Forschungsfragen sind Zukunftsfragen

Die Max-Planck-Gesellschaft hat ihre Forschungsperspektiven für die kommenden Jahre definiert

18. Oktober 2010

Auf einer Pressekonferenz in Berlin hat der neue Generalsekretär der Max-Planck-Gesellschaft Ludwig Kronthaler die Forschungsperspektiven 2010+ an Ministerialrat Thomas Roth aus dem Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) überreicht. Die Max-Planck-Direktoren Linda Partridge (MPI für Biologie des Alterns, Köln), Jens Beckert (MPI für Gesellschaftsforschung, Köln) und Robert Schlögl (Fritz- Haber-Institut der MPG, Berlin) stellten drei Forschungsbereiche von besonderer gesellschaftlicher Relevanz vor - die Alterns-, Wirtschafts- und die Energieforschung.

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Forschungsperspektiven 2010+ der Max-Planck-Gesellschaft

Die Forschungsperspektiven 2010+ zeigen, welche Gebiete die Max-Planck-Gesellschaft als besonders zukunftsträchtig einschätzt: "Wir haben die Aufgabe, an den Grenzen des Wissens zu forschen. Daher beobachten wir immer besonders aufmerksam, wo sich Forschungsbereiche dynamisch entwickeln und neue wissenschaftliche Herausforderungen mit sich bringen", erklärt Präsident Peter Gruss. "Wir identifizieren Felder, die als besonders aussichtsreich gelten, wo rasante Umbrüche und Paradigmenwechsel zu erwarten sind - schlicht wo der maßgeblich größte wissenschaftliche Ertrag zu vermuten ist."

Die Forschungsperspektiven sind mit mehr als 120 Max-Planck-Direktoren als Co-Autoren eine wissenschaftsbasierte Gemeinschaftsproduktion. Insgesamt haben die Perspektivenkommissionen der einzelnen Sektionen 36 Themen identifiziert, zu denen von den Wissenschaftlern umfangreiche Langtexte verfasst wurden. Auf einer eigens dafür angelegten Webseite http://perspectives.mpg.de sind diese englischen Texte nun als PDF-Dokumente und als informative Kurzfassungen abgelegt. Darüber hinaus kann über die E-Mail-Adresse presse@gv.mpg.de eine Broschüre auf Deutsch oder Englisch bestellt werden.

"Die Verlängerung des Paktes für Forschung und Innovation auf weitere fünf Jahre ist die Voraussetzung dafür, dass die vorgestellten Ideen und Visionen umgesetzt werden können", sagt Peter Gruss. "Damit hat die Regierung eine europaweit Richtung weisende Entscheidung getroffen und die richtigen Prioritäten für die Zukunft unseres Landes gesetzt."

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