Jahrbuch 2013

Filterung nach Instituten

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Werkstoffe unterschiedlicher Natur sind im Alltag extremen mechanischen Belastungen ausgesetzt, die letztendlich ihre Lebensdauer bestimmen. Wie lange kann man Werkstoffe wiederkehrenden Belastungen aussetzen? Verhalten sich miniaturisierte Werkstoffe genauso wie makroskopische Werkstoffe? Gibt es neue mechanische Effekte bei Materialgrößen im Nanometerbereich? Antworten auf diese grundlegenden Fragen zu bekommen und zur Entwicklung robusterer Werkstoffe zu nutzen ist das Ziel der Forschung der neuen Arbeitsgruppe Nano- und Mikromechanik am MPI für Eisenforschung. mehr

Eine neue Klasse aktiver und hochstabiler Brennstoffzellenkatalysatoren

Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH Meier, Josef C.; Galeano, Carolina; Mezzavilla, Stefano; Baldizzone, Claudio; Schüth, Ferdi; Mayrhofer, Karl J. J.
Warum werden unsere Autos heute noch immer nicht serienmäßig von Brennstoffzellen angetrieben? – Einer der wichtigsten Gründe dafür besteht in dem Verschleiß der essentiellen Katalysatoren während des Brennstoffzellenbetriebs, was zu einer Abnahme der Aktivität bzw. einem kompletten Leistungsverlust führt. Forscher aus zwei Max-Planck-Instituten haben sich dieses Problems angenommen und in Kooperation gezielt neue nanostrukturierte Materialien entwickelt und analysiert; ein erster Durchbruch gelang nun mit einem Hochleistungselektrokatalysator mit hervorragenden Stabilitätseigenschaften. mehr
Die Versorgung mit Energie ist derzeit ein weltweites Thema. Die traditionellen Strukturen verändern sich rasant, da es tiefe Umbrüche in der Rohstoffversorgung gibt, weil die Folgen des Klimawandels zum Handeln auffordern und weil politische und wirtschaftliche Erwägungen zur energetischen Selbstversorgung führen sollen. Eine Ursache der starken öffentlichen und politischen Wahrnehmung dieser Prozesse ist die überragende Bedeutung der Energieversorgung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität eines Landes. mehr
In eukaryotischen Zellen befindet sich die DNA im Zellkern, wo auch die RNA-Transkription erfolgt, während die Protein-Biosynthese im Zytoplasma stattfindet. Zellkern und Zytoplasma sind durch Kernporen miteinander verbunden und der Transport von Makromolekülen wird durch spezielle Transport-Proteine, die Karyopherine, vermittelt. Die meisten Karyopherine befördern ihre Fracht (Kargos) nur in eine Richtung: in den Zellkern (Importine) oder heraus (Exportine). Importin 13 aber ist ein besonderes Karyopherin, das Kargo im- als auch exportieren kann; es agiert als bidirektionaler Transporter. mehr
MicroRNAs sind im Genom kodierte, rund 22 Nukleotide lange RNAs, die die Genexpression post-transkriptional reduzieren, indem sie an die untranslatierten 3′-Regionen von Boten-RNAs (mRNAs) binden und diese meist auch eliminieren. Obwohl viel über ihre Biogenese und biologischen Funktionen berichtet wurde, sind die Mechanismen, mit denen miRNAs die Genexpression deaktivieren, nicht vollständig erforscht. Unser langfristiges Ziel ist es, molekularbiologisch zu verstehen, wie miRNAs gezielt Hunderte von mRNA-Sequenzen in Tierzellen auf spezifische Weise unterdrücken können. mehr
Patienten mit Schädigungen der primären Sehrinde empfinden sich selbst als blind, sind aber in manchen Fällen dennoch in der Lage, auf visuelle Reize zu reagieren - ohne erklären zu können, warum. Die neuronalen Grundlagen dieses „Blindsehens“, insbesondere inwieweit der Kortex involviert ist, sind noch weitgehend unverstanden. Ein neues Tiermodell und moderne elektrophysiologische Methoden erlauben jetzt ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden neuronalen Aktivität und gewähren Einblicke in ein Phänomen, das unser alltägliches Verständnis davon, was Sehen bedeutet, in Frage stellt. mehr
Abhängig von sozialen und politischen Bedingungen innerhalb einer Gesellschaft dienen Sprachen und bestimmte Sprachgebräuche und -stile der sozialen Inklusion und Exklusion. Sie können gemeinsame Identität stiften, Grenzen zwischen Gruppen schaffen und abbauen. Das Verhältnis von Sprache und Identität in postkolonialen Gesellschaften wird bis heute auch von den politischen Herrschaftsstrukturen der einstigen Kolonialmächte geprägt, die sich auch mit Blick auf Sprachideologien voneinander unterschieden. mehr
Hybride faszinieren Biologen schon lange Zeit. Die mögliche Rolle, die solche Mischlinge für evolutionäre Prozesse spielen, wird zunehmend als wichtig eingeschätzt. So wie Kreuzungen in der Tier- und Pflanzenzüchtung zur Zucht neuer Varianten dienen, können natürliche Hybride Neuheiten besitzen, die ihnen entscheidende Vorteile in evolutionären Prozessen geben. Durch die Kombination von Kreuzungsexperimenten und der Suche von neuen Merkmalen erforschen Wissenschaftler/innen am Institut, ob neue Merkmale in Hybriden eine Rolle für die Anpassung an neue Lebensräume spielen. mehr
Zur Redakteursansicht