Jahrbuch 2013

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Cyber-Physical Systems sind Computersysteme, die mit der realen Welt interagieren, etwa fahrerlose Autos, Roboter, medizinische Geräte usw. Sie enthalten Soft- und Hardwarekomponenten, die über Sensoren physische Daten erfassen, verarbeiten und verteilen sowie das physische System über Aktoren beeinflussen. Sie ermöglichen nützliche Anwendungen, ihre Komplexität und die Sicherheitsanforderungen bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich. Dieser Beitrag beschreibt einige zentrale Probleme, die sich ergeben, wenn hochsichere Cyber-Physical Systems kosteneffizient entwickelt werden sollen. mehr
Durch seine hohe Empfindlichkeit lieferte das Weltraumteleskop Herschel einmalige Messergebnisse im Sonnensystem. Dadurch konnte erstmals das Verhältnis der Wasserstoffisotope D/H in einem Kometen der Jupiterfamilie bestimmt werden. Anders als erwartet entspricht dieser Wert dem auf unserer Erde, was den Schluss nahelegt, dass Kometen mögliche Lieferanten unseres irdischen Wassers sind. Ferner wurde ein großer Wassertorus, zentriert um Saturns E-Ring, entdeckt, der ein Medium zum Transport vulkanischen Wassers des Mondes Enceladus in die Atmosphären von Saturn und Titan darstellt. mehr
Konvektion ist der wichtigste Mechanismus für den Energietransport von der Basis der solaren Konvektionszone zur Sonnenoberfläche und verantwortlich für die Aufrechterhaltung der beobachteten globalen Strömungen der Sonne. Helioseismologie, die Nutzung solarer Oszillationen für die Untersuchung des Sonneninneren, wurde auf Beobachtungen des Helioseismic and Magnetic Imager an Bord des Solar Dynamics Observatory angewandt um die Stärke konvektiver Strömungen nach oben zu begrenzen. Die Resultate widersprechen den theoretischen Vorhersagen und erfordern, die Theorie der Konvektion zu überdenken. mehr
In sozialgerichtlichen Verfahren stehen häufig komplexe medizinische Fragen im Raum. Daher werden im Rahmen der Sachverhaltsaufklärung oft ärztliche Sachverständige beigezogen. Das Sozialgerichtsgesetz kennt neben der amtswegigen Gutachteneinholung die Besonderheit der Anhörung eines von der Klagepartei benannten Arztes. In einem Forschungsprojekt wurden bundesweit sozialgerichtliche Verfahren daraufhin untersucht, wie sich diese von der Klagepartei veranlassten Gutachten auswirken. Das Projekt ist zugleich ein Beitrag zur Verbindung von Rechtsdogmatik und Rechtstatsachenforschung. mehr
Ein Projekt am MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen untersucht die Besteuerung von Einkünften grenzüberschreitender Dienstleistungen mittels einer rechtspolitischen und -ökonomischen Analyse von Doppelbesteuerungsabkommen. Es gilt, einen Kompromiss zwischen den Interessen von entwickelten und Entwicklungsländern zu finden und die Besteuerung unterschiedlicher Dienstleistungen kohärenter zu gestalten. Ferner sollen bestehende Abkommen an die Realität angepasst werden, wonach die ökonomische Verbindung eines Dienstleisters mit einem Land nicht seine physische Präsenz voraussetzt. mehr
Die jüngsten Bemühungen der G20-Länder im Kampf gegen Steueroasen stehen im Fokus einer empirischen Analyse am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Sie untersucht den Verhandlungsprozess, den OECD-Länder mit Steueroasen führen, um sogenannte Doppelbesteuerungs- oder Informationsaustauschabkommen zu schließen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bereitschaft von Steueroasen, Abkommen mit Hochsteuerländern zu schließen, umso geringer ist, je größer ihre wirtschaftliche Macht ist. Die Zahl der Abkommen wächst, wenn wirtschaftlicher und politischer Druck ausgeübt wird. mehr
Neue Radiomarkierungsstrategien in Verbindung mit neuen Zielstrukturen treiben die Entwicklung von intelligenten radioaktiven Diagnostika voran. Diese Markierungen ermöglichen, gezielt pathophysiologische Prozesse im Körper auf molekularer Ebene mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zu erfassen. Cycloadditionsreaktionen sind erfolgreich für die Radiofluorierung eingesetzt worden. In einer Weiterentwicklung dieses Konzepts wurden Markierungsansätze erarbeitet, die dazu beitragen, das zugängliche Spektrum an maßgeschneiderten Sonden zu erweitern. mehr
Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht beschäftigt sich in einem interdisziplinären Verbundprojekt mit dem Sicherheitsempfinden der Bevölkerung. Erste Auswertungen einer Studie zeigen, dass sich die Befragten auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene um jeweils andere Bereiche Sorgen machen. Neben der subjektiv erlebten Sicherheit erfassen die Studien die statistisch-objektivierte wie auch die medial-diskursive Sicherheit und eröffnen damit neue Analysemöglichkeiten. mehr
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