Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Max-Planck-Wissenschaftler
Luke Dimitrios Spieker erhält den DFG-Nachwuchspreis
Luke Dimitrios Spieker vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (MPIL) erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2026 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler werden in diesem Jahr mit jeweils 200.000 Euro ausgezeichnet. Der Förderpreis richtet sich an herausragende Forschende, die früh ein eigenständiges wissenschaftliches Profil entwickelt haben, und soll die Ausgezeichneten darin unterstützen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen. Die Preisverleihung findet am 11. Juni in Berlin statt.
Spieker erforscht die verfassungsrechtlichen Grundlagen des Europäischen Rechts. Ausgehend von den Justizreformen der PiS-Regierung in Polen analysiert er in seiner Dissertation, wie der Europäische Gerichtshof auf Eingriffe in die richterliche Unabhängigkeit reagiert hat. Im Zentrum steht die Frage, wie Gerichte die Grundwerte der EU – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte – schützen können.
Seine Dissertation zur gerichtlichen Durchsetzung der Unionswerte hat Spieker zwischen 2018 und 2021 am MPIL verfasst. Betreut wurde sie von Armin von Bogdandy, mit dem Spieker seitdem zu den in Art. 2 des EU-Vertrages enthaltenen Grundwerten forscht. Seit Mai 2024 arbeitet er zudem als Postdoktorand am DFG-Graduiertenkolleg „DynamInt“ der Humboldt-Universität zu Berlin. Hier forscht er zu Transformationen des Staatsangehörigkeitsrechts im supranationalen und internationalen Kontext, zur Entwicklung von LGBTIQ*-Rechten in Europa sowie zu verschiedenen Fragen des deutschen und vergleichenden Verfassungsrechts.
Öffentliche Institutionen wie das Auswärtige Amt oder die Europaministerkonferenz der Länder holen für europarechtliche Fragen seine Einschätzungen ein.













