Enge Zusammenarbeit zwischen Max-Planck und Universität Leipzig
Die Max-Planck-Gesellschaft und das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig vereinbaren mit der Universität gemeinsame Berufungen
Auf den Punkt gebracht
Zusammenarbeit: Die Universität Leipzig und die Max-Planck-Gesellschaft haben eine Vereinbarung zur gemeinsamen Berufung von fünf Professuren unterzeichnet.
Berufungsverfahren: Die Vereinbarung betrifft Professuren in Bioinformatik, Paläogenetik, Virtueller Paläoanthropologie, Paläoanthropologie und Populationsgenetik. Es sollen auch zwei Forschungsgruppen entstehen, die Forschende in frühen Karrierephasen unterstützen.
Masterstudiengang: Die Institutionen planen einen gemeinsamen Masterstudiengang in evolutionärer Anthropologie, der im Wintersemester 2026/27 starten könnte. Der Studiengang wird ca. 20 Studierende pro Jahr aufnehmen und bietet Spezialisierungen in drei Bereichen an.
Die Universität Leipzig, die Max-Planck-Gesellschaft und das in Leipzig ansässige Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie intensivieren ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Die Institutionen haben am 24. September 2025 im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die kürzlich erfolgte Unterzeichnung einer Vereinbarung über gemeinsam durchzuführende Berufungsverfahren für fünf Professuren gefeiert. Sie haben zudem vor, einen Master-Studiengang für evolutionäre Anthropologie an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität einzurichten.
In der Vereinbarung geht es um kooperativ geführte Berufungsverfahren für Professuren in folgenden Bereichen: Bioinformatik, Paläogenetik, Virtuelle Paläoanthropologie, Paläoanthropologie und Populationsgenetik im Bereich der evolutionären Anthropologie und Medizin. Entstehen sollen zudem zwei Forschungsgruppen, in denen auch Forschende in frühen Karrierephasen weiter ausgebildet und gefördert werden.
Gemeinsamer Master-Studiengang
Um das Potential des Themenbereichs sowie der Kooperation voll auszuschöpfen und zukünftig weiterzuentwickeln, wollen die Institutionen den gemeinsamen, englischsprachigen Master-Studiengang etablieren. Er könnte im Wintersemester 2026/27 starten. In der Universität wird er noch in diesem Jahr auf den nötigen Gremienweg gebracht. Pro Jahr sollen rund 20 Studierende aufgenommen werden.
Der Schwerpunkt des Studienprogramms liegt auf der Vermittlung der theoretischen und praktischen Fähigkeiten, die für interdisziplinäre Forschung auf hohem internationalem Niveau erforderlich sind. Das Programm bietet drei Spezialisierungsrichtungen: Ursprünge des Menschen, Evolutions- und Archäogenetik sowie Verhalten, Ökologie und Evolution von Menschen und Primaten. In Deutschland gibt es derzeit keinen Masterstudiengang „Evolutionary Anthropology“, der vergleichbare Lehrinhalte anbietet. Der Freistaat Sachsen wird Mittel für das erforderliche Lehrpersonal und zur Weiterentwicklung des Themas in der Forschung bereitstellen.
Die Universität Leipzig pflegt seit langem eine gute Zusammenarbeit mit allen in Leipzig ansässigen Max-Planck-Instituten. Vertraglich geregelt sind unter anderem bereits die Bestellung von Honorarprofessor:innen, die gemeinsame Berufung von W3- und W2- sowie Tenure-Track-Professor:innen, die Einrichtung von Juniorprofessuren sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem können Hochschullehrer:innen der Universität zum auswärtigen wissenschaftlichen Mitglied oder zum „Max Planck Fellow“ eines der Max-Planck-Institute berufen werden.












