Konflikte und nichtwissenschaftliches Fehlverhalten

Sie benötigen Konfliktunterstützung oder möchten einen Hinweis auf nichtwissenschaftliches Fehlverhalten abgeben?

In jedem Arbeitsumfeld kann es zu Problemen und Konflikten kommen. Es ist wichtig, diese Situationen anzugehen und sie nachhaltig zu lösen. In einer Konfliktsituation ist es hilfreich und wichtig, sich frühzeitig Unterstützung zu holen, damit der Konflikt nicht eskaliert.

Die untenstehenden Fragen sollen hinweisgebenden Personen dabei helfen, für sich zu klären, ob sie eine Beschwerde bzw. eine Meldung gegenüber der MPG abgeben möchten.

Falls Sie etwas melden möchten, beantworten Sie sich bitte selbst zunächst die folgenden Fragen:

  • Was möchten Sie melden?
  • Weshalb sollte die MPG davon erfahren?
  • Warum möchten Sie das melden?

Wenn Sie Fragen oder Bedenken bezüglich eines Interessenskonflikts (in Ihrer Person oder bei Dritten) haben, wenden Sie sich bitte an den zentralen Beauftragten für Risikomanagement und Compliance, Sven Friese: . Ein Interessenskonflikt liegt vor, wenn die Interessen der Max-Planck-Gesellschaft mit privaten Interessen kollidieren und dabei den Anschein von Befangenheit begründen.

Konflikte können aber auch durch ein Fehlverhalten im nichtwissenschaftlichen Bereich entstehen.

Was ist nichtwissenschaftliches Fehlverhalten?

Unter Fehlverhalten versteht man gesetzes-, vertrags- oder regelwidriges Verhalten, welches die MPG und/oder ihre Beschäftigten in ihrer beruflichen Beziehung betrifft. Nichtwissenschaftliches Fehlverhalten liegt dann vor, wenn die gemeldete Situation ganz oder überwiegend dem nichtwissenschaftlichen Bereich zuzuordnen ist.

An wen kann man sich wenden?

Die Max-Planck-Gesellschaft hat zwei zentrale Meldestellen zur Aufnahme von Hinweisen wegen nichtwissenschaftlichen Fehlverhaltens eingerichtet:

  • Stabstelle Interne Untersuchungen in der Abteilung Revision der Generalverwaltung
  • externe Vertrauensanwaltskanzlei

I. Stabstelle interne Untersuchungen

​Wer kann sich an die Stabstelle wenden?

Sie steht hinweisgebenden Personen als zentrale Meldestelle der MPG zur Verfügung.

Was macht die Stabstelle?

Sie übernimmt die Durchführung von internen Untersuchungen bei Hinweisen auf nichtwissenschaftliches Fehlverhalten durch Beschäftigte der MPG und gibt eine Stellungnahme (mit Empfehlung) an die zur Entscheidung befugte Stelle ab.

Wie können Sie einen Verdacht auf nichtwissenschaftliches Fehlverhalten melden?

Sie haben eine Information über ein Fehlverhalten oder einen begründeten Verdacht, dass ein Fehlverhalten geschehen ist, und möchten dieses melden, dann wenden Sie sich bitte an die Stabstelle (siehe Eintrag rechts).

Meldungen bei der Stabstelle Interne Untersuchungen unterliegen einer besonderen Vertraulichkeit. Der Umfang der Vertraulichkeit der Meldung sollte stets zu Beginn der Kontaktaufnahme geklärt werden.

Was passiert mit Ihrer Meldung?

In einer internen Untersuchung wird ermittelt, ob ein Fehlverhalten vorliegt, das schwerwiegende Pflicht- und Normverstöße umfasst. Dafür nimmt die Stabstelle zunächst die Meldung eines Verdachts auf nichtwissenschaftliches Fehlverhalten auf. Dann werden Beschäftigte und/oder Dritte befragt sowie Dokumente und Dateien analysiert.

Der Arbeit der Stabstelle liegen die Prinzipien der Vertraulichkeit, Unabhängigkeit, Objektivität und Verfahrenstreue zugrunde.

In Fällen von übergeordneter Bedeutung, insbesondere wenn ein wissenschaftliches Mitglied betroffen ist oder die Reputationsinteressen der Max-Planck-Gesellschaft in Frage stehen, übernimmt die Stabstelle federführend und zentral die interne Untersuchung unter der Gesamtverantwortung des*der für das Verfahren (nach Sektion) zuständigen Vizepräsidenten*in. In allen anderen Fällen übergibt die Stabstelle nach Entscheidung durch die*den zuständige*n Vizepräsident*in die Untersuchung an die einzelnen MPI.

II. Externe Vertrauenskanzlei

Wer kann sich an die Vertrauenskanzlei wenden?

Betroffene von Mobbing, Belästigung, sexualisierter Gewalt oder Diskriminierung haben zudem die Möglichkeit, sich an die Rechtsanwaltskanzlei Wirsing Hass Zoller zu wenden.

In der Kanzlei gibt es zwei Vertrauensanwälte: Rechtsanwältin Dr. Christine Dross und Rechtsanwalt Thomas Müller.

Was macht die Vertrauenskanzlei?

Die Vertrauenspersonen nehmen Ihre Hinweise bzw. Beschwerden entgegen und geben eine Einschätzung ab, ob diese rechtliche Relevanz haben könnten.

Wie können Sie die Vertrauenskanzlei kontaktieren?

Die Vertrauensanwälte können sowohl telefonisch als auch per E-Mail kontaktiert werden. Sie stehen auch für persönliche Gespräche in deutscher der englischer Sprache zur Verfügung (siehe Eintrag rechts).

Was passiert mit Ihrer Meldung?

Die Entscheidung, ob und an wen die Schilderung weitergeleitet wird, treffen allein Sie. Die Vertrauensanwälte sind zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, wenn Sie dies wünschen und geben von sich aus keine Informationen weiter.

Entstehen Kosten, wenn Sie die Kanzlei kontaktieren?

Nein, die Möglichkeit steht allen Mitarbeitenden kostenfrei zur Verfügung.​

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