MaxPlanckForschung Heft 2/2019

Spezial

Schwarze Löcher
Schwarze Löcher verschlucken alles Licht und sind daher unsichtbar. Was plausibel klingt, ist in der Praxis zum Glück für die Astronomen doch ein wenig anders. Denn diese Objekte sind von leuchtenden Gasscheiben umgeben und heben sich daher vom dunklen Hintergrund ab, ähnlich wie eine schwarze Katze auf einem weißen Sofa. Und so ist es mit dem Event Horizon Telescope jetzt erstmals gelungen, ein schwarzes Loch zu fotografieren. An der Beobachtung beteiligt waren auch Forschende des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn und des Instituts für Radioastronomie im Millimeterbereich (IRAM) im französischen Grenoble.

Zur Sache

Digitaler Humanismus

Ob Pflegeroboter, Sprachassistenten wie Alexa und Siri oder elektronische Steuerungen im Auto: Die Digitalisierung rückt dem Menschen im Alltag buchstäblich immer näher. Längst steht die Frage nach einer Ethik im Raum, um die künstliche Intelligenz in ihre Schranken zu weisen. Unser Autor plädiert dafür, die Ideale des Humanismus für die digitale Welt wiederzubeleben. Sein Hauptanliegen: den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Biologie & Medizin

Volle Kanne!
Tellereisen, Leimruten, Fallgruben – insektenfressende Pflanzen haben sich ungewöhnliche Techniken einfallen lassen, um an zusätzliche Nährstoffe zu gelangen. Axel Mithöfer untersucht am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, wie Kannenpflanzen aus Südostasien ihre Opfer anlocken und verdauen.

Material & Technik

Auf Fairness programmiert
In Zukunft werden Computer immer häufiger über Menschen entscheiden – sei es bei der Kreditvergabe oder bei der Bewertung von Bewerbern. Doch automatische Systeme, die dafür bereits eingesetzt werden, diskriminieren immer wieder einmal einzelne Personengruppen. Niki Kilbertus und Bernhard Schölkopf, Forscher am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen, wollen das ändern – mit fairen Algorithmen.

Kultur & Gesellschaft

Die Kunst der Orientierung
Jeder Stadtplan, jede Karte enthält Geschichten über die Zeit ihrer Entstehung. Die Kunsthistorikerin Tanja Michalsky untersucht an der Bibliotheca Hertziana, dem Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom, wie Menschen die Welt vermessen haben. Mit ihrer Forschung erweitert sie das Spektrum ihres Fachs – bis hin zu Filmen von Federico Fellini und David Lynch.
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