Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung

Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung

Unser Gehirn wertet nahrungsabhängige und hormonelle Signale aus der Körperperipherie aus und sorgt durch Hunger- bzw. Sättigungsgefühle für eine ausgeglichene Energiebilanz. Diese zentralnervöse Kontrolle ist komplex und bislang nicht genau verstandenen. Die neuronalen Regelkreise vollständig aufzuklären, ist Ziel des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung (vormals Max-Planck-Institut für neurologische Forschung). Die Forscher setzen multimodale und molekulare Bildgebung ein, um intakte aber auch Fehlregulation zu beschreiben. Gelingt es, die neuronalen Signalwege des Stoffwechsels in Gesunden wie in Erkrankten grundlegend zu verstehen, können langfristig neue molekulare Therapieansätze für Erkrankungen wie Alterszucker und Fettleibigkeit entwickelt werden.

Kontakt

Gleueler Str. 50
50931 Köln
Telefon: +49 221 4726-0
Fax: +49 221 4726-298

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS on Ageing

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Belohnung fürs Gehirn
Fett- und kohlenhydratreiches Essen aktiviert Hirnareale besonders stark mehr
Zülch-Preis 2017: Bewusste Entscheidung für Neurowissenschaftler
Steven Laureys und Giulio Tononi werden für ihre Forschung zu Schlaf, Koma und Bewusstsein ausgezeichnet mehr
Übergewicht verändert eine Untergruppe von Immunzellen und erhöht so die Gefahr von Diabetes mehr
Zülch-Preis 2016: Krebsformen im Kleinhirn
Ausgezeichnete Forscher verbessern die Diagnose unterschiedlicher Hirntumore bei Kindern und erhöhen damit den Behandlungserfolg mehr
Fettreiche Ernährung lässt das Gehirn hungern
Viel Fett im Essen verringert die Zuckerkonzentration im Gehirn von Mäusen mehr
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Veranlagung für Übergewicht beeinflusst das Lernverhalten

2017 Tittgemeyer, Marc; Brüning, Jens
Neurobiologie

Eine genetische Veranlagung für Übergewicht wirkt sich auf das Belohnungssystem des Gehirns und damit auf unser Lernverhalten aus. Probanden mit einer Veränderung des so genannten FTO-Gens zeigen in einer mit Übergewicht assoziierten Hirnregion veränderte Dopamin-gesteuerte Hirnaktivitäten, lernen mühsamer aus negativen Erlebnissen und reagieren stärker auf Essensreize als Vergleichspersonen ohne diese Disposition. Diese spezifischen Unterschiede und die genetische Beeinflussung neurophysiologischer Prozesse könnten erklären, warum FTO ein Risikofaktor für die Entstehung von Adipositas ist.

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Regulationsmechanismen der neuronalen Glukoseaufnahme

2016 Jais, Alexander; Brüning, Jens C.
Medizin Neurobiologie

Fettreiche Ernährung führt akut zur Umprogrammierung des gesamten Stoffwechsels und zu einer Reduktion der neuronalen Glukoseaufnahme. Studien im Mausmodell zeigen die komplexen Regulationsmechanismen, die den physiologischen Glukosetransport aufrechterhalten, und identifizieren das Signalmolekül Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) als kritischen Regulator des Glukosetransports über die Blut-Hirn-Schranke.

 

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Übergewicht und Diabetes: Programmierung in der Schwangerschaft

2015 Hausen, Anne Christine; Brüning, Jens C.
Genetik Medizin Neurobiologie
Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 und damit verbundene Folgeerkrankungen stellen neben den individuellen Einschränkungen für die Betroffenen ein entscheidendes sozio-ökonomisches Problem unserer Gesellschaft dar. Auf der Suche nach den zugrunde liegenden Mechanismen ist unser Verständnis von den körpereigenen Regulatoren in den letzten Jahren stetig gewachsen. Das Gewicht und die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft beeinflusst das Auftreten metabolischer Erkrankungen beim Kind lebenslang. Studien im Mausmodell erlauben Einblicke in die komplexen Mechanismen. mehr

Veranlagung zu Übergewicht: ein Wechselspiel von Genom und Umwelt?

2014 Heß, Martin; Brüning, Jens C.
Genetik Neurobiologie

Die steigende Zahl übergewichtiger Menschen und die damit einhergehenden Erkrankungen stellen ein immer größeres Problem für die moderne Gesellschaft dar. Lebenswandel und genetische Prädisposition bestimmen die individuelle Anfälligkeit zur Gewichtszunahme. Durch Identifizierung der für Übergewicht prädisponierenden genetischen Veränderungen und die anschließende Beschreibung der betroffenen Gene/Proteine – auch im Mausmodell – erhoffen sich Wissenschaftler Einblicke in die komplexe Interaktion zwischen Genom und Umwelt und damit in die Mechanismen, die zu Übergewicht führen können.

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Neue Synthesestrategien für intelligente radioaktive Diagnostika

2013 Neumaier, Bernd;  Zlatopolskiy, Boris D.
Chemie Medizin

Neue Radiomarkierungsstrategien in Verbindung mit neuen Zielstrukturen treiben die Entwicklung von intelligenten radioaktiven Diagnostika voran. Diese Markierungen ermöglichen, gezielt pathophysiologische Prozesse im Körper auf molekularer Ebene mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zu erfassen. Cycloadditionsreaktionen sind erfolgreich für die Radiofluorierung eingesetzt worden. In einer Weiterentwicklung dieses Konzepts wurden Markierungsansätze erarbeitet, die dazu beitragen, das zugängliche Spektrum an maßgeschneiderten Sonden zu erweitern.

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