Jahrbuch 2013

Filterung nach Instituten

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Der Sehsinn ist für viele Tiere und den Menschen der wichtigste Sinn. Ein Schlüsselprotein ist der Sehfarbstoff Rhodopsin; es absorbiert Licht, das auf die Sehzellen der Netzhaut fällt. Über die supramolekulare Organisation von Rhodopsin gibt es seit vielen Jahren eine kontroverse Diskussion. Diese Kontroverse konnten wir mithilfe der Elektronentomografie klären. Viele Krankheiten, die Blindheit verursachen, sind auf Mutationen im Rhodopsin-Gen und eine Degeneration der Netzhaut zurückzuführen. Vielleicht können unsere Erkenntnisse zur Aufklärung einiger Ursachen für Blindheit beitragen. mehr
Im letzten Jahrzehnt hat sich die magnetische Resonanzspektroskopie von Festkörpern (Festkörper-NMR) zu einer wichtigen Methode in der Strukturbiologie entwickelt, da man mit ihr strukturelle Informationen über Systeme erlangen kann, die entweder unlöslich sind oder sich nur schwer kristallisieren lassen. So können beispielsweise funktionale filamentartige Proteinanordnungen untersucht werden, wie die Nadel des bakteriellen Typ-III-Sekretionssystems – aufgebaut aus Hunderten von Kopien eines einzelnen kleinen Proteins. mehr
Das katalytische Zentrum der Ribosomen besteht aus Ribonukleinsäure (RNA). Die Katalyse erfolgt überwiegend durch Orientierung der Substrate. Das Zentrum ist sehr flexibel: Neben der Verknüpfung von Aminosäuren zu Proteinen katalysiert es die hydrolytische Freisetzung der fertigen Proteine und akzeptiert auch unnatürliche Aminosäuren. Dies wird ausgenutzt für die gezielte Herstellung von Proteinen mit besonderen Eigenschaften. Die Peptidverknüpfung erfolgt üblicherweise spontan. Nur für die Verknüpfung von mehreren Prolinresten wird ein spezieller Translationsfaktor benötigt. mehr
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz untersuchten mithilfe neuartiger mikroanalytischer Methoden die riesigen – bis zu 2,70 m langen – Schwammnadeln des Tiefseeschwammes Monorhaphis chuni. Sie konnten zeigen, dass diese biogenen Silikatstrukturen ein Lebensalter bis zu 13.000 Jahren haben können. Diese Schwammnadeln ermöglichen es somit, vergangene ozeanische und klimatische Veränderungen zu erforschen. mehr
Berechnungen mit einem globalen Erdchemie-Modell zeigen, dass 80 % der Weltbevölkerung Feinstaubkonzentrationen oberhalb des Richtwerts der Weltgesundheitsorganisation (10 µg/m3) und 35 % mehr als 25 µg/m3 (EU-Richtlinie) ausgesetzt sind. Die Luftverschmutzung durch Gase und Partikel ist derzeit für den vorzeitigen Tod von 3,4 Millionen Menschen pro Jahr verantwortlich. Für die kommenden Jahrzehnte wird in Süd- und Ostasien sowie im Nahen Osten eine besonders schnelle Zunahme der Luftverschmutzung und ihrer Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit erwartet. mehr
Zur Redakteursansicht