Lead Discovery Center und AstraZeneca bilden Allianz zur Wirkstoffforschung

Kooperation zur Erforschung von Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf

25. Januar 2013

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und der forschende Arzneimittelhersteller AstraZeneca werden zukünftig kooperieren, um neue Therapieoptionen für Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf zu erforschen. Im Rahmen der zweijährigen Zusammenarbeit wird AstraZeneca dem LDC rund 250.000 Substanzen aus AstraZenecas Molekülbibliothek zum Screening für Projekte in den Forschungsbereichen Onkologie, Neurowissenschaft, Atemwegs-, Entzündungs-, Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- und Infektionskrankheiten zur Verfügung stellen.

Das Lead Discovery Center wird aus der gemeinsamen Molekülbibliothek für ein Portfolio von innovativen Zielmolekülen, sogenannten Targets, pharmakologisch aktive Substanzen identifizieren. Projektideen für vielversprechende Targets werden gemeinsam mit den verschiedenen akademischen Partnerinstitutionen des Lead Discovery Center, einschließlich Mitgliedern der Max-Planck-Gesellschaft, Deutschlands führender Organisation im Bereich der Grundlagenforschung, ausgewählt.

Ein gemeinsamer Lenkungsausschuss von AstraZeneca und dem Lead Discovery Center wird die Zusammenarbeit steuern und die Ergebnisse bewerten. Die aussichtsreichsten Substanzen werden am Lead Discovery Center durch pharmazeutische und medizinalchemische Optimierung zu Leitstrukturen mit Wirksamkeitsnachweis in Tiermodellen weiter erforscht. AstraZeneca erhält ein Vorzugsrecht für den Erwerb einer Lizenz zur weiteren vorklinischen und klinischen Entwicklung sowie zur Vermarktung. Die Bedingungen werden individuell ausgehandelt, um einen fairen Ausgleich von Investitionen, Risiken und potenziellen Gewinnen unter den Partnern zu gewährleisten.

„Die Zusammenarbeit mit dem LDC ist Teil einer langfristigen Strategie zum Aufbau enger Beziehungen zu führenden akademischen Zentren für Wirkstoffforschung, um die Entwicklung von hochwertigen Leitstruktur-Serien für wichtige und innovative Arzneimittel-Targets zu fördern. Wir sind überzeugt, dass uns die Bündelung von Kompetenzen aus Wissenschaft und pharmazeutischer Industrie im Rahmen einer vorwettbewerblichen Kooperation erheblich dabei helfen wird, neuartige Arzneimittel zu entdecken,“ sagte Steve Rees, Vice President Screening Sciences bei AstraZeneca.

Bert Klebl, CEO des Lead Discovery Centers fügte hinzu: „Als Mitglied unseres Industriebeirats haben wir seit langem gute Beziehungen und ein partnerschaftliches Verhältnis mit AstraZeneca. Der Zugang zu AstraZenecas Sammlung hochwertiger Screening-Substanzen wird uns nun ermöglichen die Erfolgschancen unserer frühen Wirkstoffforschungs-Projekte noch weiter zu erhöhen. Mit dieser Vereinbarung ist unsere Partnerschaft in eine neue Phase eingetreten, in der wir die Umsetzung von akademischen Erkenntnissen in die Entwicklung neuer Medikamente durch den Einsatz gemeinsamer Ressourcen, Fachkenntnisse und Fähigkeiten beschleunigen werden.“

MB/HR

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