Stark im Team
Fünf ERC Synergy Grants gehen in diesem Jahr an Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Auf den Punkt gebracht:
Fünf Max-Planck-Forschende sind in der Ausschreibungsrunde 2025 an Synergy-Projekten beteiligt, die zu den anspruchsvollsten Förderformaten des Europäischen Forschungsrats (ERC) gehören.
Die beteiligten Max-Planck-Forschenden bringen ihre Expertise in Projekte zu elektrochemischen Prozessen, Wolkendynamik, Proteinsteuerung, Gewebeorganisation und mitochondrialer Kommunikation ein.
Die fünf Projekte erhalten zusammen Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe über sechs Jahre.
In der aktuellen Ausschreibungsrunde des Europäischen Forschungsrats (ERC) sichern sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft fünf Synergy Grants. Damit liegt Max-Planck gemeinsam mit der University of Cambridge auf Platz drei der europaweit erfolgreichsten Forschungseinrichtungen bzw. Universitäten.
Insgesamt hat der ERC 66 Projekte aus 712 Anträgen ausgewählt. An den 66 geförderten Vorhaben sind 239 Forschende beteiligt, die an Universitäten und Forschungszentren in 26 Ländern arbeiten werden. Die meisten Teams sind in Deutschland (28), dem Vereinigten Königreich (24), Frankreich (21) und den USA (21) angesiedelt. Das Ranking der gastgebenden Forschungsorganisationen führt in diesem Jahr das französische Centre national de la recherche scientifique (CNRS) mit 13 Grants deutlich an, gefolgt von der Helmholtz-Gemeinschaft mit sechs Grants.
Die folgenden internationalen und interdisziplinären Teams mit Beteiligung der Max-Planck-Gesellschaft werden in den kommenden sechs Jahren mit jeweils mehreren Millionen Euro gefördert:
Chemie, Physik, Technik
- Karsten Reuter, Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft
mit David Écija (Fundación IMDEA Nanociencia), Jeppe Vang Lauritsen (Aarhus Universitet) und Jose Ramon Galan-Masacaros (Institut Català d’Investigació Química). Das mit 12 Millionen Euro geförderte Projekt MAGNESIS untersucht, wie magnetische Felder elektrochemische Reaktionen effizienter machen können – von Prozessen auf atomarer Ebene bis zur Anwendung in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren. - Eberhard Bodenschatz, MPI für Dynamik und Selbstorganisation
mit Anne Pier Siebesma (Technische Universiteit Delft), Bernhard Mehlig (Göteborgs Universitet) und Fabian Hoffmann (LMU München): TurPhyCloud erforscht die Rolle von Turbulenz in Stratocumuluswolken, um Wetter- und Klimamodelle zu verbessern. Geplant sind Feldstudien in der Ostsee sowie neue physikalische Modellierungen. Das Projekt wird mit 13,7 Millionen Euro unterstützt.
Biologie, Medizin
- Marina Rodnina, MPI für multidisziplinäre Naturwissenschaften
mit Judith Frydman (Stanford University) und Johannes Buchner (TU München): Im Projekt CHAPEROME wird untersucht werden, wie Chaperone die Proteintranslation regulieren und Zellen unter wechselnden Bedingungen funktionsfähig halten. Die Fördersumme beläuft sich auf 10 Millionen Euro. - Sara Wickström, MPI für molekulare Biomedizin
mit Ewa Paluch und Daniel St Johnson (jeweils von der University of Cambridge): Gefördert mit 8,5 Millionen Euro, erforschen die Grantees mit ihrem Projekt EPIRAP Form und Funktion von Zellen in Geweben und verbinden dafür Stammzellbiologie, Molekulargenetik und Zellbiophysik. - Kai Johnsson, MPI für medizinische Forschung
mit Suliana Manley (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne) und Wanda Kukulski (Universität Bern): Im mit rund 12 Millionen Euro geförderten Projekt MitoContact untersucht das Team die Kommunikation zwischen Mitochondrien und anderen Zellbestandteilen sowie die Rolle von Membrankontaktstellen.
Hintergrund: ERC Synergy Grants
Synergy Grants des Europäischen Forschungsrats richten sich an Teams aus zwei bis vier Forschenden, die gemeinsam Fragestellungen bearbeiten, die einzeln nicht lösbar wären. Sie sind mit bis zu 14 Millionen Euro für sechs Jahre dotiert. In dieser Runde stellt der ERC insgesamt 684 Millionen Euro bereit.












