Max-Planck-Institut für Chemie

Max-Planck-Institut für Chemie

In der Atmosphäre hat alles mit allem zu tun, und immer geht es dabei auch um Chemie. Daher untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz etwa, welchen Effekt Ozon oder organische Substanzen, die Pflanzen produzieren, auf das Klima haben. Oder welche Rolle Aerosole, winzige Schwebteilchen in der Luft, bei der Bildung von Wolken und Niederschlag spielen. Generell widmen sich die Forscher chemischen und auch physikalischen Prozessen im System Erde, besonders im Zusammenspiel zwischen der Atmosphäre, den Meeren, dem Boden und der Biosphäre. Dazu messen sie weltweit Daten, nehmen Laborversuche vor und erstellen Modelle der untersuchten Systeme. Ein weiteres Thema bildet die Geochemie: Anhand chemischer Charakteristika in Gesteinen und Meereswasser erforschen die Mitarbeiter vergangene und heutige Prozesse im System Erde, etwa im Hinblick auf das Klima.

Kontakt

Hahn-Meitner-Weg 1
55128 Mainz
Telefon: +49 6131 305-0
Fax: +49 6131 305-1309

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Über das Max Planck Graduate Center (MPGC) in Zusammenarbeit mit der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz bietet sich zudem ein Rahmen für Promotionsthemen, die an verschiedenen Fakultäten gleichzeitig betreut werden. Das MPGC stellt eine virtuelle fachübergreifende Fakultät mit eigener Promotionsordnung dar.
Darüber hinaus, die Paul Crutzen Graduate School (PCGS) am MPI für Chemie ist ein Promotionsprogramm für die Bereiche der Atmosphärenchemie, Physik, Umweltphysik und Geophysik.

Eine verletzte Kiefer sondert Harz ab.

Eine neue Methode deckt chirale Moleküle in einem Gasgemisch mit hoher Empfindlichkeit auf

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Wolkenberge

Das Zusammenwirken von Salpetersäure, Schwefelsäure und Ammoniak in der oberen Troposphäre lässt Aerosolpartikel entstehen

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Eine Deckschicht unter anderem aus Bakterien, Pilzen und Flechten reduziert die Menge an aufgewirbeltem Staub

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Frau und Mann im Bett, die sich anlachen, wobei er sich über sie beugt.

Sexuelle Erregung lässt sich in der ausgeatmeten Luft feststellen

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Stempelzelle aus synthetischen Diamanten

Materialien, die Strom ohne Verluste leiten können, würden in vielen Bereichen die Energieeffizienz erhöhen. Dafür müssten allerdings die Temperaturen, bei denen diese Supraleitung auftritt, praxistauglicher werden. Mikhail Eremets und sein Team am Max-Planck-Institut für Chemie sind diesem Ziel deutlich näher gekommen 

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Mit einem neuen Ansatz sind Forschende der Supraleitung bei praxistauglichen Temperaturen viel näher gekommen – nicht zuletzt, indem sie ihre Materialien unter geradezu astronomischen Druck setzen.

Der theoretische Physiker Max Delbrück gilt als Mitbegründer der Molekulargenetik. Den Weg zur Biologie schlägt er in den 1930er-Jahren während seiner Assistentenzeit am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie ein. Für seine Arbeiten zur genetischen Struktur und zur Vermehrung von Viren wird er vor 50 Jahren mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.

Wer die Eugen Seibold für eine ganz normale Jacht hält, täuscht sich gewaltig. Zwar unterscheidet sich das Boot in seinem klaren, eleganten Design auf den ersten Blick kaum von einer Luxusjacht, doch wer genauer hinschaut, dem fallen schnell einige markante Unterschiede auf.

Bevor Jonathan Williams die Atmosphärenchemie entdeckte, hatte er ein Problem: Ihn faszinierte so viel, dass er nicht wusste, welcher wissenschaftlichen Disziplin er sich widmen sollte. Vielseitig ist der Wissenschaftler am Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie aber auch heute noch. So hat in den vergangenen Jahren noch mal ein neues Forschungsthema sein Interesse geweckt – die Spur, die unsere Emotionen in der Luft hinterlassen.

Für Lise Meitner ist 1938 so etwas wie der Scheitelpunkt in ihrem Leben: Sie flieht vor den Nazis nach Schweden und versucht dort, in der Wissenschaft Fuß zu fassen. Und sie findet die Lösung für ein Problem, das Otto Hahn ihr in einem Brief mitteilt. So wird die ehemalige Forscherin am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie zur Mitentdeckerin der Kernspaltung.

Ausbildung Elektroniker:in für Geräte und Systeme

Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz 10. Februar 2022

Ausbildung Feinwerkmechaniker:in

Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz 10. Februar 2022

Wie der Mensch die Luft in Innenräumen beeinflusst

2021 Williams, Jonathan

Chemie Geoforschung Klimaforschung

Der menschliche Körper kann die chemische Zusammensetzung der Luft in Innenräumen stark beeinflussen. Durch unsere Haut und unseren Atem geben wir eine komplexe Mischung chemischer Substanzen ab, die mit ihrer Umgebung reagieren können. Da wir viel Zeit in Innenräumen verbringen, spielt die Raumluftqualität eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Deswegen ist es wichtig zu verstehen, wie sich die menschlichen Emissionen auf die Raumluft auswirken können. Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie unter Leitung von Jonathan Williams haben dies mit innovativen Experimenten untersucht. 

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Im Frühjahr 2020 startete Gruppenleiter Frank Drewnick am Max-Planck-Institut für Chemie eine während der Covid-19-Pandemie spontan initiierte Forschungsreihe. Darin untersuchte er die Eignung von Alltagsmaterialien für Mund-Nasen-Masken, um die Materialauswahl für selbstgemachte Masken zu unterstützen und besser zu verstehen, welche Faktoren ihre Wirksamkeit beeinflussen. Dazu funktionierte die Gruppe Instrumente für die Analyse der Eigenschaften von atmosphärischen Aerosolpartikeln so um, dass sie Filtereffizienz und Druckabfall der Haushaltsmaterialien messen konnte

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Luftverschmutzung verkürzt das Leben der Europäer um rund zwei Jahre

2019 Lelieveld, Jos

Chemie Geoforschung Klimaforschung

Luftverschmutzung wird als Gesundheitsgefahr deutlich unterschätzt.  Berechnungen der weltweiten Gesundheitsstudie Global Burden of Disease gingen von einer globalen Sterblichkeitsrate von rund 4,5 Millionen Menschen pro Jahr aus. Laut einer neuen Studie ist diese Zahl deutlich höher und liegt bei 8,8 Millionen pro Jahr. Allein in Europa sterben demnach jährlich knapp 800.000 Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Laut unserer Neuberechnung reiht sich schlechte Luft in die Liste der bedeutendsten Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Rauchen ein.

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Wechselwirkung biologischer Aerosole mit Klima, Luftschadstoffen und Gesundheit

2018 Fröhlich, J.

Chemie Geoforschung Klimaforschung

Biologische Aerosolpartikel sind in der Atmosphäre omnipräsent, da die Luft eines der Hauptmedien zur Verbreitung von Mikroorganismen und Pollen ist. Die luftgetragenen Partikel beeinflussen Klima und Gesundheit. Zudem führen zahlreiche physikalische und chemische Wechselwirkungen in der Atmosphäre zu veränderten Partikeleigenschaften. Unsere Forschungsschwerpunkte sind biologische Aerosole, ihre Fähigkeit als Eiskerne zu fungieren sowie der Einfluss von Luftschadstoffen auf Proteine und Allergien.

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Atmosphärische CO2-Veränderungen und quartäre Eiszeiten

2017 Martínez-García, Alfredo; Haug, Gerald H.

Chemie Geoforschung Klimaforschung

Im Quartär führten Schwankungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu Klimaveränderungen wie den Glazial- und Interglazialzyklen. Unsere Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine Kombination von zwei Ursachen den größten Teil der atmosphärischen CO2-Änderungen dieser Zyklen der letzten 800 000 Jahre bzw. des gesamten Quartärs erklären kann: Eine verminderte Tiefsee-Zirkulation durch eine erhöhte Stratifizierung in der antarktischen Zone des Südozeans sowie ein verstärkter organischer Kohlenstoffexport durch Eisendüngung in der subantarktischen Zone des Südozeans.

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