Konflikte lösen! Salon Sophie Charlotte 2026
Veranstaltungen Berlin
- Datum: 17.01.2026
- Uhrzeit: 18:00 - 23:59
- Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstr. 38, 10117 Berlin
- Raum: WissenschaftsForum/Atrium (via Leibniz-Saal)
- Gastgeber: Max-Planck-Gesellschaft & BBAW
- Region: Berlin
Konflikte lösen für eine lebenswerte Welt
Programm der Max-Planck-Gesellschaft zusammen mit der Alexander von Humboldt-Stiftung
ATRIUM
18–24 Uhr │Bonobo Stories │Ausstellung
Fotografien von Christian Ziegler, Naturfotograf, Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie Radolfzell
Der Salonga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Dort erforschen Wissenschaftler:innen das Leben freilebender Bonobo-Gruppen, um ihr ungewöhnliches Sozialverhalten zu erklären. Als Teil dieses LuiKotale Bonobo Projekts hat Christian Ziegler, dessen Arbeiten mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet wurde, faszinierende Naturfotografien gemacht, die den Persönlichkeiten der Wildtiere aus nächster Nähe nachspüren.
19 Uhr │ Bonobo Stories │Vernissage
Eröffnung der Ausstellung durch Patrick Cramer, Präsident der MPG. Rundgang mit dem Fotografen Christian Ziegler und Forschungsgruppenleiterin Barbara Fruth, beide vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie Radolfzell
20 Uhr, 22 Uhr │Konflikte lösen! Rezepte aus der Wissenschaft │World Café
Das interaktive Format gibt Gelegenheit zum direkten Austausch mit Forschenden aus verschiedenen Fächern. Welche Rezepte haben Juristinnen, Demografen oder Historikerinnen, um Konflikte zu lösen? Treffen Sie Mitglieder der Akademie und der Max-Planck-Gesellschaft an Thementischen!
Moderation: Jörg Weiss (GF der con gressa GmbH)
GALERIE
20–24 Uhr │Zeit zum Spielen: Seeds of Change. Harnessing communities for sustainable food futures.
Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung
In diesem kollaborativen Kartenspiel gilt es, die Ernährungssicherheit einer Insel zu sichern. Dabei stehen die Spieler:innen immer wieder vor neuen Herausforderungen, die sie nur gemeinsam meistern können. Das Spiel eröffnet einen interaktiven Einblick in globale Ernährungssysteme und lädt dazu ein, eigene Lösungswege auszuprobieren. Entwickelt wurde es von den Teilnehmer:innen des Humboldt Residency Programms 2025 zum Thema „Die Zukunft der Ernährung“, die auch den Aktionstisch begleiten werden. Gespielt werden kann auf Deutsch und Englisch.
KONFERENZRAUM 1. OG
19 Uhr │ Seeds of Change. Harnessing communities for sustainable food futures │ Vortrag
Programm Alexander von Humboldt-Stiftung
Lebensmittelproduktion und -konsum müssen neu gedacht werden, um sie zukunftsorientiert, nachhaltig und klimaresilient zu gestalten. Nur in Zusammenarbeit mit der Natur kann unsere Ernährungssicherheit gewährleistet werden. In diesem Format hören Sie zwei Geschichten aus den Philippinen und Brasilien, die zeigen, wie gemeinschaftsbasierte Landwirtschaft schon heute die Grundsteine für eine nachhaltige Ernährung der Zukunft für alle legt.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Vortrag: Mónica Guerra Rocha (Comida do Amanhã, Brasil), Mark-David Pintucan (LokalLab, Philippinen)
20 Uhr │Mehr kuscheln? Wie Bonobos Konflikte lösen │ Vortrag
Bonobos gehören zu den Menschenaffen, die dem Menschen am ähnlichsten sind. Ihr im Tierreich ungewöhnliches Sozialverhalten, in dem die Weibchen den Ton angeben und Konflikte auch durch Sex gelöst werden, gibt viele Rätsel auf. Barbara Fruth und Gottfried Hohmann erforschen diese Themen seit über 30 Jahren. Das von ihnen gegründete Forschungscamp im Kongolesischen Regenwald ist Teil des umfassenden LuiKotale Bonobo Projekts.
Vortrag Barbara Fruth, Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, Radolfzell
Moderation: Tanja Busse, Journalistin
21 Uhr │Natur in Menschenhand. Möglichkeiten und Grenzen des Völkerrechts zur Lösung internationaler Konflikte um Ressourcen
Rohstoffe wie seltene Erden, Öl und Gas, aber auch schlicht Wasser sind natürliche Ressourcen, deren Ausbeutung zu internationalen Konflikten führen kann, etwa in der Arktis oder auf dem Meeresboden. Angesichts der steigenden Bedarfe der Industriegesellschaften gehört die Lösung solcher Konflikte zu den größten Herausforderungen des internationalen Miteinanders. Der Vortrag veranschaulicht, welche Instrumente das Völkerrecht einerseits hat, um Ressourcen zu managen und andererseits, um Konflikten vorzubeugen und Auseinandersetzungen um Ressourcen zu schlichten. Mit Blick auf Flüsse und Meere stellt Raphael sowohl etablierte Mechanismen vor als auch innovative Ansätze vor. Was sind Potentiale und Grenzen des Völkerrechts in diesem Feld, um die globale Friedenssicherung zu stärken?
Vortrag Raphael Schäfer, Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg
Moderation: Tanja Busse, Journalistin
Eintritt frei
Zugang über die BBAW via Haupteingang Markgrafenstr. 38/Leibniz-Saal