Vita
Marieke Oudelaar studierte Biomedizin und schloss ihr Bachelorstudium an der Universität Utrecht in den Niederlanden sowie ihr Masterstudium am Karolinska-Institut in Stockholm, Schweden, ab. Anschließend ging sie für ihr Doktoratsstudium an das Weatherall Institute of Molecular Medicine der Universität Oxford im Vereinigten Königreich, wo sie 2018 ihren Doktortitel erwarb. Sie blieb noch zwei weitere Jahre als Junior Research Fellow in Oxford. Im Jahr 2020 zog sie nach Deutschland, um mit Unterstützung des Lise-Meitner-Exzellenzprogramms die eigenständige Forschungsgruppe „Genomorganisation und -regulation“ am Max-Planck-Institut für multidisziplinäre Wissenschaften aufzubauen. Im Jahr 2026 wurde sie zur Direktorin am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg ernannt, wo sie heute die Abteilung für Genombiologie leitet.
Forschungsinteressen
Marieke Oudelaar und ihr Team wollen die Organisationsprinzipien der 3D-Struktur des Erbguts aufklären. Sie möchten herausfinden, wie der räumliche Aufbau des Erbguts zur Steuerung der Genaktivität während der Zelldifferenzierung und -entwicklung beitragen. Das Forschungsteam entwickelt modernste Technologien und untersucht damit die Faltung der DNA und die Regulation von Genen über verschiedene Größenordnungen und biologische Kontexte hinweg.
Ausgewählte Forschungspreise
Ihre wissenschaftlichen Leistungen wurden mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, darunter dem „Radcliffe Department of Medicine Graduate Prize“ der Universität Oxford im Jahr 2018, dem „Bayer Early Excellence in Science Award“ im Bereich Biologie im Jahr 2022, der Ernennung zum „EMBO Young Investigator“ im Jahr 2023 sowie mit einem ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats im Jahr 2023.