Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie

Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie

Gemäß dem wissenschaftlichen Leitthema „Vom Molekül zum Menschen“ betreibt das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie biomedizinische Grundlagenforschung in Dortmund. An der Schnittstelle von Strukturbiologie, molekularer Zellbiologie und chemischer Biologie verfolgt das Institut einen interdisziplinären Forschungsansatz, der eine einzigartige Liaison zwischen Chemie und Biologie herbeiführt. Das wissenschaftliche Konzept zielt auf ein ganzheitliches Verständnis der Dynamik zellulärer Reaktionsnetzwerke. Über die Identifizierung und Synthese naturnaher Wirkstoffsubstanzen können die Wissenschaftler  intrazelluläre Prozesse zielgenau modulieren. Zur Darstellung molekularer Reaktionen in Zellen werden modernste bildgebende Verfahren eingesetzt. Ein wichtiger Aspekt der systembiologisch orientierten Forschungsarbeit ist die Aufklärung der molekularen Ursachen von Erkrankungen, die wie Krebs auf einer fehlgeleiteten intrazellulären Übermittlung von Signalen basieren.

Kontakt

Otto-Hahn-Str. 11
44227 Dortmund
Telefon: +49 231 133-0
Fax: +49 231 133-2699

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS in Chemical and Molecular Biology

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Die Natur als Apotheke

Die Natur hält eine Fülle unbekannter Substanzen bereit, die für den Menschen nützlich sein könnten. Herbert Waldmann testet am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund Naturstoffe auf ihre biologische Wirksamkeit und versucht, ihre Wirkung mit einfacher aufgebauten Molekülen zu imitieren.

mehr
Zentrales Element der Zellteilung nachgebaut

Forscher synthetisieren das Kinetochor und analysieren seine Funktionsweise

mehr
Neue Mikroskope sehen Muskeln bei der Arbeit zu

Max-Planck-Forscher sehen mit neuen Mikroskopen Muskeln bei der Arbeit zu

mehr
Schärfer als die Biologie erlaubt

Max-Planck-Forscher überlisten biologische Unschärferelation

mehr
Die Natur als Apotheke: Pflanzlicher Wirkstoff tötet Nierenkrebszellen

Englerin-A aus dem Baum Phyllanthus engleri erhöht Kalziumkonzentration in den Krebszellen und tötet diese ab

mehr

Bakterien, Pflanzen und Tiere halten eine Fülle unbekannter Substanzen bereit, die für den Menschen nützlich sein könnten. Herbert Waldmann testet am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund Naturstoffe auf ihre biologische Wirksamkeit und versucht, ihre Wirkung mit einfacher aufgebauten Molekülen zu imitieren.

3D im Kino ist spektakulär. Auch für Stefan Raunser vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund sind dreidimensionale Bilder ein besonderes Sehvergnügen: Mit seinen Elektronenmikroskopen kann er die Position einzelner Atome sehr genau bestimmen und die räumliche Struktur von Proteinen untersuchen. Dabei stößt er mitunter auf bizarre Konstruktionen.

Wie bringt HIV die Wirtszelle dazu, Viren zu produzieren? Wissenschaftler suchen nach dem Schlüssel zur Entwicklung effizienter Therapien.

Bei der Suche nach Pharmaka orientiert man sich tunlichst an natürlichen Vorbildern – an Molekülen, die biochemische Prozesse in tierischen oder pflanzlichen Organismen steuern.

Ausbildungsplatz Kaufmann/-frau Büromanagement

Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund 30. August 2018

Mit neofunktionalisierten Proteinen den Vererbungsprozessen auf der Spur

2018 Neumann, Heinz

Chemie Physiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Die Organisation des Erbmaterials (Chromatins) im Zellkern bedingt dessen Flexibilität in Struktur und Zusammensetzung, die für den korrekten Ablauf der Vererbungsprozesse unabdingbar ist. Die Dortmunder Max-Planck-Forscher nutzen genetisch codierte Quervernetzer-Aminosäuren, um die Veränderungen des Chromatins in lebenden Zellen zu untersuchen. Dadurch haben sie eine Wechselwirkung zwischen Nukleosomen entdeckt, die dazu beiträgt, dass Chromosomen sich während der Mitose verdichten. In Zukunft können diese Methoden helfen, die Vererbungsprozesse im Verlauf des Zellzyklus zu untersuchen.

mehr

Wirkstoffforschung im Hochdurchsatz

2017 Sievers, Sonja; Waldmann, Herbert

Strukturbiologie Zellbiologie

Kleine Moleküle sind in der Lage, Wechselwirkungen mit zellulären Funktionsträgern einzugehen und so biologische Prozesse zu beeinflussen. Um die Entdeckung bioaktiver kleiner Moleküle voranzutreiben, wurde innerhalb des COMAS (Compound Management und Screening Center) eine Infrastruktur zur Lagerung und Testung einer großen Substanzbibliothek aufgebaut. Das COMAS ist eine wichtige Schnittstelle  für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse der Max-Planck-Gesellschaft in die medizinische Forschung und die  Entwicklung neuer therapeutischer Anwendungen.

mehr

Nie die Kontrolle verlieren: Das Kinetochor am Kontrollpunkt der Zellteilung

2016 Basilico, Federica; Breit, Claudia; Keller, Jenny; Klare, Kerstin; Krenn, Veronica; Maffini, Stefano; Overlack, Katharina; Petrovic, Arsen; Primorac, Ivana; Weir, John; Musacchio, Andrea

Strukturbiologie Zellbiologie

Während der Zellteilung werden von den Chromosomen, den Trägern des Genoms einer Zelle, zunächst identische Kopien in der Mutterzelle erzeugt, die später im Prozess der Chromosomentrennung auf die beiden Tochterzellen verteilt werden. Dazu sind spezialisierte Strukturen erforderlich, die Kinetochore. Sie werden am Centromer, einer besonderen Region jedes Chromosoms, aufgebaut. Als Multiprotein-Komponenten verbinden sie das Chromosom mit einer dynamischen Struktur, der Kernspindel, dessen Hauptaufgabe die Trennung der kopierten Chromosomen ist.

mehr

Neuartige chemische Sonden in der Autophagozytose-Forschung

2015 Wu, Yaowen

Chemie Physiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Die Autophagozytose als wichtiger Selbstverdauungsprozess in Zellen spielt sich in Autophagosomen ab – Zellorganellen, die von einer Lipiddoppelmembran umhüllt sind. Sie werden in einem komplizierten Zusammenspiel zwischen Lipiden und Proteinen aufgebaut, streng reguliert durch ein Netzwerk von Signalwegen. Die Verwendung chemischer Sonden, vor allem chemisch modifizierter Proteine und kleiner Moleküle, erlaubt es Forschern, die Regulationsmechanismen der Autophagozytose und die molekulare Basis der Autophagosomenbildung besser zu verstehen, als es durch herkömmliche Methoden möglich ist.

mehr

Bakterielle Nanospritzen

2014 Gatsogiannis, Christos; Raunser, Stefan

Chemie Physiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Bakterien besitzen ein Arsenal an Waffen, um ihren Wirt zu infizieren und gegebenenfalls zu töten. Forscher am MPI für molekulare Physiologie haben einen neuartigen Mechanismus beschrieben, mit dem das Bakterium Photorhabdus luminescens Insekten attackiert. Dabei spielen ein ungewöhnlicher Kokon mit seinem hochgiftigen Inhalt und eine neuartige Nanospritze die zentralen Rollen. Diese neuen Erkenntnisse sind von grundlegender Bedeutung für das allgemeine Verständnis des Transports von Wirkstoffen durch Membranen und könnten sogar für gezielte medizinische Anwendungen in Frage kommen.

mehr
Zur Redakteursansicht