Problemzonen. Zur Krise des liberalen Gesellschaftmodells

Einstein Lecture Berlin

  • Datum: 05.11.2026
  • Uhrzeit: 18:00 - 19:30
  • Vortragende(r): Steffen Mau
  • Steffen Mau ist einer der einflussreichsten Soziologen in Deutschland und seit 2025 Direktor und Leiter der Abteilung „Ungleichheit, Transformation und Konflikt“ am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. Seit 2015 ist er Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
  • Ort: Freie Universität, Henry-Ford-Bau, Garystr. 35, 14195 Berlin
  • Raum: Audimax
  • Gastgeber: Max-Planck-Gesellschaft & Freie Universität Berlin
  • Region: Berlin
  • Rubrik: Gesprächs- und Diskussionsformate, Vorträge
Problemzonen. Zur Krise des liberalen Gesellschaftmodells
Die Einstein Lectures Dahlem würdigen das epochale Wirken Albert Einsteins über nahezu zwei Jahrzehnte in Berlin als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik. Das hochkarätige, interdisziplinär ausgerichtete Universitäts-Colloquium am traditionellen Wissenschaftsstandort Berlin-Dahlem umfasst alle Wissenschaftsgebiete, die durch Albert Einsteins Denken beeinflusst werden.

Die institutionelle Stärke und Überlegenheit des westlich-liberalen Gesellschaftmodells war trotz aller Kritik lange Zeit ein gesellschaftlicher Konsens. Dessen Basisinstitutionen – Demokratie, Marktwirtschaft, Rechtsstaat und Wohlfahrtsstaat – galten als leistungsstark, integrations- und anpassungsfähig. Inzwischen mehren sich die Zweifel, dass das angesichts wachsender globaler Krisen auch weiterhin funktionieren kann. Zudem fordern autoritäre Kräfte im Inneren und im Äußeren die Demokratien westlicher Prägung heraus.

Der Vortrag fragt, wie westliche  Gesellschaften mit diesen Krisensymptomen umgeht und welche möglichen Folgen diese Schwächen des Modells zeitigen. Folgt daraus eine Motivations- und Legitimitätskrise, gar eine Destabilisierung bislang robuster Institutionen wie die Demokratie? Und welche politischen und sozialen Reaktionen sind bereits erkennbar? Zudem stellt sich die Frage nach Entwicklungsoptionen des westlichen Modells.

 

Steffen Mau ist einer der einflussreichsten Soziologen in Deutschland und seit 2025 Direktor und Leiter der Abteilung „Ungleichheit, Transformation und Konflikt“ am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. Zudem ist er S-Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte von 1991 bis 1997 Soziologie und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Von 1998 bis 2001 promovierte er am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Thema Wohlfahrtsstaat. Es folgten berufliche Stationen an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Bremen, wo er 2003 eine Juniorprofessur für Sozialpolitik und 2005 eine Professur für politische Soziologie erhielt. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er den Leibniz-Preis der DFG 2021 und 2023 den Communicator-Preis des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft und der DFG.

Eintritt frei

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