Institut

Bibliotheca Hertziana - Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte

Max­Planck­Forschung

Jahrgang 2015

MaxPlanckForschung Heft 1/2015

Zwischen Schlaglicht und Schlagschatten
Caravaggio gehört zu den einflussreichsten Künstlern des Frühbarocks. Besonders bekannt ist er für seine dramatische Lichtgestaltung. Das Verfahren dafür hütete er wie ein Betriebsgeheimnis. So bildeten sich schon zu Lebzeiten zahlreiche Legenden um den Maler. Sybille Ebert-Schifferer, Direktorin an der Bibliotheca Hertziana in Rom, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Image Caravaggios zu entmythisieren.
Jahrgang 2013

MaxPlanckForschung Heft 1/2013

Orte der Forschung
Das weit aufgerissene, furchterregende Höllenmaul in der Via Gregoriana in Rom – zu Zeiten Federico Zuccaris führte es direkt in den Garten des Palazzos, den der berühmte Maler Ende des 16. Jahrhunderts auf dem Monte Pincio für sich und seine Familie errichten ließ. Lange war es verschlossen, doch seit Anfang des Jahres eröffnet es nun den Zugang in ein Paradies
für Kunsthistoriker und alle an Kunstgeschichte Interessierten. Von der Straße aus kaum zu sehen, erhebt sich hinter den denkmalgeschützten Mauern ein kompakter und doch filigraner Neubau, der die fast 300 000 Bände umfassende Bibliothek sowie die Fotothek der Bibliotheca Hertziana beherbergt. Von der Mäzenatin Henriette Hertz Anfang des 20. Jahrhunderts testamentarisch der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft vermacht, feiert die Bibliotheca Hertziana als Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Heute umfasst sie neben dem Palazzo Zuccari, dem im wahrsten Sinne des Wortes „Hertz“-Stück des Instituts, auch den angrenzenden Palazzo Stroganoff sowie den gegenüberliegenden Villino Stroganoff. Mit dem spektakulären Bibliotheksneubau des spanischen Architekten Juan Navarro Baldeweg wird nun nach mehr als zehnjähriger Bauzeit die weltweit einmalige Bibliothek des Instituts wieder für die Öffentlichkeit und für Forscher aus aller Welt zugänglich gemacht.
Fünf Ebenen zurückgestufter Galerien umspannen einen trapezförmigen Innenhof und bieten den Wissenschaftlern lichtdurchflutete Arbeitsbereiche. Von den Fenstern aus schweift der Blick über Rom: So haben die Kunsthistoriker ihre Forschungsobjekte direkt vor Augen. Ein wahrhaft paradiesischer Garten der Wissenschaften.
Jahrgang 2010

MPF 3 /2010

Palast der Künste
Um 1900 trafen sich im Palazzo Zuccari Künstler, Wissenschaftler und Gelehrte, vereint durch ihre Begeisterung für die italienische Kunst. Gastgeberin dieses schöngeistigen Salons war eine deutsche Kunstliebhaberin und Mäzenin − Henriette Hertz. In der Bibliotheca Hertziana, die sie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft vermachte, leben ihre Ideen bis heute fort.
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