Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie

Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie

Das 1994 gegründete Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie beschäftigt sich mit der Untersuchung von Lebensvorgängen in pflanzlichen Zellen, Geweben und Organen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, nicht nur einzelne Abläufe wie die Aufnahme von Stoffen, den Aufbau, die Speicherung, den Transport und die Mobilisierung pflanzlicher Inhaltsstoffe sowie deren Regulation bis ins molekulare Detail zu verstehen, sondern das Zusammen- und Wechselspiel der verschiedensten Prozesse zu begreifen. Im Rahmen dieses systembiologischen Ansatzes interessiert die Wissenschaftler besonders, wie pflanzliches Wachstum organisiert und reguliert wird und in welcher Form verschiedenste Umweltfaktoren das Wachstum beeinflussen.

Kontakt

Am Mühlenberg 1
14476 Potsdam-Golm
Telefon: +49 331 567-80
Fax: +49 331 567-8408

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS Primary Metabolism and Plant Growth

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Organellenbiologie, Biotechnologie und Molekulare Ökophysiologie mehr
Abteilung Metabolische Netzwerke mehr
Leseproben aus dem Jahrbuch

Leseproben aus dem Jahrbuch

Forschungsmeldung 22. Juni 2017
Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt. mehr
Kalkalgen: ein Adressschild für Calcium
Ein biochemischer Mechanismus steuert, welche Nanostrukturen in kalkbildenden Mikroorganismen entstehen mehr
Malariamedikamente aus Tabakpflanzen
Neue Verfahrenstechniken ermöglichen kostengünstige Massenproduktion von Medikamenten mehr
RNA-Interferenz schützt Kartoffelpflanzen

RNA-Interferenz schützt Kartoffelpflanzen

Forschungsmeldung 26. Februar 2015
Mit Hilfe von RNA-Interferenz lassen sich Kartoffelpflanzen gegen ihren größten Fraßfeind wappnen mehr
Wilde Gene gegen Stress

Wilde Gene gegen Stress

Forschungsmeldung 28. Juli 2014
Genom der Wildtomate Solanum pennellii gibt Aufschluss über die Ursachen der extremen Stresstoleranz dieser Tomatenart mehr
Ohne Sex zu neuen Arten

Ohne Sex zu neuen Arten

Forschungsmeldung 8. Juni 2014
Pflanzen können ihr gesamtes Erbgut auf ungeschlechtlichem Weg an einen Partner übertragen mehr
Türsteher-Proteine für Pflanzenzellen

Türsteher-Proteine für Pflanzenzellen

Forschungsmeldung 13. Februar 2014
Forscher entdecken neue Adapter-Proteine für die Endozytose bei Pflanzen mehr
Silberbaumgewächse sind Phosphat-Sparmeister

Silberbaumgewächse sind Phosphat-Sparmeister

Forschungsmeldung 5. Dezember 2013
Die australische Pflanzenfamilie wirtschaftet mit dem Nährstoff äußerst effizient mehr
Zellulose auf der schiefen Bahn

Zellulose auf der schiefen Bahn

Forschungsmeldung 25. April 2013
Ohne Mikrotubuli bringt die Zellulose beim Wachstum die Blattstellung durcheinander mehr
Zucker beeinflusst den Zeitpunkt der Blütenbildung

Zucker beeinflusst den Zeitpunkt der Blütenbildung

Forschungsmeldung 7. Februar 2013
Nur wenn Licht, Alter und Energiegehalt stimmen, blüht eine Pflanze mehr
Kohlendioxid könnte Ernteerträge verringern

Kohlendioxid könnte Ernteerträge verringern

Forschungsmeldung 30. November 2012
Ertragreiche Zwergsorten verlieren durch steigende Kohlendioxid-Konzentration ihren Vorteil mehr

Standardisierte Datenbank für Metabolom-Daten

Forschungsmeldung 24. Oktober 2012
Das babylonische Sprachgewirr im Bereich der Metabolomik wird geordnet mehr
Ethylen ohne Effekt – warum Paprika keine Nachreife zeigen
Nachreifende und nicht-nachreifende Früchte reagieren unterschiedlich auf das Pflanzenhormon Ethylen mehr
Direkter Transfer von Pflanzen-Genen aus Chloroplasten in den Zellkern
Trotz struktureller Unterschiede in der DNA bleibt die Genfunktion erhalten mehr

Bindeglied zwischen Zellulose und Zellskelett

Forschungsmeldung 23. Februar 2012
POM-POM2 bringt die Zellwand in Form mehr
Erbinformation wandert von Pflanze zu Pflanze

Erbinformation wandert von Pflanze zu Pflanze

Forschungsmeldung 2. Februar 2012
An Kontaktflächen tauschen nicht-kreuzbare Arten die Genome ihrer Chloroplasten aus mehr
Genetischer Fingerabdruck verrät neue ertragreiche Maissorten
Dank eines Computermodells können schon Maiskörner und Keimlinge getestet werden, ob sie ertragreichen Nachwuchs produzieren mehr
Pilzgespinst im Wurzelwerk

Pilzgespinst im Wurzelwerk

Forschungsmeldung 21. Dezember 2011
Seit Jahrmillionen leben Pflanzen mit manchen Pilze in enger Gemeinschaft. Sie erhalten von den Mikroorganismen lebensnotwendige Mineralsalze wie Phosphat und versorgen diese mit Kohlenhydraten.
mehr

Zucker-Pumpe in Pflanzen identifiziert

Forschungsmeldung 8. Dezember 2011
Forscher entdecken das Protein, das Saccharose zu den Leitungsbahnen transportiert mehr
Pflanzenzellen bereiten sich auf Besiedlung durch Symbiose-Pilze vor
Lasermikrodissektion ermöglicht Einblicke in das Symbioseprogramm von Wurzelzellen mehr
Protein zeigt Pflanzen den Sauerstoffgehalt der Umgebung an
Der Transkriptionsfaktor RAP.12 bleibt bei Sauerstoffmangel länger aktiv mehr
Klimawandel – Baumsterben hat viele Gründe

Klimawandel – Baumsterben hat viele Gründe

Forschungsmeldung 8. September 2011
Das Zusammenspiel der einzelnen Klimafaktoren, die den Bäumen zusetzen, ist bisher kaum bekannt mehr
Enzyme für Zellwandsynthese sind über Artgrenzen hinweg konserviert
Viele Pflanzen nutzen ähnliche Gene zur Bildung ihrer Zellwand mehr
<strong>Strukturlosigkeit erleichtert Proteinsynthese</strong>

Strukturlosigkeit erleichtert Proteinsynthese

Forschungsmeldung 28. Juni 2011
Gut zugänglicher Startpunkt auf der Boten-RNA erhöht die Bildung von Proteinen mehr
Harnstoffzyklus: Anabolikum für Kieselalgen

Harnstoffzyklus: Anabolikum für Kieselalgen

Forschungsmeldung 11. Mai 2011
Die Verwertung von Stickstoff aus dem Harnstoffzyklus ist möglicherweise Grund für den Erfolg der Kieselalgen in der Evolution mehr
CSI im Dienst der Cellulose-Synthese

CSI im Dienst der Cellulose-Synthese

Forschungsmeldung 14. Juli 2010
Neu entdecktes Protein ist an der Bildung von Cellulose beteiligt mehr
Gene unter Kontrolle

Gene unter Kontrolle

Forschungsmeldung 24. März 2010
Max-Planck-Forscher entwickeln Gen-Schalter für Chloroplasten in Pflanzenzellen mehr
&quot;Ganzheitlicher&quot; Blick in die Pflanze

"Ganzheitlicher" Blick in die Pflanze

Forschungsmeldung 19. Oktober 2009
Ein neues Analyseverfahren gewährt Einblicke in den pflanzlichen Stoffwechsel mehr

Eine neue Generation von Pflanzenschutzmitteln

Forschungsmeldung 2. Juli 2009
Genetische Analysen aus der Grundlagenforschung liefern neue Targets mehr
Die Großen haben weniger Stärke

Die Großen haben weniger Stärke

Forschungsmeldung 2. Juni 2009
Die Stärke in Pflanzen-Blättern ist ein hervorragender Indikator für ihre Biomasseentwicklung mehr
Über Artgrenzen hinweg

Über Artgrenzen hinweg

Forschungsmeldung 1. Mai 2009
Max-Planck-Wissenschaftler weisen horizontalen Gentransfer in gepfropften Pflanzen nach mehr
Antibiotika aus Tabak

Antibiotika aus Tabak

Forschungsmeldung 31. März 2009
Von Viren geborgte Gene können zur Bildung antibiotisch-wirksamer Eiweiße in Pflanzen genutzt werden mehr
Tabakpflanzen gegen Atemwegserkrankungen

Tabakpflanzen gegen Atemwegserkrankungen

Forschungsmeldung 28. Oktober 2008
Ein neues Verfahren lässt Tabakpflanzen große Mengen antibiotisch-wirksamer Proteine produzieren mehr
Eine kleine Base für alle Fälle

Eine kleine Base für alle Fälle

Forschungsmeldung 14. Januar 2008
Gene können auch dann in Proteine übersetzt werden, wenn die Zelle Dolmetscher einspart mehr
Wie man auch ohne Sex überleben kann

Wie man auch ohne Sex überleben kann

Forschungsmeldung 12. Oktober 2007
Wissenschaftler weisen an einem altertümlichen asexuellen Rädertierchen eine besondere Art der Evolution nach mehr
Vaterpflanzen können veränderte Gene für sich behalten
Max-Planck-Wissenschaftler bestätigen, dass nur Mutterpflanzen verändertes Erbgut in Chloroplasten weitergeben mehr
Wege aus der Energiekrise: Pflanzen mit mehr Biomasse
Max-Planck-Forscher und ihre Kollegen von der Universität Potsdam finden Hinweise auf eine Methode zur effektiveren Züchtung von "Energiepflanzen" mehr
Sonnenschutz für Pflanzen

Sonnenschutz für Pflanzen

Forschungsmeldung 8. Dezember 2006
Max-Planck-Forscher aus Potsdam finden heraus, dass Entkoppler-Proteine in Pflanzen helfen, schädliche Fehlprodukte der Photosynthese abzufangen mehr
Künftig gesündere Tomaten mit besserem Geschmack?

Künftig gesündere Tomaten mit besserem Geschmack?

Forschungsmeldung 14. März 2006
Ein deutsch-israelisches Forscherteam hat DNA-Abschnitte in Wildtomaten entdeckt, mit denen sich herkömmliche Kulturtomaten verbessern lassen mehr
Warum Pflanzen nicht erfrieren

Warum Pflanzen nicht erfrieren

Forschungsmeldung 12. August 2005
Potsdamer Max-Planck-Forscher entschlüsseln genetische Grundlagen der Frosttoleranz von Pflanzen mehr

Stärke-Regulator in Pflanzen entdeckt

Forschungsmeldung 2. August 2005
Golmer Max-Planck-Forscher identifizieren ungewöhnliches Zuckermolekül, das die Stärkespeicherung in Pflanzen reguliert mehr
Basis einer Zweckgemeinschaft entschlüsselt

Basis einer Zweckgemeinschaft entschlüsselt

Forschungsmeldung 29. März 2005
Nach 40 Jahren endlich der Nachweis: Leghämoglobin ist essenziell für die symbiontische Stickstofffixierung in Leguminosen mehr
Wildarten können Genpool von Kulturpflanzen erweitern

Wildarten können Genpool von Kulturpflanzen erweitern

Forschungsmeldung 17. September 2004
Deutsch-israelische Forschergruppe hat Genbaustein entdeckt, der den Zuckergehalt in Tomaten steuert mehr
Neue Hoffnung für Schwermetall-belastete Böden

Neue Hoffnung für Schwermetall-belastete Böden

Forschungsmeldung 4. Dezember 2003
Erster umfassender Genvergleich zweier Pflanzenarten offenbart molekulares Inventar für Schwermetalltoleranz und -hyperakkumulation mehr
Wenn Pflanzenpollen eine Eizelle befruchtet, müssen das Erbgut im Kern und das in den Chloroplasten miteinander harmonieren. Stephan Greiner vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam möchte herausfinden, welche Faktoren in den Chloroplasten die Kreuzung von Pflanzenarten verhindern. Er untersucht dazu eine Modellpflanze, die es mit der Artgrenze nicht so genau nimmt: die Nachtkerze.
Seit Jahrmillionen leben Pflanzen mit manchen Pilzen in enger Gemeinschaft. Sie erhalten von den Mikroorganismen lebensnotwendige Mineralsalze wie Phosphat und versorgen diese mit Kohlehydraten. Franziska Krajinski vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm beobachtet die beiden ungleichen Partner dabei, wie sie Kontakt miteinander aufnehmen und Nährstoffe austauschen.
Die Firma metanomics beeinflusst Eigenschaften von Pflanzen systematisch über ihre Gene, um etwa Erträge zu steigern.
Wie konnten aus Bakterien pflanzliche Zellen und damit höheres Leben auf unserer Erde entstehen? Ralph Bock, Direktor am Max-Planck-Institut für Pflanzen­physiologie in Golm, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser Frage.
Anlagenbuchhalter/-in
Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam-Golm 16. November 2017

Mobile RNA - senden Pflanzenzellen eine doppelte Botschaft?

2017 Kragler, Friedrich
Pflanzenforschung Zellbiologie
Protein-kodierende RNA Moleküle werden zwischen pflanzlichen Geweben ausgetauscht. Diese mobilen RNA Signale sind evolutionär hochkonserviert, wir finden also die gleichen Signale in unterschiedlichen Pflanzenfamilien. Nach dem Transport ins Zielgewebe werden die Signale in Proteine übersetzt. Die überraschend hohe Anzahl von mobilen RNAs, sie werden von rund 20% der Gene produziert, stellen infrage, inwieweit Zellen autonom agieren und wie wir in der Pflanzenbiologie Signale definieren. mehr

Lebensdauer von Photosynthesekomplexen in höheren Pflanzen

2016 Schöttler, Mark A.
Pflanzenforschung
Im lichtabhängigen Prozess der Photosynthese werden NADPH und ATP für den Calvin-Zyklus zur Fixierung und Reduktion des aufgenommenen Kohlenstoffdioxids bereitgestellt. Dabei muss die Produktion von ATP und NADPH an den jeweiligen Verbrauch im Calvin-Zyklus angepasst sein, ansonsten werden vermehrt reaktive Sauerstoffspezies gebildet, die den Photosynthese-Apparat zerstören. Reguliert wird die Kapazität des Elektronentransports durch den Gehalt an Cytochrom b6f Komplex. Die Arbeitsgruppe hat untersucht, welchen Beitrag Biogenese und Degradation des b6f Komplexes an der Anpassung haben. mehr

Modellierung und Vorhersagen durch Integration genomischer und metabolomischer Hochdurchsatzdaten

2015 Kleeßen, Sabrina; Robaina-Estevez, Semidan; Nikoloski, Zoran
Pflanzenforschung

Unter Einbeziehung umfassender genetischer Kenntnisse und biochemischem Wissen werden oftmals wesentliche Parameter eines Problems durch mathematische Formeln beschrieben, mit deren Hilfe wiederum Modelle erzeugt werden können. Nach Überprüfung ihrer Relevanz können die Modelle dazu genutzt werden, Voraussagen zu treffen. Dank der Gewinnung von Daten aus Hochdurchsatztechnologien und Inhaltsstoffbestimmungen können so neuartige Methoden entwickelt werden, die eine Charakterisierung der Aktivitätsmuster von Stoffwechselwegen ermöglichen, um beispielsweise das Zellwachstum besser zu verstehen.

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Kleine Unterschiede ganz groß – Das Wissen über Sequenzvariabilität erlaubt neue Ansätze in der Pflanzenforschung

2014 Korkuć, Paula; Childs, Liam; Walther, Dirk
Genetik Pflanzenforschung Physiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Die Etablierung neuer Sequenziertechnologien führte zu einer massiven Zunahme der verfügbaren genomischen Sequenzinformation. Die Genomsequenzen hunderter verschiedener Ökotypen der Modellpflanze Arabidopsis thaliana können mit bioinformatischen Methoden gezielt untersucht werden, um merkmalsrelevante Gene  oder neue regulative Abschnitte zu identifizieren.  

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"Wilde" Verwandte können Kulturpflanzen verbessern

2013 Fernie, Alisdair R.
Pflanzenforschung

Wildarten können verwendet werden, um die genetische Vielfalt von Kulturpflanzen zu erhöhen und ihren Wert für die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. Dafür ist ein umfassendes Verständnis der Stoffwechselwege und der Wechselwirkungen zwischen Genen, Erscheinungsbild (Phänotyp) und Umwelt notwendig. Das Metabolitenprofiling ist eine sich rasch verbreitende Technologie zur chemischen Phänotypisierung und diagnostischen Analyse von Pflanzen. Sie stellt einen leistungsstarken Ansatz dar, um die für die Stoffzusammensetzung ausschlaggebenden genetischen Faktoren zu bestimmen.

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Pflanzen produzieren nicht nur Sauerstoff über die Photosynthese, sondern sie benötigen ihn auch bei der Zellatmung zur Energieversorgung.  Anders als Tiere und Menschen verfügen Pflanzen nicht über einen Blutkreislauf, der den Sauerstoff an die Orte des Bedarfs transportiert, sondern der Sauerstoff wird durch Diffusion verteilt. Deshalb kann es in Pflanzen  lokal zu Sauerstoffmangel (Hypoxie) kommen. Seit langem wird darüber geforscht, wie Pflanzen den Sauerstoffgehalt in den Zellen messen und ihren Stoffwechsel an Hypoxie anpassen; nun gibt es neue Erkenntnisse zum Mechanismus. mehr

Zwei Skelette treffen sich: die pflanzliche Zellwand und das Zytoskelett

2011 Persson, Staffan; Sampathkumar, Arun; Bringmann, Martin
Pflanzenforschung Zellbiologie
Nahezu alle Pflanzenzellen sind von einer Zellwand umgeben, die die Pflanze gegen schädliche Umwelteinflüsse schützt und ihr Festigkeit verleiht. Zellulose ist eine Schlüsselkomponente der Zellwand und findet als wichtiger Rohstoff z. B. in der Textil- und Papierindustrie Verwendung. Zellulose wird an der Zelloberfläche von bestimmten Enzymkomplexen gebildet. Diese bewegen sich dabei auf Bahnen, die von Mikrotubuli vorgegeben sind. Studien führten zur Entdeckung eines weiteren Bausteins, der die Verbindung zwischen den Zellulosesynthese-Komplexen und den Mikrotubuli darstellen könnte. mehr

Lipid Rafts – Spezielle Bereiche der Plasmamembran

2010 Schulze, Waltraud; Kierszniowska, Sylwia
Pflanzenforschung Zellbiologie
Lipid Rafts sind Bereiche der pflanzlichen Plasmamembran, die sich durch eine veränderte Lipid- und Protein-Zusammensetzung von der restlichen Membran unterscheiden. Sie spielen eine besondere Rolle bei der Signalweitergabe sowie bei regulatorischen Prozessen. Mithilfe quantitativer Proteinmassenspektrometrie konnten erstmalig konstante und variable Proteinbestandteile dieser Membranmikrodomänen bestimmt werden und darüber hinaus Veränderungen in ihrer Zusammensetzung in Abhängigkeit der Nährstoffversorgung untersucht werden. mehr

Regulation des pflanzlichen Phosphat-Haushalts

2009 Scheible, Wolf-Rüdiger
Pflanzenforschung
Phosphat ist ein essentieller Nährstoff für Pflanzen. Es wird über die Wurzeln aufgenommen und über die Leitungsbahnen in die übrigen Pflanzenteile transportiert. Bei der internen Phosphatverteilung haben wachsende und reproduktive Organe Vorrang vor anderen Pflanzenteilen. Bei auftretendem Phosphatmangel werden diese für das Überleben notwendigen Organe vorrangig mit Phosphat versorgt auf Kosten zum Beispiel der älteren Blätter. Wie bei Phosphatmangel eine sinnvolle Verteilung des nur spärlich vorhandenen Nährstoffs reguliert wird und so die Phosphat-Homöostase aufrechterhalten wird, konnte nun geklärt werden. mehr
Frost ist einer der wichtigsten Stressfaktoren für Pflanzen, der die Produktivität in der Landwirtschaft erheblich einschränkt. Pflanzen der gemäßigten Klimazonen können sich an niedrige Wachstumstemperaturen anpassen und dabei ihre Frosttoleranz erhöhen. Die Analyse verschiedener Populationen der Modellpflanze Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand) aus unterschiedlichen Klimaten zeigt die Komplexität dieser Anpassungen auf physiologischer und molekularer Ebene. mehr

Rekonstruktion der Genom-Evolution im Labor

2007 Bock, Ralph
Evolutionsbiologie Pflanzenforschung
Tierische und pflanzliche Zellen besitzen nicht nur einen Zellkern, in dem das Erbgut lokalisiert ist, sondern darüber hinaus auch Zellorganellen, die gleichfalls Gene enthalten. Im Verlauf der Evolution wanderten zahlreiche Gene aus diesen Organellen in den Kern ein und mussten sich an ihre neue Umgebung anpassen, um funktionsfähig zu werden. Durch neue Techniken und Selektionsverfahren ist es gelungen, diese Prozesse bei Pflanzen im Labor nachzuvollziehen und experimentell zu untersuchen. mehr

Gene-Silencing in transgenen Pflanzen

2006 Schmidt, Renate; Arlt, Matthias
Genetik Pflanzenforschung
In transgenen Pflanzen wird oft die Inaktivierung (Silencing) eingeführter Gene beobachtet. Molekulargenetische Untersuchungen konnten zeigen, dass Transgene (eingeführte Gene) vor allem dann stillgelegt werden, wenn die Höhe ihrer Expression (Ausprägung) über einen genspezifischen Schwellenwert hinausgeht. mehr
Die Photosynthese höherer Pflanzen stellt die Grundlage allen Lebens auf der Erde dar. Die Chlorophyll-Protein-Komplexe der Photosynthese sind in die Thylakoid-Membranen der Chloroplasten eingebettet. Neben den Membranlipiden synthetisieren Chloroplasten eine Anzahl von Isoprenoidlipiden, die für die menschliche Ernährung essentiell sind, insbesondere Tocopherol (Vitamin E), Phyllochinon (Vitamin K) und β-Carotin (Provitamin A). Galactolipide stellen den größten Teil der Membranlipide in Chloroplasten dar. Untersuchungen von Arabidopsis-Mutanten ergaben, dass Galactolipide für das Pflanzenwachstum und die Photosynthese essentiell sind. Weiterhin sind Galactolipide bei Phosphatmangel für das Wachstum notwendig, weil sie Phospholipide in den Membranen ersetzen, um Phosphat für andere zelluläre Prozesse bereitzustellen. Tocopherol (Vitamin E) ist ein wichtiges Antioxidationsmittel und findet als Nahrungsergänzungsstoff in der menschlichen Ernährung breite Anwendung. Bei Arabidopsis-Mutanten mit einem Defekt in der Vitamin-E-Biosynthese sind Wachstum und Photosynthese erstaunlicherweise kaum betroffen. Offensichtlich kann Vitamin E in der Pflanze durch andere Antioxidationsmittel ersetzt werden. Mithilfe biotechnologischer Methoden sollte es in Zukunft möglich sein, den Bedarf an natürlichem Vitamin E aus transgenen Nutzpflanzen zu decken. mehr
Moderne experimentelle Methoden ermöglichen es, große Mengen von Daten über molekulare Bestandteile von Zellen und ihre Aktivitäten zu erzeugen. Die Analyse und Interpretation dieser Daten erfordert bioinformatische Verfahren, mit denen Muster und Zusammenhänge entdeckt und in Beziehung zu bekanntem Wissen über metabolische und regulatorische Netzwerke gebracht werden können. Die Verfügbarkeit von Informationen über die Gesamtheiten des genetischen Materials (Genom), der transkribierten Gene (Transkriptom), der translatierten Proteine (Proteom) und der beteiligten Metabolite (Metabolom) verspricht einerseits neue Möglichkeiten des Verständnisses der Reaktion von Organismen auf Umweltveränderungen, andererseits sind damit aber auch neue Anforderungen an die Datenverarbeitung verknüpft. mehr
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