Jahrbuch 2013

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Deutsche Kunsthistoriker, die zur Emigration gezwungen waren, haben ihre Forschungen losgelöst von der ursprünglichen, die Denkweise stark beeinflussenden Sprach- und Gelehrtentradition in neuem Umfeld und anderer Sprache fortgesetzt. Dabei hat sich ihre wissenschaftliche Sprache transformiert. Ein Forschungsprojekt an der Bibliotheca Hertziana untersucht, wie sich der Ansatz Aby Warburgs in den Schriften seiner Nachfolger verändert hat und welche Konsequenzen die Sprache und ihre jeweilige kulturelle Forschungstradition für das Studium der bildenden Kunst haben. mehr
Lesen ist eine Voraussetzung, um sich in unserer modernen, informationsbasierten Gesellschaft orientieren zu können. Das Lesenlernen ist jedoch ein langjähriger Prozess, den nicht jeder mit Leichtigkeit meistert, wie die PISA-Studien zeigen. Und wer unter funktionalem Analphabetismus leidet, ist von so manchem Lebens- und Arbeitsbereich ausgeschlossen. Die Forschungsgruppe „REaD“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht Struktur und Entwicklung des Schriftspracherwerbs im Kindes- und Jugendalter. Ziel ist, langfristige Lösungen für Lesedefizite zu erarbeiten. mehr
Unsere soziale Umwelt und die damit einhergehenden Probleme können äußerst komplex sein. Doch was bedeutet das für unser Entscheidungsverhalten? Brauchen wir für komplexe Probleme auch anspruchsvolle kognitive Entscheidungsstrategien? Wissenschaftler des Forschungsbereichs „Adaptive Rationalität“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung zeigen, dass auch in sozialen Umwelten einfache Faustregeln sowie die Beschränkung auf wenige gute Informationen bei der Entscheidungsfindung von Vorteil sein können. mehr
Wenn Chromosomen während der Zellteilung fehlerhaft vererbt werden, bringt das die Zellen aus dem Gleichgewicht. Die neuen Zellen sind aneuploid, sie beinhalten eine andere Anzahl an Chromosomen als üblich. Aneuploidie ist für die meisten Zellen schädlich und charakteristisch für pathologische Erscheinungen wie etwa dem Down Syndrom oder Krebs. Forscher untersuchen derzeit, warum Aneuploidie eigentlich so schädlich ist. Vermutlich spielt dabei ein Ungleichgewicht von Proteinen eine entscheidende Rolle. Dennoch bleiben wichtige Fragen zur Aneuploidie weiterhin unbeantwortet. mehr
Die Eigenschaften der Lebewesen definieren, wie sie mit ihrer Umwelt interagieren und bilden somit eine wesentliche Grundlage für die ökologische Forschung. Am Max-Planck-Institut für Biogeochemie werden in der TRY-Initiative weltweit erhobene Daten zu Pflanzeneigenschaften in einer globalen Datenbank zusammengefasst, konsolidiert und für die Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Die verbesserte Verfügbarkeit dieser Daten unterstützt einen Paradigmenwechsel von art- zu merkmalsbasierter Ökologie und erweitert die Erdsystemforschung um Aspekte der Biodiversität. mehr

Beeinflussen klimatische Extremereignisse den globalen Kohlenstoffkreislauf?

Max-Planck-Institut für Biogeochemie Mahecha, Miguel D.1; Zscheischler, Jakob1,2; Frank, Dorothea1; Reichstein, Markus1
Die Auswirkungen von Klimaextremen auf den Kohlenstoffkreislauf von Landökosystemen sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Es zeichnet sich jedoch ab, dass klimatische Extremereignisse oft eine überproportionale Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) zur Folge haben. Am Max-Planck-Institut für Biogeochemie wird in aktuellen Forschungsprojekten der Abteilung „Biogeochemische Integration“ abgeschätzt, wie relevant dieses Phänomen auf globaler Skala ist.   mehr
Über ein verzweigtes Netzwerk kleiner Röhren pumpt unser Herz Blut bis in die entlegensten Bereiche unseres Körpers. Dies ist wichtig, damit alle Organe mit genügend Sauerstoff versorgt werden. Doch wie stellt das Blutgefäßsystem eine optimale Vernetzung dieser Röhren sicher? Ergebnisse von Forschern des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin zeigen, dass Unterschiede im Blutfluss entscheidend die Neubildung oder das Absterben von Blutgefäßen steuern. Diese Entdeckungen könnten Aufschluss darüber geben, warum es bei einigen Erkrankungen zur Unterversorgung des Gewebes mit Blut kommt. mehr
Planarien sind wahre Meister der Regeneration: sie können jedes Körperteil nach Amputation neu bilden, eine Fähigkeit, die auf ein großes Stammzellvorkommen zurückzuführen ist. Wissenschaftler haben nun ein Analyseverfahren etabliert, mit dem sie die Zusammensetzung dieser Plattwurm-Stammzellen und die Lebensdauer ihrer Proteine genauer unter die Lupe nehmen können. In darauffolgenden Experimenten wurde bereits ein Protein entdeckt, welches essenziell für den Erhalt des Stammzellpools in Planarien ist. Ein verwandtes Protein könnte auch in den pluripotenten Stammzellen von Säugern aktiv sein. mehr

Die Gene einer Mutter können das Altern ihres Kindes beschleunigen

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns Ross, Jaime M.; Stewart, James B.; Hagström, Erik; Brené, Stefan; Mourier, Arnaud; Coppotelli, Giuseppe; Freyer, Christoph; Lagouge, Marie; Hoffer, Barry J.; Olson, Lars; Winnen, Brit; Larsson, Nils-Göran
Der Alterungsprozess wird durch verschiedene Arten von Zellschäden bestimmt, die die Funktion von Organen beeinträchtigen. Von besonderer Bedeutung für das Altern scheint derjenige Schaden zu sein, der in den „Kraftwerken der Zelle“ auftritt – in den Mitochondrien. Mutationen in der mitochondrialen DNA führen allmählich zu einer Beeinträchtigung der zellulären Energieerzeugung. Der Alterungsprozess beruht nicht nur auf der Ansammlung mitochondrialer DNA-Schäden, die während der Lebenszeit eines Menschen entstehen. Auch die von der Mutter vererbte mitochondriale DNA spielt eine wichtige Rolle. mehr

Hormon-Rezeptoren gegen das Altern

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns Heestand, Bree N.; Shen, Yidong; Liu, Wei; Magner, Daniel B.; Storm, Nadia; Meharg, Caroline; Habermann, Bianca; Wollam, Joshua; Hoppe, Caroline; Li, Dongling; Latza, Christian; Rottiers, Veerle; Hutter, Harald; Winnen, Brit; Antebi, Adam
Weniger Kalorien durch die Nahrung aufzunehmen verlängert die Lebenserwartung vieler Arten. Doch warum eine Diät beispielsweise Fruchtfliegen und Fadenwürmer länger leben lässt, war bislang weitestgehend unbekannt. Forscher des Instituts haben entdeckt, dass bei Fadenwürmern kernständige Rezeptorproteine für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Lebenserwartung verantwortlich sind. Möglicherweise regulieren verwandte Rezeptoren auch die Lebenserwartung beim Menschen. mehr
Die Abteilung ermittelt den molekularen Aufbau und die Funktion von Membranproteinen und Proteinkomplexen. Verwendet werden elektronenmikroskopische, röntgenkristallographische, biochemische und biophysikalische Methoden. Die Abteilung besteht aus der Arbeitsgruppe des Direktors Werner Kühlbrandt und den Projektgruppen von Janet Vonck und Özkan Yildiz. Hinzu kommen die selbstständigen Forschungsgruppen von Thomas Meier und Daniel Rhinow sowie die Gruppe von Christine Ziegler, die einem Ruf an die Universität Regensburg folgte. Im Folgenden werden aktuelle Ergebnisse der Abteilung vorgestellt. mehr
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