Institut

Max-Planck-Institut für Ornithologie

Max­Planck­Forschung

Jahrgang 2016

MaxPlanckForschung Heft 3/2016

Schlummern zwischen Himmel und Erde
Beim Autofahren kann schon ein kurzer Anfall von Schläfrigkeit fatale Folgen haben. Fregattvögel schlummern dagegen problemlos in der Luft, ohne abzustürzen. Während ihrer tagelangen Flüge über dem offenen Ozean kommen sie insgesamt aber mit extrem wenig Schlaf aus. Ein Team um Niels Rattenborg vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen hat erstmals nachgewiesen, dass Vögel im Schlafmodus fliegen können.

MaxPlanckForschung Heft 2/2016

Post vom Amazonas, Brasilien

MaxPlanckForschung Heft 2/2016

Der Meistersinger
Vom tropischen Regenwald bis zum Dschungel der Großstadt – Vögel haben viele Lebensräume auf dieser Erde erobert. Und fast überall singen sie. Wie sie dabei miteinander kommunizieren, erforscht Henrik Brumm am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen. Ein außergewöhnlich begabter Sänger hat es ihm dabei besonders angetan.

MaxPlanckForschung Heft 1/2016

Ohne Worte
Der Mensch braucht Gesten, um sprechen zu lernen. Gesten helfen, Gesagtes zu betonen und zu strukturieren. Simone Pika vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen möchte wissen, ob Gesten in der Evolution ein Vorläufer der menschlichen Sprache waren. Die Forscherin untersucht dafür die Kommunikation von Menschenaffen, Rabenvögeln – und Babys.
Jahrgang 2013

MaxPlanckForschung Heft 2/2013

Auf Darwins Spuren
Galapagos – nicht nur für Biologen hat dieses Wort einen magischen Klang. Auf der fast 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors gelegenen Inselgruppe konnte sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Als Charles Darwin 1835 auf das Archipel kam, waren es neben den Finken vor allem die an die ökologischen Bedingungen der jeweiligen Insel angepassten Unterarten der Riesenschildkröten, die ihn zu seinen Überlegungen zum Ursprung der Arten anregten. Doch schon damals waren mehrere Unterarten ausgestorben, denn ihre Fähigkeit, sehr lange ohne Futter und Wasser auszukommen, machte die Schildkröten zum perfekten Proviant für Seefahrer. Heute leben noch zehn Unterarten auf sechs der Inseln. Bedroht sind sie vor allem durch eingeschleppte Arten wie Ratten und Ziegen und die Einengung ihres Lebensraums durch den Menschen. Die behäbigen, bis zu 300 Kilogramm schweren Tiere ernähren sich von Sträuchern, Laub und Gräsern – je nach der Art der Vegetation auf ihrer Heimatinsel. Manche Schildkröten unternehmen dabei weite Wanderungen zwischen dem Tiefland und den auch in der Trockenzeit üppig bewachsenen höheren Lagen der Vulkanhänge; andere halten sich das ganze Jahr über im zeitweise sehr trockenen Tiefland auf. Um mehr über diese Wanderungen zu erfahren, befestigen Wissenschaftler um Stephen Blake vom Max-Planck-Institut für Ornithologie GPS-Logger und hochmoderne 3D-Beschleunigungsmesser an den Panzern einiger Schildkröten. So können sie die Tiere über längere Zeiträume genau verfolgen und ihre Beobachtungen mit Daten zu Klima und Vegetation abgleichen. Ein überraschendes Ergebnis: Vor allem ausgewachsene Männchen ziehen auf der Suche nach frischem, saftigem Futter bis zu zehn Kilometer weit. Doch die Forscher rätseln noch, warum die Riesenschildkröten, die viele Monate ohne Nahrung überbrücken können, die strapaziösen Wanderungen unternehmen.
Jahrgang 2012

MaxPlanck Forschung 4/2012

Vögel, die auf Städte fliegen
Viele Tierarten haben Städte als Lebensraum für sich entdeckt. Die Lebensbedingungen dort sind jedoch anders als in natürlicher Umgebung. Henrik Brumm, Jesko Partecke und Bart Kempenaers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Radolfzell erforschen die Folgen des Stadtlebens für unsere heimischen Singvögel. Dabei haben sie erstaunliche Verhaltensänderungen entdeckt.
Jahrgang 2010

MPF 3 /2010

Unterwegs mit vielen Sinnen
Das weiß mittlerweile jedes Kind: Fledermäuse sehen mit den Ohren. Björn Siemers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Richard Holland vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell zeigen, dass sich die Tiere auch am Magnetfeld der Erde orientieren, ihren inneren Kompass am Sonnenuntergang justieren – und noch weitere Überraschungen für die Forschung bereithalten.

Heft 1 /2010

Ornithologie - Lauschangriff in der Voliere
Was spielt sich in den Köpfen von Zebrafinken ab, wenn Männchen und Weibchen ein Tête-à-Tête haben?
Jahrgang 2008

MPF 2 /2008

Schlaflos im Windkanal
Ob Zugvögel während langer Flugstrecken gelegentlich mit einer Hirnhälfte schlafen, wollen Ornithologen mithilfe eines Windkanals herausfinden.
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