Jahrbuch 2013

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Damit das zwei Meter lange DNA-Molekül in dem nur wenige tausendstel Millimeter großen Zellkern untergebracht werden kann, müssen lange Abschnitte sehr eng gepackt werden. Epigenetische Markierungen halten diese als Heterochromatin bezeichneten Abschnitte aufrecht. Die Forschungsgruppe um Thomas Jenuwein am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik beschäftigt sich mit den molekularen Mechanismen, die für die Bildung von Heterochromatin notwendig sind. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf der Histonmethylierung. mehr
Der Schwerpunkt des Teams um Asifa Akhtar liegt in der Erforschung der epigenetischen Mechanismen, die der geschlechtsspezifischen X-chromosomalen Genregulierung unterliegen. Als Modell dient die sog. Dosiskompensierung der Taufliege (Drosophila melanogaster) – ein Mechanismus, mit dem die Männchen das fehlende X-Chromosom ausgleichen. 2012 haben die Forscher wichtige Einblicke in die Beschaffenheit des für die Dosiskompensierung verantwortlichen Proteinkomplexes gewonnen und sie konnten nachweisen, auf welche Weise dieser Proteinkomplex im Zellkern die Dosiskompensierung beeinflusst. mehr
Neutrophile machen beim Menschen den Hauptteil der weißen Blutkörperchen aus. Diese Immunzellen haben viele Strategien, um Krankheitserreger zu bekämpfen. So können sie netzartige extrazelluläre Strukturen, genannt Neutrophil Extracellular Traps (NETze), auswerfen. NETze bestehen aus DNA, Histonen und spezifischen Proteinen. DNA und Histone sind jedoch auch für die Organisation der Erbinformation und damit für die geregelte Entwicklung eines Lebewesens zuständig. Die Abteilung Zelluläre Mikrobiologie erforscht diese enge Verknüpfung von Immunabwehr und Entwicklung. mehr

YAGO: Wissen im Web

Max-Planck-Institut für Informatik Suchanek, Fabian; Hoffart, Johannes; Weikum, Gerhard
YAGO ist eine große Wissenstruktur, die wir mit automatischen Mitteln mit Wissen aus Webseiten gefüllt haben. YAGO enthält rund 10 Millionen Entitäten und über 100 Millionen Fakten. Durch Techniken aus der Logik können wir die Kohärenz unserer Daten sicherstellen – YAGO hat eine Fehlerrate von nur 5%. YAGO ist online verfügbar und kann frei ausprobiert und heruntergeladen werden. YAGO wird bereits von einigen semantischen Anwendungen benutzt und könnte der Ausgangspunkt für eine neue Generation von Suchmaschinen werden. mehr
Selbst nach mehr als 25 Jahren HIV- und AIDS-Forschung gibt es noch keine zugelassene Therapie, die infizierte Patienten von dem Virus befreit. Forscher am Max-Planck-Institut für Informatik haben bioinformatische Methoden entwickelt, um besser vorherzusagen, welche Patienten von einer neuen Klasse von Medikamenten gegen HIV am meisten profitieren. Ferner studieren sie die Eigenschaften der menschlichen und viralen Proteine, die am viralen Zelleintritt beteiligt sind. Des Weiteren unterstützen sie neue Ansätze zum HIV-Impfstoffentwurf, indem sie bessere Antikörpertests vorschlagen. mehr
Auch arme Länder verfügen über ein großes Potenzial an Kreativität. Um kreative Leistungen aus diesen Ländern zu vermarkten, kommt es neben dem Urheberrecht auch auf das Kartellrecht an. Wie allerdings die kartellrechtliche Praxis in Bezug auf urheberrechtsrelevante Märkte aussieht, ist angesichts der Vielgestaltigkeit der Märkte weitgehend unbekannt. Eine Untersuchung dieser Praxis ergibt, dass sich Kartellrecht nicht nur zur Beschränkung wettbewerbswidriger Nutzung durch den Rechteinhaber, sondern auch als Element einer Politik der Bekämpfung von Urheberrechtspiraterie einsetzen lässt. mehr
Als Instrument der Marktregulierung muss sich das Patentsystem in die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einfügen, innerhalb derer es seine Wirkung entfalten soll. Ähnlich wie bereits im Urheberrecht (siehe „Declaration on a Balanced Interpretation of the Three-Step Test in Copyright Law“) hat sich das Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht im Rahmen einer Erklärung zur Auslegung des internationalen Patentrechts den normativen Gestaltungsspielräumen gewidmet, die nationalen Gesetzgebern in dieser Hinsicht zur Verfügung stehen. mehr
Unter dem Motto „Connecting Science and Business“ versteht sich die Max-Planck-Innovation als Partner für Wissenschaftler ebenso wie für Unternehmen. Mit unserem Team beraten und unterstützen wir die Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) bei der Bewertung von Erfindungen, der Anmeldung von Patenten sowie bei der Gründung von Unternehmen. Der Industrie bieten wir einen zentralen Zugang zu den Erfindungen der MPG. Damit erfüllen wir eine wichtige Aufgabe: Den Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in wirtschaftlich und gesellschaftlich nützliche Produkte. mehr
Metallische Nanostrukturen zeigen plasmonische Resonanzen, die mit einer räumlich extrem kleinen Lichtmode auf der Subwellenlängenskala einhergehen. Im Fall einer einzigen Metallnanostruktur kann das Lichtfeld auf nur wenige Hundert nm³ konzentriert sein. Wir nutzen diesen plasmonischen Fokussiereffekt, um Wasserstoff auf der Einzelpartikel-Skala zu detektieren. Im Gegensatz zu Plasmonensensoren, die Ensembles von Nanopartikeln nutzen, verhindert dies inhomogene Verbreiterung und statistische Effekte. In Zukunft lassen sich so ultimativ katalytische Einzelprozesse in Nanoreaktoren beobachten. mehr
Unsere Forschung beschäftigt sich damit, den Prozess der visuellen Perzeption mathematisch zu formulieren. Wir möchten beschreiben, wie intelligente Systeme Bilder verstehen. Dafür entwickeln wir statistische Modelle und Lernverfahren. Wir suchen nach Möglichkeiten, Vorwissen zu repräsentieren und lassen weitere Zusammenhänge aus Bildern selbstständig erlernen. Uns interessiert es, physikalische Faktoren, wie Beleuchtung, Geometrie und Materialien, automatisch in Bildern zu erkennen. Zudem sollen Objekte und Personen in Bildern erkannt und benannt werden, die Bildszene soll verstanden werden.  mehr
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