Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena erforscht die Rolle, Vielfalt und Eigenschaften von chemischen Signalen, die die Interaktionen zwischen Organismen und ihrer Umwelt steuern. Um das komplexe System der chemischen Kommunikation zu verstehen, arbeiten am Institut Wissenschaftler aus den Bereichen Ökologie, Biochemie, organische Chemie sowie Insektenkunde und -physiologie zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht dabei die Ko-Evolution von Pflanzen und Insekten. Ihre zumeist ortsgebundene Lebensweise zwingt Pflanzen zu effektiven Strategien, um die Ausbreitung der eigenen Nachkommenschaft zu gewährleisten sowie sich vor Fraßfeinden und Krankheitserregern zu schützen. Dabei entwickeln sie eine Fülle chemischer Signalstoffe, die ihnen eine optimale Anpassung an ihre jeweilige Umwelt ermöglichen. Diese Allelochemikalien werden beispielsweise eingesetzt, um Bestäuber anzulocken, Pflanzenfresser und Krankheitserreger zu bekämpfen oder unliebsame Konkurrenten fernzuhalten. Die Pflanzen synthetisieren Mischungen organischer Substanzen, die fraßhemmende bzw. toxische Wirkungen auf Pflanzenfresser besitzen. Im Gegenzug passen sich Insekten, die Pflanzen fressen, daran an und versuchen ihrerseits, die Verteidigung der Pflanzen auszuschalten.

Kontakt

Hans-Knöll-Straße 8
07745 Jena
Telefon: +49 3641 57-0
Fax: +49 3641 57-1002

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS "The Exploration of Ecological Interactions with Molecular and Chemical Techniques"

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Bakterieller Untermieter macht Blattnahrung für Käfer verdaulich
Schildkäfer benötigen ein symbiotisches Bakterium für den Abbau pflanzlicher Zellwände mehr
Essensgeruch macht Fliegenmännchen attraktiv
Wenn Fliegenweibchen ihre bevorzugte Nahrungsquelle riechen, verstärkt sich ihre Empfänglichkeit gegenüber werbenden Männchen mehr
Der unwiderstehliche Geruch kranker Taufliegen
Bakterien sorgen dafür, dass die Insekten größere Mengen an Sexuallockstoffen bilden, um ihre Artgenossen anzulocken und anzustecken mehr
Teufelszwirn: Parasit und Alarmüberträger
Wirtspflanzen nutzen parasitisches Netzwerk für die Weitergabe von Warnsignalen vor gefräßigen Insekten mehr
Neue Wege in der Talentförderung
Max-Planck-Präsident Stratmann unterstreicht, wie wichtig eine effektive Nachwuchsförderung für die eigene Forschungsorganisation und das deutsche Wissenschaftssystem ist mehr
Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers
Bakterielle Symbionten im Rollenwechsel zwischen Pflanzenschädling und Insektenbeschützer mehr
Bergamoten – Verlockung und Verhängnis für Tabakschwärmer
Der Duftstoff lockt nachts Falter zur Bestäubung an, tagsüber schützt er Tabakpflanzen dagegen vor den gefräßigen Raupen der Falter mehr
Raupen: Leibwächter im Darm mit chemischer Waffe
Symbiotische Darmbakterien produzieren ein Antibiotikum, das gefährliche Krankheitserreger im Raupendarm ausschaltet mehr
Glomeruli im Riechhirn besitzen einzigartige Struktur
Verschaltungseinheiten aus Riechsinneszellen im Fliegenhirn lassen Rückschlüsse auf ihre Funktion und ökologische Relevanz zu mehr
Der Lockruf des Kots

Der Lockruf des Kots

Meldung 15. September 2016
Essigfliegen geben mit ihren fäkalen Ausscheidungen auf Früchten Sexualduftstoffe ab, die ihre Artgenossen zum Essen einladen mehr
Motte nutzt die Abwehrstoffe von Physalis-Früchten
Die Beeren stärken das Immunsystem der auf Physalis spezialisierten Motte Heliothis subflexa mehr
Tabakschwärmer prüfen Blüten mit zweiter Nase
Mit Riechzellen auf der Spitze des Saugrüssels erkennen die Motten am Duft, ob sich der Blütenbesuch lohnt mehr
Geruch führt Tabakschwärmer zur besten Blüte
Max-Planck-Wissenschaftler zeigen, dass die Nachtfalter die zu ihrer Rüssellänge passenden Blüten am Duft erkennen und so ihren Energiegewinn optimieren mehr
Stabschrecken können schwerverdauliches Pflanzenmaterial verspeisen
Max-Planck-Forscher weisen erstmals in Tieren Enzyme nach, die mehrere Zellwandbestandteile von Pflanzenzellen abbauen können mehr
Löwenzahn schützt sich mit Latex vor Maikäfer-Larven
Eine einzelne Substanz im Latex-Saft der Pflanze hält Wurzelschädlinge fern mehr
Sexuallockstoff von Parasiten warnt Fliegenmütter
Drosophila-Weibchen meiden bei der Eiablage den Geruch parasitischer Wespen und verbessern so die Überlebenschancen ihrer Larven mehr
Kooperierende Bakterien isolieren Egoisten
Bakterien, die sich gegenseitig ernähren, können ihre Partnerschaft auf zweidimensionalen Oberflächen festigen und nicht-kooperative Bakterien vom Nahrungszugang ausschließen mehr
Hochzeitsgeschenk verändert Fortpflanzungsverhalten von Grillen-Weibchen
Essbare Liebesgaben beeinflussen möglicherweise die Paarungsbereitschaft mehr
Bakteriengemeinschaft im Boden rettet Pflanzenleben
Ohne einen schützenden Mikrobenmix im Wurzelbereich verlieren wilde Tabakpflanzen den Kampf gegen eine tödliche Wurzelfäule mehr
Trügerische Blüten

Trügerische Blüten

Meldung 13. Juli 2015
Tabakpflanzen manipulieren Bestäuber und Fraßfeinde mit ihrem Blütenduft und Nektarangebot mehr
Vielfalt in der Monokultur

Vielfalt in der Monokultur

Meldung 15. April 2015
Unterschiedliche Eigenschaften innerhalb einer Art sichern deren Überleben und verbessern die Gesamtproduktivität eines Ökosystems mehr
Blattduftstoff lockt Kirschessigfliegen an
Beta-Cyclocitral ist für den Obstschädling Drosophila suzukii besonders attraktiv mehr
<p><strong>Essenskanäle für Bakterien</strong></p>

Essenskanäle für Bakterien

Meldung 23. Februar 2015
Bakterien verbinden sich untereinander und tauschen Nährstoffe aus mehr
Fruchtfliegen riechen indirekt Antioxidantien
Fruchtfliegen können anhand bestimmter Duftsignale erkennen, dass sich gesundheitsfördernde Antioxidantien in der Nahrung befinden mehr
Noni-Frucht macht Fruchtfliegen fruchtbar
Eine Vorstufe des Neurotransmitters Dopamin in den giftigen Früchten des Noni-Baumes erhöht die Fruchtbarkeit von Drosophila sechellia mehr
Vitamin-Lieferanten im Wanzendarm

Vitamin-Lieferanten im Wanzendarm

Meldung 2. Dezember 2014
Feuerwanzen sind auf die Vitaminproduktion ihrer symbiotischen Darmbakterien angewiesen mehr
Zuckerwettstreit im Maisfeld

Zuckerwettstreit im Maisfeld

Meldung 25. September 2014
Eulenfalterraupen binden ein Zuckermolekül verkehrt herum an einen Abwehrstoff von Maispflanzen und machen das Insektengift so unschädlich mehr
Paarungsbereit zur rechten Zeit

Paarungsbereit zur rechten Zeit

Meldung 29. August 2014
Forscher identifizieren ein Pheromon im Urin männlicher Weißkehl-Buntbarsche, das Weibchen zur Eiablage anregt mehr
Das Team um Martin Stratmann

Das Team um Martin Stratmann

Meldung 5. Juni 2014
Der Senat der Max-Planck-Gesellschaft hat am 5. Juni für eine Amtszeit von sechs Jahren drei neue wissenschaftliche Vizepräsidenten gewählt. Die Max-Planck-Direktoren gehören nun zum Verwaltungsrat, der den Präsidenten Martin Stratmann berät und wichtige Entscheidungen der Gesellschaft vorbereitet. mehr
Das Team um Martin Stratmann

Das Team um Martin Stratmann

Meldung 5. Juni 2014
Der Senat der Max-Planck-Gesellschaft hat am 5. Juni für eine Amtszeit von sechs Jahren drei neue wissenschaftliche Vizepräsidenten gewählt. Die Max-Planck-Direktoren gehören nun zum Verwaltungsrat, der den Präsidenten Martin Stratmann berät und wichtige Entscheidungen der Gesellschaft vorbereitet. mehr
Käfer, die nach Senf schmecken

Käfer, die nach Senf schmecken

Meldung 8. Mai 2014
Kohl-Erdflöhe tricksen Pflanzen mit ihren eigenen Waffen aus mehr
Treue Partner seit der Kreidezeit

Treue Partner seit der Kreidezeit

Meldung 14. April 2014
Symbiose zwischen Bienenwölfen und ihren Bakterien besteht seit Millionen von Jahren mehr
Die ersten Insekten konnten noch nicht richtig riechen
Geruchsrezeptoren in der Art moderner Insekten sind in der Evolution lange nach der Besiedelung des Festlands entstanden mehr
Nektar - süßer Lohn für Blüten-Bestäuber
Blütenpflanzen brauchen den Zucker-Transporter SWEET9 für die Nektarproduktion mehr
Ameisen schützen Akazien vor Krankheitserregern
Forscher entdecken weitere Ebene in der Symbiose zwischen Insekt und Pflanze mehr
Giftiger Atem hält Spinnen fern

Giftiger Atem hält Spinnen fern

Meldung 2. Januar 2014
Tabakschwärmerraupen atmen winzige Mengen von Nikotin aus und halten sich damit räuberische Wolfsspinnen vom Leib mehr
Gift in Bananenwurzeln tötet Schädlinge

Gift in Bananenwurzeln tötet Schädlinge

Meldung 11. Dezember 2013
Die gezielte Anreicherung von Abwehrstoffen im Wurzelgewebe schützt Bananenpflanzen vor parasitischen Fadenwürmern mehr
Vorliebe für Orangen schützt Fruchtfliegen vor Parasiten
Ein einziger Duftrezeptor sorgt dafür, dass Drosophila ihre Eier bevorzugt auf Zitrusfrüchte legt mehr
Arbeitsteilung im Reagenzglas

Arbeitsteilung im Reagenzglas

Meldung 2. Dezember 2013
Bakterien wachsen schneller, wenn sie sich gegenseitig Nährstoffe zur Verfügung stellen mehr
Gezüchtete Seidenspinner riechen schlechter
Die Zuchtmotten der Art Bombyx mori können, verglichen mit ihren wild lebenden Verwandten, nur noch bedingt Umweltgerüche wahrnehmen mehr
Mottenweibchen riechen den besten Eiablageplatz
Die veränderte Zusammensetzung von Blattduftstoffen nach Raupenfraß treibt eiablegende Weibchen zu noch unbefallenen Pflanzen mehr
Asiatische Marienkäfer nutzen Bio-Waffen gegen ihre europäischen Verwandten
Invasive Käfer aus Ostasien verdrängen heimische Marienkäferarten mithilfe von Mikrosporidien mehr
Transistor in der Fliegen-Antenne

Transistor in der Fliegen-Antenne

Meldung 18. März 2013
Duftrezeptoren von Insekten steuern Empfindlichkeit selbst mehr
Metallionen regulieren den Terpen-Stoffwechsel in Insekten
Eine Prenylsynthase in Blattkäferlarven bildet, abhängig von Metallionen, die Vorstufen für Abwehrsubstanzen oder Juvenilhormone mehr
Feuerwanzen brauchen Symbiose-Bakterien zum Überleben
Mikroben im Darm helfen den Insekten bei der Nahrungsverwertung mehr
Nicht ohne meine Mikroben

Nicht ohne meine Mikroben

Meldung 19. Dezember 2012
Waldmaikäfer profitieren auch nach Metamorphose von denselben bakteriellen Symbionten, die sie schon als Larve zuvor beherbergt haben mehr
Direktschaltung im Fruchtfliegenhirn

Direktschaltung im Fruchtfliegenhirn

Meldung 6. Dezember 2012
Duftstoff Geosmin von toxischen Mikroorganismen löst unbedingten Fluchtreflex aus mehr
Abwehr von Fraßschädlingen

Abwehr von Fraßschädlingen

Meldung 20. November 2012
Anders als Blütenpflanzen senden Adlerfarne keine Duftsignale aus, um die Feinde ihrer Fraßschädlinge zu ihren Gunsten anzulocken mehr
Forscher beobachten Krabben auf der Weihnachtsinsel mit GPS-Satelliten
Wissenschaftler gewinnen grundlegende Einblicke in das Verhalten der Landkrabbe Birgus latro mehr
Blattduftstoffe vermitteln biologischen Pflanzenschutz
Studie in neuer Fachzeitschrift eLife zeigt erstmals, dass natürliche Schädlingsbekämpfung durch Raubinsekten die Fitness von Pflanzen steigern kann mehr
Insektizid-Resistenz durch Neukombination zweier Gene
Enzym macht Raupen des Baumwollkapselwurms resistent gegen Pyrethoide mehr
Feuchte Luft steigert Geruchswahrnehmung bei Einsiedlerkrebsen
Das Riechvermögen der Krebse befindet sich in einem frühen Übergangsstadium zwischen dem Leben im Wasser und auf dem Land mehr
Wichtiger enzymatischer Schritt der Kokain-Synthese aufgeklärt
Enzymreaktion in Kokablättern erlaubt Einblick in die Evolution der Alkaloid-Synthese mehr
Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft
Pflanzenschädlinge prüfen ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen mehr
Fliegen verarbeiten anziehende und abschreckende Gerüche in unterschiedlichen Hirnregionen
Neu entwickeltes Analysegerät Flywalk ermöglicht exakte Verhaltensstudien an Insekten mehr
Orientierung von Ameisen in der Wüste: Jedes Merkmal zählt
Nahrungssuchende Wüstenameisen finden zu ihrem Nest zurück, auch wenn es nur magnetisch markiert ist, vibriert oder nach Kohlendioxid riecht. mehr
Die Max-Planck-Gesellschaft ist erneut erfolgreich aus einer Förderrunde des European Research Council (ERC) hervorgegangen. Mit sieben Advanced Grants liegt sie beim Einwerben von EU-Geldern bundesweit an erster Stelle. mehr
Bienenwolf kultiviert Antibiotika-Produzenten<br />
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena erforschen Allianzen zwischen Insekt und Mikrobe - und entdecken dabei verblüffende Details. mehr
Neue Bakterien-Toxine gegen resistente Pflanzenschädlinge
Wissenschaftler entwickeln Bt-Toxine, mit denen auch resistente Maiszünsler bekämpft werden können. mehr
Anti-Mückenmittel machen Insekten orientierungslos
Wirkstoff verfälscht die Signale der Geruchsrezeptoren in den Antennen mehr
Bakterium im Raupendarm besitzt molekularen Eisenspeicher
Max-Planck-Forscher analysieren Struktur eines Proteins, das in seinem Innern Eisen speichern kann mehr
Naschen mit Nebenwirkung

Naschen mit Nebenwirkung

Meldung 26. April 2011
Zuckerhaltige Nahrung verrät Raupen an räuberische Ameisen. mehr
Das Antennen-Transkriptom des Tabakschwärmers
Wissenschaftler erfassen Gene, die den Geruchssinn in den Fühlern einer Motte steuern mehr
Kreuzblütler: von der Entstehung eines Enzyms <br />
Eine kleine Gen-Veränderung macht aus einem Enzym zur Bildung von Leucin ein Enzym, das gegen Raupenfraß schützt mehr
Wirtswechsel verändert Giftcocktail

Wirtswechsel verändert Giftcocktail

Meldung 9. März 2011
Genveränderung: Birken befallende Blattkäferlarven produzieren gegen ihre Angreifer andere Giftcocktails als auf Weiden lebende Artgenossen mehr

Pflanzengenomik

Meldung 18. Oktober 2010
NEUE WEGE DER BOTANISCHEN FORSCHUNG mehr
Orchidee trickst Schwebfliegen aus

Orchidee trickst Schwebfliegen aus

Meldung 14. Oktober 2010
Germerblättrige Stendelwurz verkleidet sich chemisch als Blattlaus und lockt so Bestäuber an mehr
Betrügerischer Schwarzer Aronstab

Betrügerischer Schwarzer Aronstab

Meldung 7. Oktober 2010
Aronstabgewächs imitiert hefeartigen Duft und lockt damit Fruchtfliegen in die Falle mehr
Rotlicht steuert Nektarfluss

Rotlicht steuert Nektarfluss

Meldung 28. September 2010
Die Nektarproduktion von Limabohnen wird maßgeblich von der Lichtqualität beeinflusst mehr
Ameisen orientieren sich an Ger&uuml;chen

Ameisen orientieren sich an Gerüchen

Meldung 1. September 2010
Die Wüstenameise Cataglyphis erkennt mit ihren Antennen Duftlandkarten und finden damit selbst in monotonen Wüstenlandschaften nach Hause mehr
Grüner Duft wird Raupen zum Verhängnis
Tabakschwärmer-Raupen wandeln beim Fressen ungewollt pflanzliche Inhaltsstoffe in Locksignale um und verraten sich so ihren Feinden mehr
Ein kleiner Unterschied und seine großen Folgen
Wissenschaftler erforschen, wie Sexuallockstoffe bei Maiszünsler-Rassen gebildet werden mehr
Pflanzenhormon steuert Nektarproduktion
Raps produziert Nektar, sobald das Pflanzenhormon Jasmonsäure in seinen Blüten gebildet wird mehr
Duftlandschaft in Stereo

Duftlandschaft in Stereo

Meldung 9. März 2010
Wüstenameisen können mit ihren Antennen Duftlandkarten erkennen und zur Navigation nutzen mehr
Bienenwolf schützt sich mit Antibiotika

Bienenwolf schützt sich mit Antibiotika

Meldung 28. Februar 2010
Grabwespen-Larven nutzen Bakterien gegen Infektionen mehr
Kolibris bevorzugt

Kolibris bevorzugt

Meldung 21. Januar 2010
Chemischer Botenstoff im Speichel pflanzenfressender Insekten verschiebt den Blühzeitpunkt von Wirtspflanzen mehr
Bakterien erwarten das Unerwartete

Bakterien erwarten das Unerwartete

Meldung 5. November 2009
Wissenschaftler beobachten, wie eine neue Anpassungsstrategie an sich rasch ändernde Umweltbedingungen entsteht mehr
Natürliche Abwehrstrategien gegen Maisschädlinge
Nützliche Fadenwürmer bekämpfen effektiv den Maiswurzelbohrer, der in Deutschland zur Plage wird mehr
Molekulare Mitgift für den Nachwuchs?
Insektenweibchen geben Immunreaktionen gegen mögliche Erreger an die nächste Generation weiter mehr
Biologische Schädlingsbekämpfung in den Pilzgärten von Blattschneiderameisen
Um Schaderreger abzuwehren, setzen Blattschneiderameisen mithilfe eines Bakteriums das Antibiotikum Candicidin ein mehr
Ameisen orientieren sich am Duft der Heimat
Wüstenameisen nutzen nicht ausschließlich visuell wahrnehmbare Fixpunkte - wie bisher angenommen mehr
Neuer Stoffwechselweg in Pflanzen entdeckt

Neuer Stoffwechselweg in Pflanzen entdeckt

Meldung 18. Dezember 2008
Pflanzen mobilisieren Senfölglycoside als natürliches Breitband-Fungizid gegen Pilzerreger mehr
Bitterer Nektar und Blütenduft garantieren optimale Fortpflanzung
Experimente mit gentechnisch veränderten Pflanzen offenbaren interessante Zusammenhänge in der Blütenbiochemie mehr
Giftige Blätter, clevere Raupen

Giftige Blätter, clevere Raupen

Meldung 7. April 2008
Raupen der Baumwolleule fressen nur Blattbereiche, in denen geringe Mengen natürlicher Giftstoffe vorhanden sind mehr
Kleine Helfer im Genom koordinieren die Pflanzenabwehr
Auf kleinen RNAs verborgener "Wortschatz" gehoben, der die Abwehr von Pflanzen gegen Schädlinge dirigiert mehr
Raupen erkennen ungesunde Nahrung

Raupen erkennen ungesunde Nahrung

Meldung 21. Dezember 2007
Selbst harmlose Mikroorganismen in der Nahrung versetzen das Immunsystem von Insekten in einen Alarmzustand mehr
Genveränderung setzt Pflanzenschutzmittel außer Kraft
Ursachen für rasche Resistenzentwicklung des Apfelwicklers gegen Viruspräparate aufgedeckt mehr
Bei Insektenbefall: Wurzeln speichern Zucker für spätere Blütenbildung
Ein Gen gibt attackierten Pflanzen schon eine Stunde nach Raupenfraß das Signal: SOS - Save Our Sugars! mehr
Neue Sprengkraft für die Senfölbombe
Eine Genverdopplung hilft Kreuzblütlern, sich gegen ihre Fraßfeinde zu verteidigen mehr
Raupenfraß führt zu Stromausfall in Pflanzenzellen
Deutsch-italienisches Forscherteam weist nach, dass in durch Insektenfraß befallenen Pflanzengeweben ein elektrischer Spannungsabfall eintritt mehr
Lauschangriff auf freiem Feld

Lauschangriff auf freiem Feld

Meldung 13. Februar 2006
Max-Planck-Wissenschaftler haben begonnen, das chemische Vokabular zwischen Pflanzen auch mithilfe der grünen Gentechnik zu entschlüsseln mehr
Neue Möglichkeiten für die biologische Schädlingsbekämpfung
Jenaer Max-Planck-Forscher zeigen: Ein Gen steuert den chemischen "Hilferuf", mit dem schädlingsbefallener Mais Schutzinsekten anlockt mehr
Wie viele Gene beeinflussen das Pflanzenwachstum?
Nutzeigenschaften von Pflanzen hängen von einem komplexen Netzwerk an Genen ab, haben Jenaer Max-Planck-Wissenschaftler entdeckt mehr
Unterirdische Lockmittel für nützliche Nematoden
Wissenschaftler decken weitere Details der Abwehrstrategien von Pflanzen auf mehr
MecWorm: Künstliche Raupe &quot;kaut&quot; täuschend echt
Wie Max-Planck-Wissenschaftler aus Jena die Pflanzen überlisten und so ihren Abwehrmechanismen auf die Spur kommen mehr
Anti-Tumor-Wirkstoffe aus Meeresschwämmen

Anti-Tumor-Wirkstoffe aus Meeresschwämmen

Meldung 23. November 2004
Bakterielle Symbionten von Meeresschwämmen eröffnen Weg für biotechnologische Produktion mariner Naturstoffe gegen Krebs mehr
Flexible chemische Abwehr bei Blattkäfern

Flexible chemische Abwehr bei Blattkäfern

Meldung 27. September 2004
Selektive Transportsysteme ermöglichen es Blattkäfern, Stoffwechselprodukte ihrer Wirtspflanzen für die Produktion eigener Giftstoffe zu nutzen, berichten Forscher des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie mehr
Ist gentechnisch veränderter Schwarzer Nachtschatten nur noch bedingt abwehrbereit?
Freisetzungsversuche sollen neue Erkenntnisse über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und ihrer Umwelt liefern mehr
Zustände wie im Schlaraffenland

Zustände wie im Schlaraffenland

Meldung 7. Juli 2004
Feldversuche des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zeigen, wie "Ameisenpflanzen" mit Hilfe von Nektar ihre Verteidigung gegen Fraßfeinde optimieren mehr
Überlebensstrategien in freier Natur
Freisetzungsversuche mit wildem Tabak liefern neue Erkenntnisse über komplexe Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und ihren Feinden mehr
Wie Algen sich gefräßige Krebse vom Leibe halten
Meeresalgen behindern mit chemischen Waffen nachhaltig die Fortpflanzung ihrer Fressfeinde, berichtet ein internationales Forscherteam in "Nature" mehr
Balancierte Aufrüstung im Pflanzenreich

Balancierte Aufrüstung im Pflanzenreich

Meldung 24. September 2003
Jenaer Max-Planck-Wissenschaftler belegen, dass je nach Umweltbedingungen andere Varianten einer Pflanzenart in der chemischen Abwehr von Insekten erfolgreich sein können mehr
In jeder Kohlpflanze tickt eine Bombe, eine Senfölbombe. Für viele Insekten ist die Pflanze deshalb ungenießbar. Franziska Beran vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena weiß inzwischen jedoch, wie Insekten diese Gefahr entschärfen können: Kohlerdflöhe zum Beispiel überlisten die Verteidigungswaffe der Pflanzen und setzen sie sogar zum eigenen Schutz ein.
Bakterien sind Individuen, die immer autonom funktionieren? Falsch, sagt Christian Kost vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena. Seiner Meinung nach sind Bakterien vielmehr Organismen, die oft gar nicht anders können als zu kooperieren. Das Team zeigt das mithilfe trickreicher Experimente.
Im Gewächshaus des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena scheint auch an trüben Tagen die Sonne: 520 Hochleistungsleuchten mit Assimilations-Natriumdampflampen sorgen dafür, dass die Pflanzen ausreichend Licht bekommen und die Spektralverteilung für die Fotosynthese stimmt. Um eine gleichmäßige Bestrahlung wie bei natürlichem Tageslicht zu simulieren, fahren die Lampen automatisch auf Schienen hin und her. Auch die Klimatisierung erfolgt computergesteuert – das ganze Jahr über herrschen hier sommerliche, aber nicht zu hohe Temperaturen. Auf der Hälfte der 474 Quadratmeter umfassenden Anzuchtfläche wächst in der Regel Kojotentabak (Nicotiana attenuata), die wichtigste Modellpflanze des Instituts. Doch das Gewächshaus hat neben Raps, Erbsen und Pappeln auch exotischere Bewohner zu bieten: schädlingsresistente Bananen, Noni-Bäume und fleischfressende Kannenpflanzen. Letzteren gilt das Interesse von Ayufu Yilamujiang. Er untersucht die genaue Zusammensetzung der Kannenflüssigkeit, mit der die Pflanzen gefangene Insekten verdauen. Fleischfressende Pflanzen wachsen auf nährstoffarmen Böden, zusätzliche Nahrung erhalten sie aus ihrer tierischen Beute, hauptsächlich Insekten. Dazu haben sie spezielle Fang- und Verdauungsmechanismen entwickelt. Im Fall der Kannenpflanzen lockt süßer Nektar die Insekten an den Rand der Kannen, die im Prinzip umgeformte Blätter sind. Am Kannenrand rutschen die Tiere ab und stürzen in die Verdauungsflüssigkeit hinein. Auch im Gewächshaus findet sich das ein oder andere Beutetier für die Kannenpflanzen, denen gelegentlich Schädlinge und ab und zu auch ein zu deren Bekämpfung eingesetzter Nützling – etwa eine Schlupfwespe – zum Opfer fallen. Für Experimente unter kontrollierten Bedingungen füttern die Wissenschaftler die Kannenpflanzen mit Fruchtfliegen.
Viele Insekten sind auf die Unterstützung von Bakterien angewiesen. Die Mikroorganismen produzieren Überlebenscocktails für ihre Larven, helfen beim Abbau schwer verdaulicher Kost oder liefern lebenswichtige Vitamine. Martin Kaltenpoth und sein Team vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena entlocken den Symbiosen zwischen Insekt und Mikrobe verblüffende Details.
Dass das GPS der Wüstenameise neben Sonnenkompass, Wegintegrator und optischen Land marken auch den Geruchssinn zum Auffinden des Nestes nutzt, ist neu. Noch erstaunlicher aber ist, dass die Tiere dabei die Verteilung verschiedener Düfte in der Nestumgebung lernen und wie eine Landkarte einsetzen. Markus Knaden und sein Team vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena haben sich auf Spurensuche im Ameisenland begeben.
Gegen Fraßfeinde setzen Pflanzen ein vielfältiges Arsenal von Signalstoffen ein. Mit diesen leisen Strategien beschäftigten sich Forscher auf einem Kongress in Jena.
Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Die Bildung von Terpenpheromonen in Blattkäfern

2017 Köllner, Tobias G.; Beran, Franziska
Pflanzenforschung Ökologie
Einige Blattkäferarten benutzen flüchtige Terpene, um Artgenossen zu einer ergiebigen Futterquelle zu locken. Das dadurch ausgelöste massenhafte Auftreten der Käfer führt oft zu erheblichen Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Kürzlich konnte gezeigt werden, dass in Flohkäfern, einer Untergruppe der Blattkäfer, eine neue Familie von Terpensynthasen für die Bildung der flüchtigen Terpene verantwortlich ist. Das Wissen um die Biosynthese dieser Terpene kann helfen, neue Strategien im Kampf gegen Schadinsekten zu entwickeln. mehr

Die Evolution früher Abwehrsignale des Tabaks nach Insektenbefall

2017 Xu, Shuqing; Baldwin, Ian T.
Pflanzenforschung Ökologie

Insektenfraß löst in Pflanzen frühe Abwehrsignale aus, die ein Netzwerk von Verteidigungsmechanismen aktivieren, um die Pflanze vor weiterem Befall zu schützen. Allerdings können diese die Überlebensfähigkeit von Pflanzen beeinträchtigen, da sie Ressourcen verbrauchen, die an anderer Stelle eingespart werden müssen. Daher brauchen Pflanzen ein Signalnetzwerk, das die Reaktion auf den Insektenbefall reguliert. Phylogenomische Analysen an wilden Tabakarten (Nicotiana spp.) deuten darauf hin, dass eine Genomvervielfältigung die Evolution früher Abwehrsignale in Pflanzen entscheidend geprägt hat.

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Zur Chemie der Blüten und ihrer ökologischen Rolle 

2016 Schneider, Bernd
Pflanzenforschung Ökologie

Als reproduktive Organe tragen Blüten zur Erhaltung und Verbreitung der jeweiligen Pflanzenart bei. Die dafür erforderliche visuelle und olfaktorische Kommunikation mit den Bestäubern erfolgt über Blütenfarbstoffe und das Duftbouquet der Blüten. In beiden Fällen sind chemische Verbindungen die Informationsträger. Die Bestäuber werden für ihre Dienste mit Nektar und Pollen belohnt, deren chemische Bestandteile – Zucker, Proteine und Lipide – als Nahrung dienen. Die qualitative und quantitative chemische Analyse der verschiedenen Blütenbestandteile ist eine der Aufgaben der chemischen Ökologie.

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Wie Insektenfraß Blätter zum Leuchten bringt

2016 Mithöfer, Axel; Boland, Wilhelm
Pflanzenforschung Ökologie

Calciumionen (Ca2+) sind wichtige interzelluläre sekundäre Botenstoffe in Signalnetzwerken von Pflanzen. Nach Fraßschäden öffnen sich spezifische Ionenkanäle und es kommt zu einem schnellen, vorübergehenden Anstieg des cytoplasmatischen Ca2+-Levels. Diese erhöhten Levels können mit biolumineszentem Aequorin verfolgt werden: Es bindet spezifisch Ca2+ und beginnt zu leuchten. Dieses Signal wandert mit ca. 1 bis 2 cm/min durch das direkt verbundene vaskuläre System und korrespondiert mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Raupenfraß-induzierten elektrischen Signalen.

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Die Oberflächenchemie von Pflanzen und Insekten sichtbar machen

2015 Svatoš, Aleš
Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Mikrobiologie Neurobiologie Pflanzenforschung Ökologie

Die bildgebende Massenspektrometrie mit MALDI (Matrix-unterstützte Laser-Desorption/Ionisation) kann Oberflächenchemie sichtbar machen. Sie ermöglicht es, Senfölglycoside auf Pflanzenblättern zu lokalisieren, was Hinweise auf das Eiablageverhalten weiblicher Motten liefert. Auch die räumliche Verteilung fettsäureabgeleiteter Botenstoffe auf der Außenhaut von Fruchtfliegen konnte nachgewiesen und mit den Funktionen abgeglichen werden. Das Verfahren kann auch dazu dienen, weitere Stoffklassen auf Oberflächen zu untersuchen und so die chemische Kommunikation zwischen Organismen zu verstehen.

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Die Evolution des Geruchssinnes bei Insekten

2015 Große-Wilde, Ewald; Hansson, Bill S.
Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Neurobiologie Ökologie

Der Geruchssinn ist für die meisten Insekten von zentraler Bedeutung. Bisher hat man angenommen, dass die wichtigste, ihm zugrunde liegende Rezeptorfamilie, die sogenannten olfaktorischen Rezeptoren, in der Evolution im Zuge des Landganges entstanden ist. Neueste Untersuchungen an flügellosen Insekten haben nun aber gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Wahrscheinlich war der entscheidende Faktor nicht der Landgang, sondern der Flug: Fliegende Insekten müssen Duftfahnen in weit höherer Geschwindigkeit auflösen können, wofür die älteren Rezeptorfamilien wahrscheinlich nicht ausreichten.

 

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Welche Form der Diversität bestimmt die Dienstleistungen im Ökosystem: die Vielfalt von Funktionen oder die Arten-Vielfalt?

2014 Meldau, Stefan; Schuman, Meredith C.; Backmann, Pia; Alhammoud, Nour; Kallenbach, Mario; Kellmann, Jan-W.; Baldwin, Ian T.
Genetik Pflanzenforschung Ökologie

Um zukünftig zehn Milliarden Menschen zu ernähren, werden Gebiete hoher Biodiversität durch landwirtschaftliche Monokulturen verdrängt. Biodiversität aber ist mit der natürlichen Produktivität und Stabilität von Ökosystemen verknüpft. Bisher konzentrierte sich die Forschung zur Biodiversität nur auf die taxonomische Vielfalt, ohne dabei den Beitrag der Vielfalt von Funktionen zu quantifizieren. Eine neue Projektgruppe am MPI für chemische Ökologie untersucht nun die Rolle funktioneller Diversität mithilfe von über 300 funktionell unterschiedlichen, genetisch fast identischen Pflanzen.

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Die Evolution der sexuellen Kommunikation von Motten

2014 Groot, Astrid T.; Heckel, David G.
Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Ökologie

Mottenweibchen produzieren artspezifische Pheromone und locken damit Männchen an. Kleinste Änderungen des Dufts sowie die Neigung von Männchen, einem veränderten Geruch zu folgen, führt zu vermindertem Paarungserfolg und sollte daher negativ selektiert werden. Somit stehen wir vor einem Rätsel: Wie konnten sich trotz starker Selektion unterschiedliche Lockstoffe bei verschiedenen Mottenarten entwickeln? Neue Studien geben Aufschluss: Genetische Variation kann sogar innerhalb einer Art bestehen. Zum Teil ist diese auch für die Evolution von Unterschieden zwischen Arten verantwortlich.

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Symbiotische Bakterien verteidigen Bienenwölfe

2013 Kaltenpoth, Martin
Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Mikrobiologie Ökologie

Symbiosen sind allgegenwärtig und für das Überleben von Tieren und Pflanzen von größter Bedeutung. Eine Gruppe von Grabwespen, die Bienenwölfe, schließt einen erstaunlichen Verteidigungspakt mit Bakterien: Durch die Produktion eines Cocktails aus Antibiotika schützen die Symbionten den Wespen-Nachwuchs im unterirdischen Kokon gegen Schimmelpilze und Bakterien. Dafür bietet der Bienenwolf den Partnern in seinen Antennen freie Kost und Logis. Diese Symbiose ist bereits in der Kreidezeit entstanden und könnte eine Schlüsselanpassung für den evolutionären Erfolg der Bienenwölfe gewesen sein.

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Verteidigungsstrategien der Gemeinen Fichte bei Borkenkäferbefall

2013 Schmidt, Axel; Hammerbacher, Almuth; Nagel, Raimund; Gershenzon, Jonathan
Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Mikrobiologie Pflanzenforschung Ökologie
Der Befall der Gemeinen Fichte durch den Borkenkäfer und den mit ihm assoziierten Blaufäulepilz ist mit großen ökologischen und ökonomischen Schäden verbunden. Allerdings wird immer wieder festgestellt, dass einzelne Bäume gegenüber dem Schädling resistent sind, was wahrscheinlich an den Sekundärmetaboliten liegt, die als Abwehrreaktion auf den Befall im Baum eingelagert werden. Sowohl Terpene, die die Hauptbestandteile des Harzes bilden, als auch polyphenolische Verbindungen könnten in einem genau abgestimmten Wechselspiel für die Abwehr und letztendlich die Resistenz verantwortlich sein. mehr

Mikroanalyse von spezialisierten Naturstoffen

2012 Schneider, Bernd
Chemie Pflanzenforschung Ökologie
Das Vorkommen von spezialisierten Naturstoffen in einzelnen Zellen oder in bestimmten Zelltypen von Pflanzen und anderen Organismen, die Zusammensetzung des dort vorliegenden Metabolitengemisches sowie zeitliche Konzentrationsänderungen sind wegen der winzigen Stoffmengen oft eine Herausforderung für die chemische Analytik. Magnetresonanz-spektroskopische Methoden können trotz moderater Empfindlichkeit eingesetzt werden, um die räumliche und zeitliche Stoffverteilung präzise zu ermitteln. Dies gelingt besonders dann, wenn sie in Kombination mit der Laser-Mikrodissektion angewandt werden. mehr

Blattkäferlarven: Wirtspflanzenwechsel verändert Giftcocktail

2012 Boland, Wilhelm
Evolutionsbiologie Pflanzenforschung Ökologie
Larven des Blattkäfers Chrysomela lapponica leben auf Weiden oder Birken und nutzen chemische Verbindungen aus der Pflanze zur Produktion ihrer Abwehrgifte. Weidenkäfer produzieren aus Salicin den giftigen Salicylaldehyd. Birkenkäfern aber fehlt der Aldehyd, denn Birken haben kein Salicin; dies hat im Laufe der Evolution bei den Birkenbewohnern zum Verlust der katalytischen Aktivität des Aldehyd bildenden Enzyms, der Salicyl-Alkohol-Oxidase, geführt. Die Assoziation von Blattkäferpopulationen mit einer bestimmten Wirtspflanze kann als der Beginn einer Artenbildung betrachtet werden. mehr
Die Visualisierung biologischer Proben ermöglicht es, die Verteilung von Zellen und Organellen zu erkennen und so die Prinzipien des Lebens besser zu verstehen. Viele Methoden basieren auf Mikroskopie und Markierungstechniken; die abgebildeten Elemente erscheinen deshalb nur indirekt und ihre Spezifikation bleibt verborgen. Massenspektrometrisches Imaging (MSI) hingegen liefert direkte Information, basierend auf der Masse der Moleküle und auf aus CID-Spektren gewonnenen Strukturdaten. Die räumliche Kartierung sekundärer Metabolite konnte bereits Fragen aus der chemischen Ökologie beantworten.
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Täuschende Schönheiten

2011 Hansson, Bill S.
Evolutionsbiologie Pflanzenforschung Ökologie
Mit chemischen Tricks täuschen Aronstabgewächse und Orchideenblüten den Geruchssinn fliegender Insekten, um fremden Pollen zu empfangen und eigenen Pollen an benachbarte Blüten weiterzugeben. Dazu imitieren die Pflanzen beispielsweise die Duftstoffe gärender Hefe, um Fruchtfliegen anzulocken, oder weibliche Sexuallockstoffe, um Insektenmännchen als Bestäuber zu missbrauchen und am Ende sogar ohne Belohnung zu entlassen. Die Aufklärung der chemischen Botenstoffe und ihrer Wirkung erlaubt neue Einblicke in die Ökologie und Ko-Evolution von Pflanzen und Insekten. mehr

Wie können Pflanzen blattfressende Insekten erkennen und abwehren?

2010 Bonaventure, Gustavo; Baldwin, Ian Thomas
Pflanzenforschung Ökologie
Fraßfeinde zu erkennen und auf sie zu reagieren, ruft eine Pflanzen-Immunität hervor, die ein Überleben in der Natur ermöglicht. Dieser Prozess besitzt die Fähigkeit, Signale des Schädlings zu erkennen, diese Information an gesunde Gewebe weiterzuleiten, um zukünftige Verwundung zu antizipieren. So wird eine Verteidigung eingeleitet, die die Vitalität des Angreifers reduziert und Mechanismen aktiviert, die der Pflanze eine Toleranz erlauben. Einer dieser Erkennungsmechanismen nutzt Moleküle, die vom Insekt stammen und die auf Pflanzenzellen wirken, während die Insektenlarve am Blatt frisst. mehr

Herbivore Insektenlarven: Verdauung und Immunität

2010 Heckel, David G.; Freitak, Dalial; Pauchet, Yannick; Vogel, Heiko
Ökologie
Pflanzenfressende Insekten begegnen in ihrer Umgebung vielen unterschiedlichen Stressfaktoren. Ihr Verdauungssystem muss mit Giften fertig werden, die von Wirtspflanzen zur Verteidigung gegen Insektenbefall gebildet werden, und ihr Immunsystem muss sich gegen Angriffe von Erregern und Parasiten zur Wehr setzen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie haben herausgefunden, dass diese beiden physiologischen Systeme – Verdauung und Immunität – auf unerwartete Weise zusammenarbeiten. mehr
Pflanzen bilden spezielle Substanzen, um die Wechselwirkungen mit ihrer Umwelt zu koordinieren. Um die Diversität dieser chemischen Verbindungen zu vergrößern, werden „Leitstrukturen“ durch verschiedene Enzymfamilien modifiziert. Eine der wichtigsten Modifikationen ist die Bildung von Estern mittels Acyltransferasen. Durch Verwendung modernster Analysemethoden wurden Gene, Enzyme und Produkte der speziellen BAHD-Acyltransferase-Familie charakterisiert. Das sequenzierte Genom der Modellpflanze Arabidopsis thaliana stellt eine Reihe von BAHD-Acyltransferasen zur Verfügung. mehr

Lebende Chemiefabriken: Chemische Verteidigung bei Blattkäferlarven

2009 Burse, Antje; Frick, Sindy; Discher, Sabrina; Tolzin-Banasch, Karla; Strauß, Anja; Kirsch, Roy; Boland, Wilhelm
Chemie Pflanzenforschung Ökologie
Pflanzen bilden zur Abwehr von herbivoren Insekten eine Fülle von Naturstoffen. Viele Käferarten haben jedoch faszinierende Strategien entwickelt, mit diesen Substanzen umzugehen, und sich so Lebensräume geschaffen, die für andere Organismen nicht attraktiv sind. Oftmals werden die pflanzlichen Substanzen für die eigene Interaktion mit der Umwelt genutzt. Eine interessante Aufgabe in der chemischen Ökologie stellt die Aufklärung dieser Strategien dar, die nicht nur die Evolution von Käfer und Pflanze, sondern auch anderer, in einem Ökosystem lebender Arten beeinflussen können. mehr
Der Einfluss eines Gens auf die Darwin'sche Fitness eines Organismus bestimmt darüber, ob es im Verlauf der natürlichen Selektion verloren geht, erhalten bleibt oder modifiziert wird. Allerdings verfügen Biologen bisher über nur sehr wenige gene expression systems, mit denen Genfunktionen in einem Gesamtorganismus untersucht werden können. In der Abteilung Molekulare Ökologie am MPI für chemische Ökologie werden molekulargenetisch orientierte Freilandbiologen ausgebildet: Sie erhalten die Expertise, transformierte Pflanzen, in denen die Expression von umweltbedingt regulierbaren Genen ausgeschaltet wurde, in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und auszuwerten. Diese Forschung, so hoffen die Wissenschaftler, soll es ermöglichen, den Einfluss definierter Gene auf die Darwin'sche Fitness des Organismus Pflanze besser zu verstehen. mehr

Geruchswahrnehmung bei Insekten

2008 Hansson, Bill S.
Neurobiologie Verhaltensbiologie Ökologie
Bei den meisten Tieren stehen Überleben und Fortpflanzung in engem Zusammenhang mit Duftinformation. Diese Abhängigkeit vom Geruch hat bei vielen Arten zur Entwicklung eines äußerst sensiblen und spezifischen Duftwahrnehmungssystems geführt – der Olfaktion. Eine vielen bekannte duftvermittelte Interaktion ist die starke Anziehung, die läufige Hündinnen auf Rüden ausüben. Der Wissenschaft stehen heute viele Informationen zur olfaktorischen Struktur und Funktion verschiedener Modellsysteme, z.B. Mäuse und Fruchtfliegen, zur Verfügung. Insekten haben sich als interessante Versuchsobjekte in olfaktorischen Studien erwiesen, weil die meisten extrem duftabhängig sind, aber auch weil ihr olfaktorisches System als Modell sowohl für die Geruchsfunktion als auch für dessen sensorische Struktur und Evolution verwendet werden kann. mehr
Pflanzen bilden nach dem Angriff von Fraßfeinden eine große Zahl an Naturstoffen. Eine wichtige Aufgabe der chemischen Ökologie ist die Aufklärung der Funktionsweise dieser natürlichen Verbindungen bei der Verteidigung gegen Fraßfeinde. Besonders interessant sind dabei flüchtige Stoffe, die von der Pflanze als Duftstoffe abgegeben werden und natürliche Feinde des Angreifers (Nützlinge) anlocken. Um den jeweils richtigen Nützling anzulocken, können Pflanzen mehrere unterschiedliche Duftsignale aussenden – oberirdisch und unterirdisch. mehr

Geliehene Gene: Schlüssel zu evolutionären Neuerungen bei der Interaktion zwischen Pflanzen und Insekten

2007 Heckel, David G.; Vogel, Heiko; Fischer, Hanna; Schöne, Sebastian
Evolutionsbiologie Genetik Pflanzenforschung Ökologie
Im koevolutionären Wechselspiel zwischen herbivoren Insekten und ihren Futterpflanzen spielen spezifische chemische Substanzen eine zentrale Rolle: Pflanzen und Insekten benutzen neuartige Gene, um diese Substanzen für Verteidigungs- oder aber auch Angriffszwecke zu kontrollieren. Viele dieser Gene entwickeln sich durch geringfügige Modifikationen bereits existierender Gene, aber überraschenderweise haben einige Gene einen unerwarteten Ursprung, der auch in den Genomen völlig anderer Arten zu finden ist. Dieser Bericht aus dem MPI für chemische Ökologie gibt einen Überblick über einige solcher Fälle, die eine opportunistische Natur der Evolution aufzeigen. mehr

Die Sprache der Pflanzen

2006 Paschold, Anja; Halitschke, Rayko; Kessler, André; Baldwin, Ian T.
Pflanzenforschung Ökologie
Pflanzen sind in der Lage, auf die unterschiedlichsten Reize zu reagieren. Bei Schädlingsbefall ist – neben der Produktion giftiger Substanzen – die Abgabe von Duftstoffen eine der Abwehr dienende Reaktion, denn Duftstoffe können die Feinde der Schädlinge anlocken. Ob sich noch unbefallene Nachbarpflanzen diese Duftstoffe zunutze machen, um sich auf eine zukünftige Schädlingsattacke vorzubereiten, war und ist Gegenstand zahlreicher Studien. Viele der bisherigen Arbeiten wurden jedoch unter experimentellen Bedingungen durchgeführt, die mögliche Effekte der Duftstoffe auf benachbarte Pflanzen verfälschen oder künstlich verstärken. Eine weitere Schwierigkeit stellt die Identifizierung der bioaktiven Bestandteile eines durch Schädlinge induzierten Duftstoffgemisches dar. Forscher am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena entwickelten ein neues experimentelles Design, das zwei Ansätze miteinander verbindet und die detaillierte Untersuchung der Bioaktivität einzelner Duftstoffe/-gruppen unter realistischen Bedingungen ermöglicht. mehr

MecWorm: Eine künstliche Raupe imitiert Insektenfraß bei Pflanzen

2006 Mithöfer, Axel; Kunert, Maritta; Boland, Wilhelm
Pflanzenforschung Ökologie
Insektenfraß löst die Synthese von Duftstoffen als indirekte pflanzliche Abwehr gegen herbivore Insekten aus. Mittels der künstlichen Raupe MecWorm war es am MPI für Chemische Ökologie, Abteilung Bioorganische Chemie, erstmals möglich, die Bedeutung rein mechanischer Verwundung und chemischer Signalstoffe aus dem Raupenspeichel bei der Induktion dieser Duftstoffe getrennt zu analysieren. Untersuchungen an der Limabohne zeigten, dass allein eine kontinuierliche, lang anhaltende Verletzung des Pflanzengewebes ausreicht, um Insektenbefall-ähnliche Duftstoffsynthesen und -emissionen auszulösen. Des Weiteren wurden Studien zur Genregulation unter Einfluss von Insektenfraß im Vergleich zu MecWorm durchgeführt, wobei als Testpflanze Arabidopsis thaliana diente. Gemessen wurden Änderungen der jeweiligen Transkriptionsmuster, sowohl lokal im verletzten bzw. befallenen Blatt als auch systemisch, d. h. in nicht attackierten Blättern derselben Pflanze. Erste Analysen von Raupen- bzw. MecWorm-befallenen Blättern offenbarten jeweils lokal eine signifikante Änderung der Transkriptmenge bei circa 5700 Genen, wobei davon etwa 4100 Gene identisch durch rein mechanische Verwundung reguliert werden. Die systemische Reaktion der Pflanze zeigte darüber hinaus, dass mehr als 3200 Gene durch die Chemie der Speichelkomponenten maßgeblich beeinflusst werden. mehr

Öko- und Chemotypen der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana: Die Evolution der Insektenresistenz

2005 Mitchell-Olds, Thomas; Kroymann, Jürgen; Clauss, Maria; Vogel, Heiko
Evolutionsbiologie Genetik Pflanzenforschung
Forschergruppen am MPI für chemische Ökologie versuchen, die evolutionären Kräfte, welche die genetische Variation bedeutsamer Merkmale innerhalb und zwischen den Arten beeinflussen, aufzuspüren und zu verstehen. Anknüpfend an frühere Untersuchungen zur funktionalen Genomik der Modellpflanze Arabidopsis thaliana stehen nun wilde, mehrjährige Arabidopsis- und Boechera-Arten an natürlichen Standorten in Europa und Nordamerika im Mittelpunkt der Forschung. mehr

Die Biochemie der Glucosinolat-Hydrolyse: Wie entschärfen Insekten pflanzliche Senföl-Bomben?

2004 Wittstock, Ute; Falk, Kimberly; Burow, Meike; Reichelt, Michael; Gershenzon, Jonathan
Pflanzenforschung Ökologie
Pflanzen produzieren eine große Bandbreite an chemischen Verbindungen, von denen man annimmt, dass sie zum Schutz gegen den Befall von Herbivoren (Pflanzenfressern) oder Pathogenen dienen. Allerdings war es bisher schwierig, die biochemischen Grundlagen dieser Verteidigungsfunktionen zu beschreiben. Einige Herbivore fressen bestimmte Pflanzen, die hoch dosierte Abwehrstoffe akkumulieren, ohne dass sie daran irgendwelchen Schaden nehmen. Zu den interessantesten Abwehrstoffen in Pflanzen gehören die Glucosinolate, eine Gruppe von schwefelhaltigen Metaboliten, die Vorläufer von Senfölen sind. Moderne molekulare und biochemische Methoden eröffneten der Forschung neue Wege, die Funktion der chemischen Abwehr bei Pflanzen unter definierten Bedingungen zu testen und zu erklären, wie diese Abwehrmechanismen von pflanzenfressenden Insekten außer Kraft gesetzt werden können. Der Mechanismus, mit dem bestimmte Insekten die so genannten pflanzlichen Senföl-"Bomben" entschärfen, ist in Ansätzen bereits entschlüsselt. mehr
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