Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Teilinstitut Greifswald

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Teilinstitut Greifswald

Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik wollen das Feuer der Sonne auf die Erde holen. Ein Fusionskraftwerk soll Energie erzeugen, indem Deuterium- und Tritium-Kerne, zwei schwere Isotope des Wasserstoffs, zu Helium verschmelzen. Das Fusionsfeuer zündet in einem über 100 Millionen Grad Celsius heißen Plasma, das berührungsfrei in einem Magnetfeld eingeschlossen wird. Der internationale Testreaktor ITER soll zeigen, dass die Reaktion mehr Energie liefert, als aufzuwenden ist, um die hohe Zündtemperatur aufrechtzuerhalten. Dazu erforschen die Wissenschaftler unterschiedliche Anlagentypen und die Prozesse, die darin ablaufen. In Garching wird ASDEX Upgrade betrieben, im Teilinstitut Greifswald Wendelstein 7-X, die weltweit größte Fusionsanlage vom Bautyp Stellarator. In Experiment und Theorie wird hier untersucht, wie sich die Fusionsbedingungen am effizientesten schaffen lassen. Nicht zuletzt werden im IPP auch die sozio-ökonomischen Bedingungen studiert, unter denen die Kernfusion zum künftigen Energiemix beitragen kann.

Kontakt

Wendelsteinstraße 1
17491 Greifswald
Telefon: +49 3834 88-1000
Fax: +49 3834 88-2009

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Im Herz von Wendelstein 7-X

Das 360-Grad-Panorama der Greifswalder Fusionsanlage erlaubt eine Reise in das Plasmagefäß

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Wendelstein 7-X: Zweite Experimentierrunde hat begonnen

Erste Plasmen in aufgerüsteter Anlage / „Jetzt wird es spannend“, sagt Projektleiter Thomas Klinger

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Leseproben aus dem Jahrbuch

Unser Jahrbuch bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben fünf Beiträge ausgewählt.

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Wendelstein 7-X: Kanzlerin zündet erstes Wasserstoff-Plasma

Mit einem Festakt beginnt der Experimentierbetrieb in der Greifswalder Fusionsanlage vom Typ Stellarator

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„Wir sind mit der Plasmaforschung verflixt weit“

Thomas Klinger, Direktor am IPP, spricht über die Besonderheiten von Wendelstein 7-X, seinen Bau und die Perspektiven für ein Fusionskraftwerk.

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Das Sonnenfeuer auf die Erde holen – aus dieser Vision soll Wirklichkeit werden. Doch zuvor müssen die Forscher noch viele Schwierigkeiten meistern, bis uns eines Tages der erste Fusionsreaktor mit dieser sauberen Energie versorgt.

Konstrukteure (m/w)

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Teilinstitut Greifswald, Greifswald 10. Oktober 2018

Neutralteilchenheizung an Wendelstein 7-X

2018 Bernd Heinemann, Dirk Hartmann

Plasmaphysik

Der Aufbau der Neutralteilchenheizung für die Fusionsanlage Wendelstein 7-X wird demnächst abgeschlossen. Die neue Anlage soll ab Sommer 2018 zusätzlich zu der bestehenden Mikrowellenheizung einsatzbereit sein. Maximal sieben Megawatt kann sie zum Aufheizen in das Plasma einstrahlen.

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Dem Elektronen-Positronen-Plasma auf der Spur

2017 Horn-Stanja, Juliane

Plasmaphysik Quantenphysik Teilchenphysik

Ein aus Elektronen und Positronen bestehendes Paarplasma ist sowohl von großem Interesse für die grundlegende Plasmaphysik als auch für die Astrophysik, die diese Plasmen in der Umgebung verschiedener astrophysika­lischer Objekte vermutet. Im Rahmen des APEX-Projekts soll erstmalig ein magnetisch eingeschlossenes Elektronen-Positronen-Plasma im Labor erzeugt werden. Erste Positronenexperimente haben bereits wichtige Ergebnisse geliefert.

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Experimentierbeginn an der Fusionsanlage Wendelstein 7-X

2016 Klinger, Thomas; Milch, Isabella

Plasmaphysik

Nach neun Jahren Bauzeit und gut einem Jahr technischer Vorbereitungen und Tests wurde am 10. Dezember 2015 in der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald das erste Helium-Plasma erzeugt. Das erste Wasserstoff-Plasma folgte am 3. Februar 2016. Damit hat der wissenschaftliche Experimentierbetrieb begonnen. Wendelstein 7-X, die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, soll die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen.

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VINETA.II – Grundlagenforschung zu magnetischer Rekonnexion

2015 Grulke, Olaf

Astrophysik Plasmaphysik

Das Experiment VINETA.II dient der Untersuchung magnetischer Rekonnexion. Weil hier die Plasmaerzeugung und der Antrieb der Rekonnexion getrennt sind, wird eine gute Kontrollierbarkeit und Reproduzierbarkeit erreicht. Das besondere Augenmerk der Studien liegt auf der räumlichen und zeitlichen Entwicklung der Stromschicht auf verschiedenen Skalen. Makroskopisch wird die Stromschicht vornehmlich durch die Geometrie des Magnetfeldes geprägt. Auf der mikroskopischen Skala bildet die Stromschicht turbulente Fluktuationen aus, deren Charakteristik von der Elektronendynamik dominiert wird.

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Fusionsexperiment WEGA geht in den Ruhestand

2014 Wagner, Friedrich

Plasmaphysik

Nach über zwölf Jahren Forschungsbetrieb stellte die kleine Fusionsanlage WEGA im IPP-Teilinstitut Greifswald Ende 2013 den Betrieb ein. Das „Wendelstein-Experiment in Greifswald für die Ausbildung” macht Platz für die Großanlage Wendelstein 7-X, deren Aufbau in diesem Jahr zum Abschluss kommen wird. An WEGA wurden Studenten und Nachwuchswissenschaftler ausgebildet, um die Zeit bis zur Fertigstellung von Wendelstein 7-X zu überbrücken. Trotz ihrer kleinen Abmessungen konnte WEGA beachtliche Forschungsergebnisse liefern.

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