Institut

Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Max­Planck­Forschung

Jahrgang 2017

MaxPlanckForschung Heft 2/2017

Aug in Aug mit dem Neandertaler
Mehrere Tausend Jahre müssen Neandertaler und moderner Mensch gleichzeitig in Europa gelebt haben. Wie sich Begegnungen zwischen ihnen abspielten und wie sich beide gegenseitig beeinflussten, ist eine spannende Frage. Antworten darauf suchen Jean-Jacques Hublin und sein Team am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Dabei haben sie Hinweise gefunden, was die Neandertaler vom Homo sapiens gelernt haben – und was nicht.
Jahrgang 2014

MaxPlanckForschung Heft 1/2014

Familienbande
Was macht den Menschen zum Menschen? Wie und wann wurden wir, was wir heute sind? Wie haben unsere Vorfahren gelebt? Diese Fragen bewegen viele Menschen. Die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie gehen sie systematisch und mit unterschiedlichen Methoden an. Eine davon ist die Extraktion von DNA aus menschlichen Fossilien. Mit einem neuen Verfahren können Svante Pääbo und sein Team aus nur wenigen Gramm Knochenpulver uraltes Erbmaterial isolieren und sequenzieren – und so die Genome verschiedener Urmenschen miteinander und mit dem heute lebender Menschen vergleichen. Die erste Herausforderung besteht jedoch darin, verwertbare Überreste von Urmenschen zu finden: Normalerweise vermodern Knochen in weniger als hundert Jahren; nur unter ganz besonderen Umständen können sie die Jahrtausende überdauern. Wichtige Fundstätten für menschliche Fossilien sind daher Höhlen, zum Beispiel die Tianyuan-Höhle in der Nähe von Peking, in die wir hier blicken. Im Jahr 2001 von Arbeitern zufällig entdeckt, wurde die Höhle von einem Team der Chinesischen Akademie der Wissenschaften archäologisch untersucht. Dabei haben die Forscher menschliche Fossilien gefunden, die mit einem Alter von etwa 40 000 Jahren zu den ältesten Überresten des anatomisch modernen Menschen außerhalb Afrikas zählen. Die Genanalyse ergab, dass der frühe moderne Mensch aus der Tianyuan-Höhle und die Vorfahren vieler heute lebender Asiaten und amerikanischer Ureinwohner eine gemeinsame Herkunft haben. Andererseits hatte sich seine Abstammungslinie bereits von jener der Vorfahren heute lebender Europäer getrennt. Doch nicht nur die DNA verrät Interessantes: Die chemische Analyse des Knochenkollagens eines Unterkiefers deckt auf, dass die Tianyuan-Menschen regelmäßig Süßwasserfisch gegessen haben. Mit anderen Worten: Fisch stand auf dem Speiseplan – lang vor der Zeit, für die archäologische Funde von Fischfangwerkzeugen dies belegen.
Jahrgang 2013

MaxPlanckForschung Heft 3/2013

Teilen bringt Vorteil
„Meins!“ Eltern kann dieser Ausruf ihrer Sprösslinge zur Verzweiflung treiben. Michael Tomasello vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist nichtsdestotrotz davon überzeugt, dass Kinder von Geburt an kooperativ und hilfsbereit sind. Im Gegensatz zu unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, denen die Fähigkeit zur Zusammenarbeit weitgehend fehlt.
Jahrgang 2010

MPF 2 /2010

Im Spiegel des Neandertalers
Menschen und Neandertaler hatten Sex! Für Anthropologen ist dieser Befund aber längst nicht so spektakulär wie für die Medien. Vielmehr interessieren sie sich für das Genom unseres engsten Verwandten.
Jahrgang 2009

MPF 4 /2009

Der Hund denkt mit
„Ich sehe was, was du nicht siehst“ – für Kognitionsforscher ist dieser Zeitvertreib alles andere als ein Kinderspiel. Denn er setzt voraus, dass sich derjenige, der an der Reihe ist, vorstellen kann, was die anderen sehen können und was nicht. Aber gilt das auch für Tiere wie Affen oder gar Hunde? Am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig erforschen Wissenschaftler die sozialen Erkenntnismöglichkeiten verschiedener Tierarten.
Jahrgang 2007

MPF 4 /2007

Rukinas schrecklich nette Familie
Gorillaforschung verlangt Mut und Ausdauer. Um die Lebensweise der Menschenaffen zu untersuchen, folgen Primatologen ihnen durch den Regenwald Ugandas – in respektvollem Abstand.

MPF 2 /2007

Geschichte, die in den Knochen steckt
Kommt der Knochen nicht zum Forscher, geht der Forscher zum Knochen. Mit einem mobilen Tomografen rekonstruieren Paläoanthropologen fossile Schädel, um die Entwicklung des Menschen zu erforschen.
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