DoktorandIn: Mechanische Struktur-Funktionsbeziehungen von Proteinen der extrazellulären Matrix

Wissenschaftlicher Nachwuchs Potsdam-Golm
Immun- und Infektionsbiologie & Medizin Struktur- und Zellbiologie Chemie Festkörperforschung & Materialwissenschaften

Ausschreibungsnummer:

Stellenangebot vom 26. Juni 2019

Projektbeschreibung

Die extrazelluläre Matrix enthält eine große Anzahl mechanosensitiver Proteine, die Kraft-induzierte Konformationsänderungen zeigen. Diese Änderungen spielen oft eine entscheidende Rolle bei der biochemischen Signalübertragung zwischen der Zelle und der Matrix. Darüber hinaus, bestimmen sie auch direkt die mechanischen Eigenschaften der Matrix, welche oft nichtlineare mechanische Eigenschaften besitzt. In diesem Projekt sollen sogenannte Coiled Coil Strukturen untersucht werden. Coiled Coil Faltungsmotive kommen häufig in Matrix-Proteinen vor, stellen aber auch wichtige Bestandteile des Zytoskeletts dar. Coiled Coils bestimmen dort die Dehnbarkeit von Geweben und schützen diese vor Verletzungen. Auf molekularer Ebene geht man aktuell davon aus, dass ein Kraft-induzierter Übergang von einer helikalen zu einer beta-Faltblatt Konformation für diesen Schutzmechanismus verantwortlich ist.

Ziel dieses Projektes ist es, die molekularen Faktoren zu verstehen, welche für diese Konformationsänderung verantwortlich sind. Darüber hinaus werden die mechanischen Eigenschaften der entstandenen Strukturen untersucht. Dazu verwendest Du synthetische Coiled Coil-formende Peptide. Diese werden entweder einzeln untersucht oder in Hydrogele eingebaut, welche die natürliche Umgebung der extrazellulären Matrix imitieren. Du kombinierst mechanische mit strukturellen Methoden, sowohl auf Ensemble- als auch auf Einzelmolekülebene. Die mechanischen Methoden umfassen Rheologie und Einzelmolekül-Kraftspektroskopie, die strukturellen Methoden basieren auf optischer Spektroskopie (Infrarot, Raman und Fluoreszenz). Das Projekt ist Teil des gerade verlängerten Sonderforschungsbereiches SFB-TRR 102. Es sind daher Kooperationen mit Arbeitsgruppen an den Universitäten Halle und Leipzig geplant.

Anforderungen

Du hast einen MSc Abschluss in Physik, Chemie oder Biochemie und bringst Erfahrung in mindestens einer der oben genannten Methoden mit? Außerdem hast Du Interesse Dich in die anderen Methoden einzuarbeiten, bist gut organisiert und arbeitest gerne mit anderen zusammen? Dann bewirb Dich für dieses Projekt, das eine Reihe von interdisziplinären Kooperationen mit anderen Arbeitsgruppen am Institut sowie mit den SFB/TRR Projektpartnern beinhaltet!

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht. Die Max-Planck-Gesellschaft strebt nach Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt. Ferner will die Max-Planck-Gesellschaft den Anteil an Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Bitte sende Deine Bewerbung (incl. Motivationsschreiben, CV, Kontaktdetails von 2 Referenzen) bis zum 31.07.2019 an Dr. Kerstin Blank. Projektstart ist Oktober 2019.
Für Rückfragen und weitere Informationen steht Frau Dr. Kerstin Blank (E-Mail: ) gerne zur Verfügung.

Web: http://www.mpikg.mpg.de/Mechano-bio-chemistry

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