Max Planck Florida Institute for Neuroscience

Max Planck Florida Institute for Neuroscience

Auch Wissenschaftler glauben manchmal nur das, was sie sehen. Moderne bildgebende Verfahren und Mikroskopiertechniken, wie z.B. Fluoreszenz-Mikroskopie und Kernspintomografie, erlauben es ihnen, lebenden Zellen „live“ bei der Arbeit zuzusehen. Das Max Planck Florida Institute for Neuroscience will Verfahren und Technologien nutzen und weiterentwickeln, um Vorgänge im Zellinnern bis auf Molekülebene sichtbar zu machen. Es ist das erste Forschungsinstitut der Max-Planck-Gesellschaft in den USA. Wissenschaftler des Instituts arbeiten unter anderem an einem dreidimensionalen Atlas der Großhirnrinde von Mäusen, um Position und Vernetzung von Synapsen und Nervenzellen bildlich darzustellen. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, auch das menschliche Gehirn besser zu verstehen.


Gesamtübersicht über alle Forschungsgruppen am Max Planck Florida Institute

Kontakt

One Max Planck Way
Jupiter, FL 33458, USA
Telefon: +1 561 972-9000
Fax: +1 561 972-9001

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS for Brain and Behavior

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Funktioneller Aufbau und Entwicklung des cerebralen Cortex mehr
Die Neuverdrahtung des Gehirns hält ein Leben lang an mehr
Unerschrocken zum Touchdown

Unerschrocken zum Touchdown

Forschungsmeldung 15. März 2012
Auf dem College nannten sie ihn wegen seiner Figur und seines ausgeprägten Willens einfach stump – Baumstumpf. Heute ist der ehemalige Footballspieler Samuel Young ein anerkannter Neurowissenschaftler. mehr
Forscher entschlüsseln Schaltkreis der Großhirnrinde

Forscher entschlüsseln Schaltkreis der Großhirnrinde

Forschungsmeldung 13. Dezember 2011
Wissenschaftler am Max Planck Institut in Florida rekonstruieren erstmals ein räumliches Modell einer kortikalen Säule mehr
Wissenschaftler identifizieren Nervenzellen, die verschiedene Verhaltenszustände vermitteln
Neue Erkenntnisse gewähren Einblicke in die Schaltkreise, die für sensorisch gesteuerte Handlungsweisen verantwortlich sind. mehr
Detaillierte anatomische Karte neuronaler Netzwerke des Gehirns
Die neuen Forschungsergebnisse bilden die Grundlage computergestützter Studien des gesunden und kranken Gehirns. mehr
Auf dem College nannten sie ihn wegen seiner Figur und seines ausgeprägten Willens einfach stump – Baumstumpf. Heute ist der ehemalige Footballspieler Samuel Young ein anerkannter Neurowissenschaftler.
Synapsen verbinden Neuronen zu funktionellen Netzwerken. Diese Zell-Zell Verbindungen sind somit ein grundlegender Bestandteil normaler Gehirnfunktionen. Falsch angelegte Verbindungen führen zu Funktionsstörungen oder sogar zum Tod. Während der Embryonalentwicklung verlängert jede Nervenzelle ihre Axone und Dendriten und bildet Verbindungen mit inhibierenden, aber auch mit signal-verstärkenden Nervenzellen, die interessanterweise miteinander vermischt sind. Wie diese Synapsen hochpräzise an spezifischen Punkten auf den Dendriten angelegt werden, ist noch weitgehend unbekannt. mehr

Funktionelle Architektur und die Entwicklung des Großhirns

2016 Fitzpatrick, David
Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie
Das Labor von David Fitzpatrick konzentriert sich auf das Verständnis von Nervenschaltkreisen im Großhirn, der größten und kompliziertesten Struktur im Gehirn und ein Netzwerk aus Nervenzellen, deren präzise Funktion entscheidend für unsere Sinnesempfindung, motorische Kontrolle und das Bewusstsein ist. Mit hochmoderner in vivo Mikroskopie studieren die Forscher Nervenzellverschaltungen im Sehzentrum, die es ermöglichen, umfangreiche Lichtmuster, die auf die Netzhaut fallen, zu erkennen und interpretieren. mehr

Molekulare Mechanismen synaptischer Funktion

2015 Young, Samuel M., Jr.
Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie
Für Synapsen ist es wichtig, kontinuierlich Vesikel auszuschütten, um eine korrekte Informationsverarbeitung in Nervenzellnetzen zu ermöglichen. Da aber in jeder Synapse nur ein begrenzter Vorrat an fusionskompetenten Vesikeln zur Verfügung steht, muss deren Freisetzung und Produktion ausgeglichen sein, um eine durchgängige Informationsübertragung zu sichern, vor allem im auditiven Gehirnstamm mit seinen schnellen und umfangreichen Änderungen der Feuerrate von Nervenzellen. Deshalb ist es wichtig, diese Regulationsmechanismen aufzuklären, um Lautlokalisierung und Kodierung zu verstehen. mehr

Signalübertragung in Nervenzellen

2014 Yasuda, Ryohei
Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie
Synaptische Plastizität - die Fähigkeit von Synapsen, ihre "Bandbreite" zu variieren - wird als eine Grundvoraussetzung für Lern- und Erinnerungsvermögen betrachtet. Es gibt viele Formen von synaptischer Plastizität, die man in kleinsten post-synaptischen Kompartimenten, sogenannten dendritischen Dornen, findet. Dendritische Dornen – kleine Protuberanzen auf der Oberfläche von Nervenzellen – sind diejenigen Elemente, die unser Gehirn nutzt, um Informationen zu speichern. Neue Technologien erlauben nun, biochemische Prozesse in einzelnen dendritischen Dornen direkt zu beobachten. mehr
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