Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen – darunter Psychologen, Erziehungswissenschaftler, Soziologen und Mediziner, aber auch Historiker, Ökonomen, Informatiker und Mathematiker. Inhaltlich geht es zum Beispiel um die Frage, wie Menschen selbst unter ungünstigen Bedingungen wie Zeitdruck und Informationsflut sinnvolle Entscheidungen treffen, welche Auswirkungen die Institution Schule auf die Entwicklungs- und Lernprozesse der Schüler hat, wie sich das Zusammenspiel von Verhalten und Gehirn im Laufe des Lebens verändert, oder auch um menschliche Gefühle und wie sich diese im historischen Kontext verändern und auf den Lauf der Geschichte ausgewirkt haben.

Kontakt

Lentzeallee 94
14195 Berlin
Telefon: +49 30 82406-0
Fax: +49 30 8249939

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):
IMPRS on Adapting Behavior in a Fundamentally Uncertain World
IMPRS on the Life Course: Evolutionary and Ontogentic Dynamics
IMPRS for Moral Economies of Modern Societies

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Das Gehirn veranstaltet Casting für verschiedene Zellen
Beim Lernen nimmt die graue Hirnsubstanz erst zu, dann ab mehr
Risikobereitschaft ist ein relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal
Großangelegte Studie ermöglicht ein besseres Verständnis von Risikobereitschaft mehr
Stadtleben: Wer am Wald wohnt, hat eine gesündere Amygdala
MRT-Studie analysiert stressverarbeitende Hirnareale von älteren Großstädtern mehr
Gedächtnis für Details reift bei Kindern nur langsam
Hochauflösende Bildgebung ermöglicht neue Einsichten in die Entwicklung des menschlichen Gehirns mehr
Starkes Übergewicht wird als selbstverschuldet wahrgenommen
Repräsentative Befragungen in Deutschland, Großbritannien und den USA mehr
Mit steigendem Testosteronspiegel wächst die jugendliche Ungeduld
Impulsivität Heranwachsender ist abhängig vom Pubertätsstatus mehr
Schuleintritt sorgt für Entwicklungsschub
Positive Effekte auf Konzentrationsfähigkeit und Verhaltenskontrolle mehr
Risikoentscheidungen: Alter schützt vor Kühnheit nicht
Ältere sind risikobereiter und treffen schlechtere Entscheidungen als die Jüngeren mehr
Persönliche Prognosen unerwünscht
Wenn es um die eigene Zukunft geht, ist willentliche Ignoranz eine weit verbreitete Haltung mehr
Risikoverhalten von Jugendlichen: Ab ins Ungewisse
Die Suche nach neuen Erfahrungen treibt Teenager an mehr
Helfen lohnt sich: Wer sich um andere kümmert, lebt länger
Studie untersucht den Zusammenhang von sozialem Engagement und Lebenszeit mehr
Auch Faustregeln wollen gelernt sein
Studie untersucht, wie 9-, 12- und 17-Jährige mit einfachen Entscheidungsregeln umgehen mehr
Test für Hilfsbereitschaft in der Not
Extremsituationen verstärken die individuelle Tendenz, hilfsbereit oder egoistisch zu handeln mehr
Wie entsteht Massenpanik in einer Notsituation?
Studie untersucht virtuell menschliches Verhalten unter Stress mehr
Lesen lernen in der Schule
Wissenschaftler erforschen Leseverhalten von Kindern und Erwachsenen - ihre Erkenntnisse sollen in bessere Lernmethoden münden mehr
Mehr Demokratie wagen!

Mehr Demokratie wagen!

Forschungsmeldung 29. August 2016
Ein Gespräch über Kinderrechte und Demokratie in der Schule mit Lothar Krappmann mehr
Diagnosen: Wann sind mehrere Ärzte besser als einer?
Forscher untersuchen die Wirkung kollektiver Intelligenz und ihre Voraussetzungen mehr
Wie das Glück anderer Menschen unser Glück beeinflusst
Ungleichheit verringert oft auch die Zufriedenheit von Bessergestellten mehr
Risikobereitschaft ändert sich in jungen Jahren und im höheren Alter am stärksten
Langzeitstudie untersucht individuelle und altersbedingte Veränderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen mehr
Studie untersucht Zusammenhang zwischen Lebensumständen und Umgang mit Risiken im Alter mehr
Träumen macht das Denken klar
Wissenschaftler bezeichnen das Nachdenken über das Denken als Metakognition – eine Fähigkeit, die auch sogenannte Klarträumer besitzen. Elisa Filevich und Simone Kühn vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin untersuchen, welche Gehirnregionen bei Klarträumern besonders ausgeprägt sind. mehr
Ein Stille-Post-Experiment zeigt: Das Reden über Gefahrenmeldungen führt dazu, dass sich persönliche Sichtweisen verstärken und Vorurteile hochschaukeln. mehr

Das Alter wird jünger

Forschungsmeldung 23. März 2015
Geistige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bleiben im Alter länger erhalten als noch vor 20 Jahren. Das zeigt eine gemeinsame Studie mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen. mehr
Klarträume und Metakognition: Bewusst denken – bewusst träumen
Hirnforscher entdecken Gemeinsamkeiten zwischen Traum und Wachzustand mehr
Gemeinsame Erklärung von internationalen Kognitions- und Neurowissenschaftlern mehr

Was Kinder lesen

Forschungsmeldung 3. September 2014
Die REaD-Studie vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung erläutert kognitive Konsequenzen und pädagogische Herausforderung mehr
Die Anatomie des Amoklaufs

Die Anatomie des Amoklaufs

Forschungsmeldung 15. Juli 2014
Amokläufe erschüttern und lösen Fassungslosigkeit und Angst aus. Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin geht ein Minerva-Projekt der Verknüpfung von Waffenbesitz, Gewalt und Emotionen am Beispiel von Amokläufen nach. mehr
Studie zeigt Zusammenhang zwischen Konsum und Gehirnstruktur mehr
Die Anatomie des Lernens
Unser Denkorgan ist eine Dauerbaustelle. Von der Kindheit bis ins hohe Alter ändert es permanent seine Verschaltungen, um sich an Neues anzupassen. Ulman Lindenberger erforscht am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, wie das Gehirn beim Lernen umgebaut wird. mehr
Jugendliche mit Persönlichkeitsstörungen schädigen mit ihrem normverletzenden Verhalten sich und andere. Sind bei ihnen Hirnregionen, die für die soziale Informationsverarbeitung und Impulskontrolle zuständig sind, weniger stark entwickelt? mehr
Gefühlswelten

Gefühlswelten

Forschungsmeldung 5. März 2014
Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung unterstucht Ute Frevert Empfindungen und ihren Ausdruck im Kontext der Geschichte mehr

Intuition: Typisch weiblich, typisch männlich?

Forschungsmeldung 26. Februar 2014
Die Intuition gilt traditionell als weiblich, Vernunft ist männlich. Doch existieren diese Stereotype nach wie vor? Glauben die Deutschen immer noch, dass Frauen bessere Intuition in Bezug auf Menschen haben als Männer? Diesen Fragen gingen Wissenschaftler um Gerd Gigerenzer am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung nach. mehr
Gehirn im Autopilot-Modus

Gehirn im Autopilot-Modus

Forschungsmeldung 16. Januar 2014
Wie die Architektur in unserem Kopf seine Funktion bestimmt mehr

Erst streiten, dann entscheiden

Forschungsmeldung 5. Dezember 2013
Schwarmintelligenz: Zankende Erdmännchen finden bessere Nahrungsplätze mehr
Warum Videospielen gut fürs Gehirn sein kann

Warum Videospielen gut fürs Gehirn sein kann

Forschungsmeldung 30. Oktober 2013
Hirnregionen lassen sich gezielt trainieren mehr
Buchstabe für Buchstabe

Buchstabe für Buchstabe

Forschungsmeldung 30. September 2013
Sprechen lernen Kinder durch bloßes Nachahmen, Lesen und Schreiben können sich dagegen die wenigsten ohne Unterricht aneignen. Sascha Schroeder und seine Forschungsgruppe „ReaD“ am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen, worauf es dabei im Detail ankommt. mehr
Repräsentative Studie zu Wissen über Krankheitssymptome in Europa mehr
Vor allem Logik-, Puzzle- und Jump-and-Run-Spiele schulen Hirnregionen, die für die räumliche Navigation wichtig sind mehr
Studie untersucht Tagesschwankungen in der geistigen Leistungsfähigkeit von Erwachsenen - Ältere schneiden besser ab mehr
Erfahrungen lassen Hirnzellen sprießen

Erfahrungen lassen Hirnzellen sprießen

Forschungsmeldung 9. Mai 2013
Studie beleuchtet die Frage, wie Individualität entsteht mehr

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Forschungsmeldung 15. März 2013
Wie Vertrauenspersonen stellvertretend medizinische Entscheidungen treffen mehr
Der schwierige Weg vom Laut zur Schrift

Der schwierige Weg vom Laut zur Schrift

Forschungsmeldung 22. Februar 2013
Lesen und Schreiben sind doch ganz einfach – jedes Schulkind kann das schon… Das stimmt nicht! Lesen und Schreiben sind eine der bedeutendsten, aber auch komplexesten kulturhistorischen Leistungen, welche die Menschheit hervorgebracht hat. Von Sascha Schröder mehr
Wissenschaftler untersuchen die von Musik ausgelösten Emotionen im Wandel der Zeiten mehr
Gemeinsames Musizieren vernetzt Gehirne

Gemeinsames Musizieren vernetzt Gehirne

Forschungsmeldung 29. November 2012
Beim Zusammenspiel von Gitarristen bilden sich hirnübergreifende Netzwerke von Nervenzellen aus mehr

Mehr Verkehrstote nach dem 11. September

Forschungsmeldung 7. September 2012
Die Angst vor Terroranschlägen kann das Alltagsverhalten verändern und so zu mehr tödlichen Autounfällen führen mehr
www.riskliteracy.org gibt Auskunft darüber, wie gut wir Risiken abschätzen können mehr

Aufklärung im Zahlenwirrwarr

Forschungsmeldung 28. März 2012
Wissenschaftler starten Aktion "Unstatistik des Monats" mehr
Schreiben Gefühle Geschichte?

Schreiben Gefühle Geschichte?

Forschungsmeldung 21. September 2011
Die Kultur beeinflusst die Gefühle der Menschen und umgekehrt. Am Beispiel Indiens lässt sich dieses Zusammenspiel gut untersuchen mehr

Entwicklungspotenziale erkunden

Forschungsmeldung 18. Oktober 2010
Die Entwicklung menschlichen Verhaltens im Lebenslauf mehr

Hohe Denkleistung erfordert flexible Hirnaktivität

Forschungsmeldung 8. Februar 2010
Bei leistungsfähigen älteren Erwachsenen nimmt die Hirnaktivität mit der Aufgabenschwierigkeit zu mehr
Gute Laune ist auch eine Frage des Alters

Gute Laune ist auch eine Frage des Alters

Forschungsmeldung 16. Dezember 2009
Forscher untersuchen Verhaltensmuster in unterschiedlichen Lebensphasen mehr

Das Protein für Schnellentscheider

Forschungsmeldung 12. Oktober 2009
Die individuelle Enzymausstattung beeinflusst Entscheidungsprozesse mehr

Nutzen der Krebsfrüherkennung in Europa überschätzt

Forschungsmeldung 11. August 2009
Deutsche Patienten sind besonders schlecht informiert mehr

Nutzen von Hirnjogging-Produkten fraglich

Forschungsmeldung 6. Mai 2009
30 Kognitions- und Neurowissenschaftler sowie Alternsforscher empfehlen eine kritische Prüfung von Angeboten mehr
Gehirne im Gleichtakt

Gehirne im Gleichtakt

Forschungsmeldung 17. März 2009
Die Hirnaktivität von Gitarrenspielern synchronisiert sich im Zusammenspiel mehr
Altern mit Köpfchen

Altern mit Köpfchen

Forschungsmeldung 3. Mai 2007
Wissenschaftler erforschen die Möglichkeiten, das Gehirn auch im Alter fit zu halten / Neue MaxPlanckForschung erschienen mehr
Zahlenstrahl zündet Geistesblitze

Zahlenstrahl zündet Geistesblitze

Forschungsmeldung 14. April 2005
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat untersucht, wie Kinder Mathematik lernen mehr
Entscheidungen folgen ihrer ganz eigenen Dramaturgie. Manchmal spielen aktuelle Tatsachen eine Rolle, manchmal ist Nützlichkeit ihr Maßstab – aber manchmal liegen ihre Wurzeln auch tief in der Evolutionsgeschichte des Menschen. Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, untersucht die Dynamik von Auswahl, Unsicherheit und Risiko. Und empfiehlt Großeltern, sich um ihre Enkel zu kümmern.
„Ich denke, also bin ich“ – René Descartes verlieh sein Denken die Gewissheit, dass er tatsächlich existierte. Gleichzeitig war er sich bewusst, dass er dachte, und er konnte über seine eigenen Gedanken nachsinnen. Wissenschaftler bezeichnen dieses Nachdenken über das Denken als Metakognition – eine Fähigkeit, die auch sogenannte Klarträumer besitzen. Elisa Filevich und Simone Kühn vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin untersuchen, welche Gehirnregionen bei Klarträumern besonders ausgeprägt sind und ob es dieselben sind, die auch mit Metakognition zusammenhängen.
Amokläufe erschüttern und lösen Fassungslosigkeit und Angst aus. Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin geht ein Minerva-Projekt der Verknüpfung von Waffenbesitz, Gewalt und Emotionen am Beispiel von Amokläufen nach. Die Historikerin Dagmar Ellerbrock hat sich dem konfliktbeladenen Thema „Jugendliche und Waffen“ schon zuvor in Studien gewidmet.
Eine Kulturhistorikerin in einem psychologischen Forschungsinstitut? Ute Frevert sieht sich als Anwältin der Geisteswissenschaften – und stellt die Konzepte und Methoden ihrer empirisch-naturwissenschaftlich orientierten Kollegen immer wieder freudig auf die Probe. Als Zeugen für ihre Argumente ruft die Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung bisweilen auch Romeo und Julia auf, Friedrich den Großen und sogar Angela Merkel.
Sprechen lernen Kinder durch bloßes Nachahmen, Lesen und Schreiben können sich dagegen die wenigsten ohne Unterricht aneignen. Sascha Schroeder und seine Forschungsgruppe REaD am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen, worauf es dabei im Detail ankommt. Sie schaffen so die Basis, um Kinder mit Leseproblemen effektiv zu unterstützen.
Unser Denkorgan ist eine Dauerbaustelle. Von der Kindheit bis ins hohe Alter ändert es permanent
seine Verschaltungen, um sich an Neues anzupassen. Ulman Lindenberger erforscht am
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, wie das Gehirn beim Lernen umgebaut wird.
Die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen sind groß, aber lernen kann man ein Leben lang.
Unser Denkorgan ist eine Dauerbaustelle. Von der Kindheit bis ins hohe Alter ändert es permanent seine Verschaltungen, um sich an Neues anzupassen. Ulman Lindenberger erforscht am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, wie das Gehirn beim Lernen umgebaut wird. Die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen sind groß, aber lernen kann man ein Leben lang.
Gefühle sind universell – könnte man meinen. Doch Wissenschaftler um Margrit Pernau am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung bezweifeln das. Am Beispiel Indien untersucht die Gruppe, wie sehr das kulturelle Umfeld Emotionen im Laufe der Geschichte geprägt hat.
Keine Studie traf so sehr ins Herz der Bildungsnation wie PISA. Das Land der Dichter und Denker – am Beginn des 21. Jahr­hunderts im internationalen Bildungsvergleich noch nicht einmal mehr Mittelmaß?

Zwischenstation Sehnsucht

MPF 3 /2008 Kultur & Gesellschaft
Wie Sehnsucht entsteht, wie sie wirkt und worauf sie zielt, wollten Forscher erstmals wissen – und haben ein ebenso komplexes wie zutiefst menschliches Gefühl ergründet.
Neben ihren unmittelbaren Folgen wirken Terroranschläge auch indirekt, da sie Unsicherheit und Ängste in den Köpfen vieler Menschen wecken – und damit Verhaltensweisen auslösen, die den Schaden oft noch vergrößern.

Gehirnplastizität und das umgekehrte U: Zum Verlauf erfahrungsbedingter Veränderungen der Gehirnstruktur beim Menschen

2017 Wenger, Elisabeth; Lindenberger, Ulman
Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen den Verlauf struktureller Veränderungen des menschlichen Gehirns während des Erwerbs einer Fertigkeit. Die Daten zeigen eine anfängliche Zunahme und nachfolgende Abnahme des Hirnvolumens. Mit dem bislang üblichen Studiendesign mit zwei Messzeitpunkten hätte dieser Verlauf nicht entdeckt werden können. Der umgekehrt U-förmige Veränderungsverlauf macht deutlich, dass die Erforschung der Neuroplastizität beim Menschen Designs und Theorien erfordert, die der nichtlinearen Dynamik von Gehirn und Verhalten Rechnung tragen.

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Informierte Patienten durch die Verbreitung von Faktenboxen

2016 Gigerenzer, Gerd; Rebitschek, Felix G.
Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Viele Ärzte verstehen Gesundheitsstatistiken nicht ausreichend, daher fehlen ihnen wesentliche Grundlagen und Fakten für die eigene Arbeit. Eine Evaluationsstudie zeigt, dass Faktenboxen, wie sie im Harding-Zentrum für Risikokompetenz entwickelt werden, Wissen besser vermitteln und somit den Weg für informiertes Entscheiden bereiten. Davon profitieren nicht nur die Patienten, sondern vor allem – mit den Ärzten – das Gesundheitssystem als Ganzes.

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Emotionsgeschichte transnational

2015 Pernau, Margrit
Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung widmet sich der Geschichte der Gefühle. Dabei werden nicht nur Regionen verglichen, sondern es wird versucht, den normativen Eurozentrismus zu überwinden, hin zu dem, was als „Provinzialisierung Europas“ bezeichnet wird: die Überwindung der Wahrnehmung Europas als universellem normativem Zentrum, von dem alle anderen Regionen bloß mehr oder weniger abweichen. mehr

Was Kinder lesen – kognitive Konsequenzen und pädagogische Herausforderung

2014 Schroeder, Sascha
Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften Sprachwissenschaften

Lesen ist eine Voraussetzung, um sich in unserer modernen, informationsbasierten Gesellschaft orientieren zu können. Das Lesenlernen ist jedoch ein langjähriger Prozess, den nicht jeder mit Leichtigkeit meistert, wie die PISA-Studien zeigen. Und wer unter funktionalem Analphabetismus leidet, ist von so manchem Lebens- und Arbeitsbereich ausgeschlossen. Die Forschungsgruppe „REaD“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht Struktur und Entwicklung des Schriftspracherwerbs im Kindes- und Jugendalter. Ziel ist, langfristige Lösungen für Lesedefizite zu erarbeiten.

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Einfache Entscheidungsregeln in einer komplexen sozialen Welt

2014 Hertwig, Ralph; Hoffrage, Ulrich
Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Unsere soziale Umwelt und die damit einhergehenden Probleme können äußerst komplex sein. Doch was bedeutet das für unser Entscheidungsverhalten? Brauchen wir für komplexe Probleme auch anspruchsvolle kognitive Entscheidungsstrategien? Wissenschaftler des Forschungsbereichs „Adaptive Rationalität“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung zeigen, dass auch in sozialen Umwelten einfache Faustregeln sowie die Beschränkung auf wenige gute Informationen bei der Entscheidungsfindung von Vorteil sein können. mehr

Gefühlsbildungen des Musik-Erlebens

2013 Zalfen, Sarah
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Forscherinnen und Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen kulturell, politisch und sozial bedingte Gefühlsbildungen des Musik-Erlebens in unterschiedlichen historischen Kontexten. Die kulturwissenschaftliche Emotionsforschung betrachtet Musik als ein komplexes Phänomen: Nicht nur Mensch und Klang, sondern auch Räume und Artefakte, Körper und Wissen, Geschmack und Gemeinschaften konstituieren das Verhältnis von Musik und Gefühlen. mehr

Die Entwicklung des episodischen Gedächtnisses: Einsichten aus der Lebensspannenpsychologie

2013 Brod, Garvin; Shing, Yee Lee; Fandakova, Yana; Werkle-Bergner, Markus; Lindenberger, Ulman
Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen vergleichend das episodische Gedächtnis von Kindern und Erwachsenen verschiedener Altersgruppen und betrachten es somit aus einer Lebensspannenperspektive. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Kinder und ältere Erwachsene trotz ähnlicher Leistungen in den diesen Leistungen zugrunde liegenden Mechanismen deutlich voneinander unterscheiden. Mit einem Zwei-Komponenten-Modell der Entwicklung des episodischen Gedächtnisses werden diese Unterschiede erfasst. mehr

Aufbruch ins Jahrhundert des Patienten

2012 Gigerenzer, Gerd; Muir Gray, J. A.
Kognitionsforschung
Eine effiziente Gesundheitsversorgung braucht gut informierte Ärzte und Patienten. Unser jetziges Gesundheitssystem erfüllt beides nicht. Viele Ärzte und noch mehr Patienten verstehen die verfügbaren medizinischen Informationen und Forschungsergebnisse nicht. Beim Ernst-Strüngmann-Forum „Better Doctors, Better Patients, Better Decisions: Envisioning Health Care 2020“ entwickelten Experten aus zehn Ländern Ideen für ein Gesundheitssystem der Zukunft: bessere Gesundheitsversorgung für weniger Geld durch bessere Aufklärung. mehr

Gute Laune, schlechte Laune – eine Frage des Alters?

2012 Riediger, Michaela
Kognitionsforschung
Durchschnittlich berichten ältere Erwachsene ein besseres emotionales Wohlbefinden in ihrem Alltag als jüngere. Bislang ungeklärt sind die zugrunde liegenden Mechanismen. Studien am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung zeigen, dass hier unter anderem motivationale Prozesse des alltäglichen Lebens wirken. So erleben Ältere seltener motivationale Konflikte in ihrem Alltag. Während ältere Erwachsene zudem oft versuchen, ihr Wohlbefinden zu optimieren, wollen Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen häufiger positive Gefühle dämpfen oder sogar negative Gefühle verstärken. mehr

Technologie im Alter: Chancen aus Sicht der Verhaltenswissenschaften

2011 Lindenberger, Ulman
Sozialwissenschaften
Technik als Chance für die Zukunft des Alterns – diese Vorstellung mag zunächst befremden. Nach wie vor ist die Ansicht weit verbreitet, dass ältere Menschen mit Technologie wenig anfangen können, dass technologischer Wandel für Ältere eine Zumutung darstellt und keine Entlastung. Erst in jüngerer Zeit sind die Chancen der modernen Informationstechnologie für die Zukunft des Alterns in das Blickfeld der Forschung geraten. mehr
Wissenschaftler des Harding Zentrums für Risikokompetenz am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchten, wie gut die europäische Öffentlichkeit über den Nutzen der Krebsfrüherkennung informiert ist. An der Studie nahmen mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürger aus neun europäischen Ländern teil. Die Ergebnisse verblüffen: Die Europäer erweisen sich als mangelhaft informierte Optimisten in Sachen Früherkennung. mehr

Die Geschichte der Gefühle

2010 Frevert, Ute
Im neuen Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung erkunden Historiker in Zusammenarbeit mit Psychologen und Erziehungswissenschaftlern, Ethnologen, Soziologen, Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaftlern die Gefühlsordnungen der Vergangenheit. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Warum wird gerade an einem Institut für Bildungsforschung über Gefühle geforscht? Warum wird über die Geschichte von Gefühlen geforscht? Haben Gefühle überhaupt eine Geschichte? Und warum soll das interessant sein – was bringt es Neues, Wichtiges? mehr

Empathie bei Menschen mit Autismus

2009 Dziobek, Isabel
Kognitionsforschung Medizin
Menschliches Einfühlungsvermögen (Empathie) ist ein multidimensionales Konstrukt, das aus Elementen der Wahrnehmung und emotionalen Anteilen besteht. Obwohl systematische Untersuchungen bislang fehlen, gilt ein Mangel an Empathie als zentrales Merkmal der Autismus-Spektrumserkrankungen. Mithilfe eines neuen foto-basierten Tests konnte gezeigt werden, dass Menschen mit Autismus in ihrer kognitiven, jedoch nicht in ihrer emotionalen Empathie eingeschränkt sind. mehr

Die Balance finden: Berufliches Engagement und die Fähigkeit zur Distanzierung bei Lehrkräften

2009 Klusmann, Uta; Kunter, Mareike
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Die berufliche Belastung von Lehrkräften wird sowohl in einer breiten Öffentlichkeit als auch in wissenschaftlichen Studien vermehrt diskutiert. Die COACTIV-Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung hat erstmals zeigen können, dass ein erhöhtes Beanspruchungserleben der Lehrkräfte mit deutlich geringerer Unterrichtsqualität aus Sicht der Schüler einhergeht. Darüber hinaus fanden sich erste Hinweise, dass die Fähigkeit zur Selbstregulation mit einem geringeren Beanspruchungserleben einhergeht. mehr

Was uns Gesichter erzählen können: Zielorientierungen im Lebensverlauf

2008 Ebner, Natalie; Riediger, Michaela
Sozialwissenschaften Verhaltensbiologie
Jüngere und ältere Menschen unterscheiden sich in der selbst berichteten Orientierung ihrer persönlichen Ziele. Eine Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat untersucht, ob sich diese Altersgruppenunterschiede auch in den generellen Orientierungen junger und älterer Erwachsener über Zielorientierungen im jungen und höheren Erwachsenenalter widerspiegeln. mehr

Kann Vergessen hilfreich sein?

2007 Gaissmaier, Wolfgang
Kognitionsforschung Verhaltensbiologie
Häufig werden kognitive Beschränkungen des Menschen, wie das Vergessen, ausschließlich negativ eingeschätzt. Gegen diese Sichtweise sprechen Forschungsergebnisse, die zeigen, dass diese Beschränkungen für die Funktionstüchtigkeit unseres Denkens geradezu unabdingbar sind. Um zu verstehen, wann und warum das Vergessen hilfreich sein kann, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung eine ökologische Perspektive gewählt, der zufolge der Erfolg menschlichen Verhaltens von dem Zusammenspiel zwischen Gehirn und Umwelt abhängt. mehr

Lehrer auf dem Prüfstand: Die professionelle Kompetenz von Mathematiklehrkräften

2007 Kunter, Mareike
Kulturwissenschaften Mathematik Sozialwissenschaften
Als Experten für die Unterrichtsgestaltung rücken Lehrkräfte in den Mittelpunkt der Unterrichtsforschung. Das Projekt COACTIV hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Bereiche professioneller Kompetenz von Lehrkräften empirisch zu erfassen, ihr Zusammenwirken zu analysieren und ihre Bedeutung für die Unterrichtsgestaltung und das Erreichen multipler Unterrichtsziele zu beschreiben. Die Studie ist in die PISA-Längsschnittuntersuchung 2003/2004 integriert. Erste Ergebnisse werden im Folgenden berichtet. mehr
Kann ein sozial aktiver Lebensstil alterungsbedingte Einbußen der intellektuellen Leistungsfähigkeit abschwächen? Diese Frage wurde am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung mithilfe eines Strukturgleichungsmodells zum Testen gerichteter Entwicklungshypothesen an 516 Personen im Alter von 70 bis über 100 Jahren überprüft, die im Rahmen der Berliner Altersstudie über einen Zeitraum von bis zu acht Jahren beobachtet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Teilhabe Veränderungen in der intellektuellen Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst. Eine Wirkung der intellektuellen Leistungsfähigkeit auf Veränderungen in der sozialen Teilhabe ließ sich hingegen nicht nachweisen. Die Ergebnisse liefern erstmalig einen direkten empirischen Beleg für den Beitrag sozialer Faktoren zur Intelligenzentwicklung im Alter. mehr

Kognitive Mechanismen bei der Partnerwahl

2005 Pachur, Thorsten; Wittig, Jutta; Dieckmann, Anja; Todd, Peter
Evolutionsbiologie Kognitionsforschung Verhaltensbiologie
Aus einer kognitiven Perspektive besteht die Partnerwahl aus drei aufeinander bezogenen Aufgaben: (a) Identifizierung von Merkmalen, die einen guten Partner auszeichnen, (b) Verarbeitung der Merkmale in einem Attraktivitätsurteil und (c) Suche nach in Frage kommenden Partnern. In Computersimulationen konnte gezeigt werden, dass einfache kognitive Mechanismen diese Aufgaben schnell und erfolgreich lösen können. Für die Partnerwahl gehen diese Entscheidungsmodelle davon aus, dass in einem sequenziellen Suchprozess nach Sichtung einer kleinen Anzahl von Kandidaten sowie unter Berücksichtung von Feedback über die eigenen Partnerqualitäten ein Anspruchsniveau gebildet wird. Der erste Kandidat, der das Anspruchsniveau übersteigt, wird gewählt. In einer empirischen Studie innerhalb einer so genannten Fastdating-Veranstaltung fanden sich Belege für einige der aus den Simulationen abgeleiteten Vorhersagen. Ein zusätzliches interessantes Ergebnis dabei war, dass die angegebenen Präferenzen oft nicht den Merkmalen entsprachen, die letztendlich für die Wahl ausschlaggebend waren. mehr
Auch für das Fach Mathematik gilt, dass fehlendes Wissen nicht durch Intelligenz kompensiert werden kann. Bereits vor Schulbeginn sind auf individueller Ebene einige für den Erwerb mathematischer Kompetenzen notwendige Rahmenbedingungen festgelegt, aber für den Übergang von der intuitiven zur kulturellen Mathematik ist schulische Unterstützung unabdingbar. Alle - auch die schwächer begabten Kinder - müssen frühzeitig lernen, dass Zahlen nicht nur zum Zählen genutzt werden können und dass sich der Nutzen von Addition und Subtraktion nicht auf die Beschreibung von Mengenveränderungen beschränkt. Gute mathematische Kompetenzen am Ende der Schulzeit sind das Ergebnis eines frühzeitig einsetzenden intelligenten Übungsprozesses mit intellektuell anregenden Aufgaben. mehr

Transformation des Sekundarschulsystems und akademische Karrieren: Erfolgsmodell berufliche Gymnasien in Baden-Württemberg

2004 Trautwein, Ulrich; Watermann, Rainer; Nagy, Gabriel; Luedtke, Oliver
Sozialwissenschaften
Studien wie TIMSS oder PISA haben offenbart, dass Schülerinnen und Schüler in Deutschland im internationalen Vergleich relativ schwache Leistungen erbringen und ein vergleichsweise geringer Prozentsatz von Schülerinnen und Schüler zur Hochschulreife geführt wird. Gerne wird für diese Ergebnisse das träge und antiquierte deutsche Schulsystem dafür verantwortlich gemacht, das sich der notwendigen Modernisierung widersetze. Die Schulleistungsstudie "Transformation des Sekundarschulsystems und akademische Karrieren", kurz TOSCA, zeigt jedoch, dass es erfolgreiche Modernisierungstendenzen in unserem Schulsystem gibt, die dem Bedarf nach höherer Bildung in modernen Industrienationen Rechnung tragen - bei gleichzeitig zufriedenstellenden Leistungsergebnissen. mehr