Jahrbuch 2013

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In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Beijing Tsinghua Tongheng Urban Planning & Design Institute THUPDI (Tsinghua University Beijing) und der Bibliotheca Hertziana (MPI für Kunstgeschichte, Rom) werden die Westlichen Bauten im Alten Sommerpalast Yuanmingyuan in Beijing untersucht. Die zentrale Frage ist, wie westliche Bauformen mit chinesischen Architekturauffassungen interagierten, wie die Paläste von den chinesischen Bauleuten unter Adaption vorhandener und importierter Konstruktionsweisen realisiert wurden und wie dieser interkulturelle Aspekt rezipiert wurde. mehr
Forscherinnen und Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen kulturell, politisch und sozial bedingte Gefühlsbildungen des Musik-Erlebens in unterschiedlichen historischen Kontexten. Die kulturwissenschaftliche Emotionsforschung betrachtet Musik als ein komplexes Phänomen: Nicht nur Mensch und Klang, sondern auch Räume und Artefakte, Körper und Wissen, Geschmack und Gemeinschaften konstituieren das Verhältnis von Musik und Gefühlen. mehr

Die Entwicklung des episodischen Gedächtnisses: Einsichten aus der Lebensspannenpsychologie

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Brod, Garvin; Shing, Yee Lee; Fandakova, Yana; Werkle-Bergner, Markus; Lindenberger, Ulman
Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen vergleichend das episodische Gedächtnis von Kindern und Erwachsenen verschiedener Altersgruppen und betrachten es somit aus einer Lebensspannenperspektive. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Kinder und ältere Erwachsene trotz ähnlicher Leistungen in den diesen Leistungen zugrunde liegenden Mechanismen deutlich voneinander unterscheiden. Mit einem Zwei-Komponenten-Modell der Entwicklung des episodischen Gedächtnisses werden diese Unterschiede erfasst. mehr
Proteine übernehmen vielfältige essenzielle Aufgaben in allen Zellen. Doch um ihre biologische Funktion ausüben zu können, müssen sich die kettenartigen Moleküle erst zu komplexen, dreidimensionalen Strukturen falten. Dieser Prozess wird durch verschiedene molekulare Chaperone, die Anstandsdamen der Zelle, vermittelt. Sie verhindern die fehlerhafte Verklumpung von Proteinen, die zu Alzheimerdemenz oder Morbus Parkinson führen kann. Unsere Forschungsarbeiten leisten einen Beitrag zum besseren Verständnis der Rolle der Chaperone bei Proteinfaltung und neurodegenerativen Faltungskrankheiten. mehr
Fliegende Insekten stehen vor der Herausforderung, ihren Körper in die Luft zu befördern. Um genügend Auftrieb zu erzeugen, müssen ihre Flügel bis zu 1000 Mal pro Sekunde schlagen. Diese schnellen Oszillationen werden von Flugmuskeln angetrieben, deren kontraktiler Apparat einen besonderen fibrillären Aufbau besitzt, der sich von den anderen Muskeln unterscheidet. Die Forscher haben in Taufliegen (Drosophila) ein Schaltergen, spalt, identifiziert, das die Ausbildung der fibrillären Flugmuskeln steuert. Spalt Mutanten sind fluglos: Deren Flugmuskeln haben ihre besondere Struktur verloren. mehr
Die Erde arbeitet wie ein Kraftwerk, das aus Solarstrahlung andere Formen von Energie erzeugt. Diese Energie erhält die Winde in der Atmosphäre, die Strömungen im Ozean, und die globalen biogeochemischen Kreisläufe wie z. B. den Wasserkreislauf. Die Thermodynamik beschreibt dabei die Grenzen der Energieerzeugungsraten und setzt die natürlichen Grenzen für die mögliche Nutzung als erneuerbare Energie. Globale Abschätzungen zeigen, dass mit Ausnahme von Sonnen- und Windenergie die natürlichen Erzeugungsraten gering sind und sich in der Größenordnung des Energieverbrauchs der Menschheit bewegen. mehr
Die Auswanderung von Leukozyten aus dem Gefäßsystem in entzündetes Gewebe ist Teil des angeborenen Immunsystems und verläuft kaskadenförmig. Der erste Kontakt zwischen Leukozyten und Endothelzellen der Gefäßwand wird durch Selektine vermittelt, gefolgt vom „Rollen“ und dem Integrin-vermittelten „Arrest“. Rollende Leukozyten sammeln verschiedene proinflammatorische Signale, die die Adhäsion und Transmigration von Leukozyten induzieren. Verschiedene Signalwege führen zur Integrin-Aktivierung, wobei auch Mechanismen existieren, die eine Inaktivierung von Integrinen bewirken. mehr

Vererbungsprozesse mitochondrialer Krankheiten aufdecken

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns Freyer, Christoph; Cree, Lynsey M.; Mourier, Arnaud; Stewart, James B.; Koolmeister, Camilla; Milenkovic, Dusanka; Wai, Timothy; Hagström, Erik; Chatzidaki, Emmanouella E.; Wiesner, Rudolph; Samuels, David C.; Larsson, Nils-Göran; Chinnery, Patrick F.
Wenn Mitochondrien nicht richtig funktionieren, kann das für die betreffende Person Stoffwechselstörungen bedeuten, da Mutationen der mitochondrialen DNA (mtDNA) Muskelschwäche, neurodegenerative Erkrankungen, Herzprobleme und Diabetes verursachen können. Zudem werden Mitochondrien mit dem Alterungsprozess in Verbindung gebracht. In der hier vorgestellten Studie zeigen Wissenschaftler der Abteilung Mitochondriale Biologie, dass innerfamiliäre Unterschiede im Mutationsgrad mitochondrialer Gene sogar schon weitgehend vor der Geburt der Mutter selbst bestimmt werden. mehr
Lebensformen entwickeln sich durch sukzessive Lebensphasen. Gene und Umwelt bestimmen ihre Lebensdauer. Über die molekularen Mechanismen, die die Regulation der Lebensphasen mit der Kontrolle über die Lebensdauer verbinden, war bislang wenig bekannt. Am Beispiel des Rundwurms Caenorhabditis elegans konnte nun gezeigt werden, dass die Lebensspanne von Vielzellern über Elemente einer „Entwicklungsuhr“ an die Keimdrüsen gekoppelt ist. Dabei bewirkt ein Signal aus dem Fortpflanzungssystem, dass der gleiche molekulare Schalter zum Einsatz kommt wie bei der zeitlichen Steuerung der Larvenstadien. mehr
Isoprenoide sind in allen Lebewesen an lebenswichtigen Prozessen beteiligt. Ihre Biosynthese verläuft über zwei C5-Grundbausteine, die je nach Organismus über den Mevalonat- oder den Desoxyxylulose (DOXP)-Stoffwechselweg hergestellt werden. Der DOXP-Weg wird von einer Reihe von humanpathogenen Erregern, aber nicht vom Menschen verwendet und stellt somit ein attraktives Angriffsziel für anti-infektiöse Wirkstoffe dar, zum Beispiel gegen Malaria und Tuberkulose. mehr
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