"Für Grundlagenforschung begeistern"

Biotopia - Naturkundemuseum Bayern und Max-Planck-Gesellschaft unterzeichnen Memorandum of Understanding

21. Mai 2019

Am 21. Mai 2019 unterzeichnen Bill Hansson, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, und Michael John Gorman, Gründungsdirektor von BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern, in München eine gemeinsame Absichtserklärung für eine künftige Zusammenarbeit

Michael John Gorman (li.) und Bill Hansson (re.) bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung in der Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft in München

BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern wird derzeit als bedeutendes neues Museum am Münchner Schloss Nymphenburg entwickelt. Träger ist der Freistaat Bayern. Als Erweiterung und Neuerfindung des Museums Mensch und Natur wird es als öffentliche Plattform für Diskussionen über aktuelle Themen in den Bereichen Lebens- und Umweltwissenschaften und Gesellschaft konzipiert. Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) wird mit dem BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern (BIOTOPIA) zusammenarbeiten. Ziel ist es, Forschungsinhalte aus den im Life Science- und Umweltbereich forschenden Max-Planck-Instituten in die Ausstellungsplanung und Veranstaltungen von BIOTOPIA miteinfließen zu lassen. Im Zentrum der Kooperation steht die Vermittlung der Lebens- und Umweltwissenschaften an eine breite Öffentlichkeit.

Gemeinsam geplante Aktivitäten wie Workshops, eine Vortragsreihe und Residenzaufenthalte sollen die Kooperation in den kommenden Jahren mit Leben befüllen. Kernpunkte der Zusammenarbeit sind die Beteiligung von Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern an BIOTOPIAs jährlich stattfindenden Festivals wie dem diesjährigen „EAT Festival-Wie schmeckt die Zukunft?“ am 26. Mai 2019, am bayernweit stattfindenden Programm BIOTOPIA Mobil sowie die Einbindung in die Konzeption des BIOTOPIA Lab im Botanischen Garten München-Nymphenburg. Das BIOTOPIA Lab wird als Zwischenstelle während der Bauphase von BIOTOPIA für die Öffentlichkeit mit Ausstellungen, Workshops und Kursen zur Verfügung stehen.

Für die Zusammenarbeit stellt die Max-Planck-Gesellschaft einen Koordinator, der zu den Themen rund um die Ausstellungen, Veranstaltungen und öffentlichen Programme die passenden Forschungsgruppen der MPG als thematische Partner akquiriert und BIOTOPIA bei der Konzeption der öffentlichen Labore und der Themenentwicklung berät. Seit Anfang 2019 hat Moritz Hertel, der am Max-Planck-Institut für Ornithologie angesiedelt ist, diese Aufgabe übernommen. Der diplomierte Biologe promovierte an der ETH Zürich und wechselte nach einem Fellowship an der Rockefeller Universität in New York an das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen, wo er sich mit der Plastizität des ausgewachsenen Vogelgehirns und des damit verbundenen Verhaltens beschäftigt.

„Wir freuen uns sehr, mit der Max-Planck-Gesellschaft eine mehrjährige Partnerschaft eingehen zu können, die die Rolle von BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern als öffentliche Plattform für die Beschäftigung mit aktueller Forschung in den Bereichen Life Sciences und Umwelt unterstützt. Ziel ist es, Forscherinnen und Forscher aus vielen verschiedenen Instituten der MPG in die Entwicklung von Ausstellungen, Veranstaltungen, Festivals und Bildungsprogrammen einzubeziehen, unterstützt von dem MPG-BIOTOPIA-Koordinator, Moritz Hertel. Wir möchten Experten auf allen Karrierestufen einen öffentlichen Schauplatz bieten und ein breites Publikum für die Grundlagenforschung begeistern,“ so Michael John Gorman, BIOTOPIA-Gründungsdirektor.

Bill Hansson, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, lobte das BIOTOPIA-Konzept: „BIOTOPIA bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine innovative neue Plattform, um wissenschaftliche Fragen allgemeinverständlich zu kommunizieren. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und insbesondere die Nachwuchsgeneration lernen auf diese Weise schon früh die allgemein interessanten Aspekte in den eigenen Forschungsthemen zu identifizieren und Kompetenzen in der Wissenschaftskommunikation aufzubauen. Wir freuen uns daher sehr auf die Zusammenarbeit!“

Download-Link mit weiterem Pressematerial

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht