Jahrbuch 2013

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Symbiosen sind allgegenwärtig und für das Überleben von Tieren und Pflanzen von größter Bedeutung. Eine Gruppe von Grabwespen, die Bienenwölfe, schließt einen erstaunlichen Verteidigungspakt mit Bakterien: Durch die Produktion eines Cocktails aus Antibiotika schützen die Symbionten den Wespen-Nachwuchs im unterirdischen Kokon gegen Schimmelpilze und Bakterien. Dafür bietet der Bienenwolf den Partnern in seinen Antennen freie Kost und Logis. Diese Symbiose ist bereits in der Kreidezeit entstanden und könnte eine Schlüsselanpassung für den evolutionären Erfolg der Bienenwölfe gewesen sein. mehr

Verteidigungsstrategien der Gemeinen Fichte bei Borkenkäferbefall

Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Schmidt, Axel; Hammerbacher, Almuth; Nagel, Raimund; Gershenzon, Jonathan
Der Befall der Gemeinen Fichte durch den Borkenkäfer und den mit ihm assoziierten Blaufäulepilz ist mit großen ökologischen und ökonomischen Schäden verbunden. Allerdings wird immer wieder festgestellt, dass einzelne Bäume gegenüber dem Schädling resistent sind, was wahrscheinlich an den Sekundärmetaboliten liegt, die als Abwehrreaktion auf den Befall im Baum eingelagert werden. Sowohl Terpene, die die Hauptbestandteile des Harzes bilden, als auch polyphenolische Verbindungen könnten in einem genau abgestimmten Wechselspiel für die Abwehr und letztendlich die Resistenz verantwortlich sein. mehr
Die empirische Forschung in den Sozialwissenschaften hat über Jahrzehnte gezeigt, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Menschen in erheblichem Maße vom wirtschaftlichen Erfolg seiner Eltern bestimmt wird. Ein Phänomen, das sich durch direkten Transfer (Schenkung und Erbe) allein nicht erklären lässt. Forscher am Max-Planck-Institut für Ökonomik untersuchen die intergenerationale Weitergabe von Präferenzstrukturen als eine weitere Erklärung für die Weitergabe von wirtschaftlichem Erfolg. mehr
Dass Städte als neuer Lebensraum von vielen Tieren erfolgreich besiedelt wurden, ist bekannt. Weniger wissen wir aber, welche ökologischen und evolutionären Folgen die Verstädterung von Tieren mit sich bringt. Studien am MPIO Radolfzell zeigen, dass das Stadtleben Verhalten und Physiologie der Tiere grundlegend beeinflusst und dass mikroevolutionäre Veränderungen eine Rolle spielen können. Aktuelle Studien, in denen neueste Radiotelemetrie- und Mikrologger-Technik verwendet wird, sollen den Einfluss künstlichen Stadtlichts auf die tages- und jahreszeitliche Organisation der Tiere aufdecken. mehr
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