellschaft im Jubiläumsjahr eine Podcast-Serie über ihre 17 Nobelpreisträger. „Echt nobel – die Nobelpreisträger der Max-Planck-Gesellschaft“ wendet sich dabei vor allem an Schüler und Studenten. Den Auftakt machen die Nobelpreise an Manfred Eigen, Karl Ziegler und Paul Crutzen. Bis Ende des Jahres soll jeden Monat eine weitere Folge online gestellt werden.

Weg vom Häppchen-Journalismus

Das Informationsangebot wurde gegenüber der Vorgängerseite deutlich ausgebaut. Im Bereich "Forschung" findet der Nutzer nicht mehr nur Forschungsmeldungen, sondern auch längere Artikel, Porträts und Dossiers zu bestimmten Themen. Die im Oktober vorgestellten Forschungsperspektiven 2010+ der Max-Planck-Gesellschaft wurden in den neuen Auftritt integriert. »Wir wollen weg vom Häppchen-Journalismus und in Zukunft mehr Themenpakete schnüren, die es dem recherchierenden Journalisten, aber auch Oberstufenschülern, Lehrern und Studenten erleichtern, sich in einem Forschungsgebiet einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen zu verschaffen«, erklärt Christina Beck, Leiterin des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Informationsbeschaffung hat sich heute weitestgehend auf das Internet verlagert. Studenten und Schüler "googeln" nicht nur das aktuelle Kinoprogramm, sondern auch Sachinformationen für Hausarbeiten oder Referate. Dem wissenschaftlichen Laien erleichtern die fünf großen Themenfelder Astronomie&Physik, Biologie&Medizin, Material&Technik, Umwelt&Klima und Kultur&Gesellschaft den Einstieg in die Forschungsberichterstattung. Danach ist dann auch eine spezifischere Suche über Forschungsgebiete möglich.

Neben dem neuen Design und einer auch an die Bedarfe der Redaktion angepassten technischen Basis galt es, für die Nutzer einen schnellen und intuitiven Zugang zu dem umfangreichen Informationsangebot herzustellen: »Spätestens mit dem dritten Klick soll der Nutzer bei dem eigentlichen Beitrag angelangt sein«, sagt Beck. Die verschiedenen Zielgruppen – Journalisten, Wissenschaftler sowie Personen aus Politik und Wirtschaft – werden zielgerichtet über sogenannte Gateways zu den für sie relevanten Informationsseiten geleitet. Berücksichtigt wurden auch die gestiegenen Anforderungen an die Barrierefreiheit.

Im Internet steigen nicht nur die Nutzerzahlen, gestiegen sind auch die Ansprüche: Reine Textseiten locken niemanden mehr. »Wir werden unsere Artikel deshalb gerade auch mit Blick auf jüngere Nutzergruppen stärker mit Audio- und Filmclips verknüpfen«, sagt Beck. Zum Auftakt präsentiert die neue Seite gleich zwei neue Filmproduktionen, die komplexe Sachverhalte unter anderem mit Hilfe von Trickfiguren anschaulich und locker vermitteln. Ergänzend zu jedem Film gibt es eine 3D-Animation, die jene Vorgänge sichtbar macht, die sich sonst dem Blick des Betrachters entziehen.

Intuitiver Zugang und mehr Service für den Nutzer

Und auch serviceorientierter will die neue Webseite sein: So stellt der Bereich Karriere erstmals die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten in der Max-Planck-Gesellschaft vor und lässt Mitarbeiter im Interview zu Wort kommen. Er erläutert die unterschiedlichen Einstiegs- und Finanzierungsmöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler. Über eine interaktive Tabelle können diese ein Forschungsgebiet auswählen und finden dann passgenau zu der entsprechenden International Max Planck Research School. Mehr als 60 dieser Graduiertenschulen betreiben die Max-Planck-Institute inzwischen in Kooperation mit deutschen Universitäten.

Neu etabliert wurde der Bereich "Internationales". Als eine stark international ausgerichtete Forschungsorganisation hat die Max-Planck-Gesellschaft eine Vielzahl von Instrumenten entwickelt – von Fellowships über Partnergruppen bis hin zu Max Planck Center –, um die internationale Zusammenarbeit ihrer Institute zu fördern. Mit China, Indien und Israel wurden darüber hinaus zum Teil schon vor Jahrzehnten umfangreiche Kooperationen vereinbart. So ist die in den sechziger Jahren als Tochtergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft gegründete Minerva Stiftung heute das Flaggschiff der deutsch-israelischen Wissenschaftskooperationen.

Neben den Bereichen "Präsident" und "Wissenstransfer" sind auch die "Standpunkte" neu. Hier finden sich offizielle Stellungnahmen der Max-Planck-Gesellschaft sowie unter der Rubrik "Zur Sache" auch Beiträge von Max-Planck-Wissenschaftlern zu verschiedenen gesellschafts- und forschungspolitischen Themen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Themenportale zu kontrovers diskutierten Themen wie "Tierversuche in der Forschung". Themen wie Grüne Gentechnik oder Synthetische Biologie sollen im Laufe des Jahres folgen.

»www.mpg.de muss ein breites Nutzerspektrum bedienen«, erklärt Christina Beck, »es ist sozusagen ein Einstieg für jedermann, um sich einen Überblick über die Struktur unserer Forschungsorganisation zu verschaffen, ihre Ziele und Aufgaben und die Möglichkeiten, hier zu arbeiten. Außerdem soll die Seite es dem Nutzer erlauben, schnell und zielgerichtet zu den 80 Institutswebseiten zu navigieren. Und mit unserer Berichterstattung über die Max-Planck-Grundlagenforschung wollen wir vor allem die Faszination der Wissenschaft vermitteln.«

Die Informationsarchitektur wurde von der Firma Infopark, Berlin, das Webdesign von rubinmedia, Köln, entwickelt.

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