Mobbing

Sie fühlen sich gemobbt oder möchten jemandem helfen, der sich gemobbt fühlt?

In jedem Arbeitsumfeld kann es zu Problemen und Konflikten kommen. Es ist wichtig, diese Situationen anzugehen und sie nachhaltig zu lösen. In einer Konfliktsituation ist es hilfreich, frühzeitig Unterstützung hinzuzuziehen, um einen Konflikt nicht zu eskalieren. Es ist im Einzelnen oft nicht klar, ob Mobbing vorliegt oder nicht. Eine einheitliche, international durchgängig anerkannte Definition von Mobbing gibt es nicht. Der folgende Beitrag soll den Mitarbeiter*innen der MPG helfen, für sich selbst einzuordnen, ob Mobbing vorliegen könnte und an wen man sich in so einer Situation dann wenden kann.

Was ist Mobbing?

Mobbing bezeichnet wiederholte und anhaltende negative Handlungen, die sich gegen eine oder mehrere Personen richten und eine feindselige Arbeitsatmosphäre erzeugen. In einer Mobbing-Situation hat die betroffene Person Schwierigkeiten, sich selbst zu verteidigen.

Mobbing ist zu unterscheiden von einzelnen, nicht anhaltenden Verhaltensfehlern von Kolleg*innen oder Vorgesetzten. Nicht jeder Verhaltensfehler bedeutet ein Fehlverhalten (siehe Konflikte). Es ist jedoch wichtig, auch einzelne Verhaltensfehler und Konflikte anzugehen und sie nachhaltig zu lösen, damit sich kein systematisches Fehlverhalten daraus entwickeln kann.

Ob Mobbing tatsächlich vorliegt, kann nur im Einzelfall bewertet werden. Mobbing ist eine Form von andauerndem, unkollegialem Verhalten von einzelnen oder mehreren Personen und bedeutet ein Fehlverhalten im sozialen Umgang.

Was tun bei Mobbing? An wen kann man sich wenden? Wie kann ich einen Mobbing-Verdacht melden?

Wenn Sie vermuten, Mobbing ausgesetzt zu sein, oder einer anderen Person, die sich Mobbing ausgesetzt fühlt, helfen möchten, gibt es für Mitarbeitende der Max-Planck-Gesellschaft mehrere Möglichkeiten:

  • Sprechen Sie mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten darüber. 
  • Falls der/die Vorgesetzte aus Ihrer Sicht am Mobbing beteiligt ist, wenden Sie sich an die lokalen Beratungs- und Meldestellen an Ihrem Institut. 
  • Falls Sie dies aus irgendeinem Grund nicht möchten, können sich die Mitarbeitenden der Max-Planck-Gesellschaft an die zentralen Meldestellen wenden. Eine Übersicht über lokale und zentrale Stellen der MPG, die bei Konflikten Unterstützung bieten, finden Mitarbeitende im Intranet und auf der Website ihres Instituts.
  • Ggf. gibt es an den Instituten oder Einrichtungen eine Betriebsvereinbarung oder sonstige Regelung zum sozialen Umgang oder kollegialen Verhalten. Diese regelt das Verfahren bei Fällen von unkollegialem Verhalten oder zur Konfliktlösung. Wenn unklar ist, ob eine solche Betriebsvereinbarung oder sonstige Regelung gibt, können sich Mitarbeitende an den Betriebsrat und/oder die Verwaltungsleitung wenden. 

Für Führungskräfte

Mobbing sollte nicht ignoriert werden. Präventiv kann unter anderem folgendes zur Vermeidung von Mobbing unternommen werden. Führungskräfte

  • sollten sicherstellen, dass Ansprechpersonen für Konflikte gut lesbar und leicht erreichbar sind, z.B. durch Verlinkung der Informationen auf der Webseite des Instituts oder der Einrichtung.
  • sollten sich weiterbilden, z.B. durch Seminare zu Themen wie „Führen von Mitarbeitergesprächen oder Konfliktmanagement. Die Planck Academy bietet dazu ein breites Angebot.
  • sollten sich - falls noch nicht vorhanden - gemeinsam mit anderen Institutsverantwortlichen dafür einsetzen, einer Betriebsvereinbarung oder einen institutsinternen Code of Conduct zum sozialen Umgang einzuführen. Eine neue Muster-Betriebsvereinbarung "Kollegiales Verhalten" können Mitarbeitende der Max-Planck-Gesellschaft über das Intranet einsehen. Falls Veranbarungen bereits existieren, sollte sichergesetellt sein, dass diese gut lesbar und leicht erreichbar ist. 
  • sollten sie mit den Mitarbeiter*innen regelmäßig Jahresgespärche führen, um Konflikte möglichst frühzeitig zu erkennen und sie zu adressieren.
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