Erkenntnis als Fluch und Segen - Wie viel Entscheidungsfreiheit können wir bewältigen?

Reihe "Freiheit und Verantwortung der Wissenschaft"

  • Datum: 26.03.2019
  • Uhrzeit: 19:00 - 20:30
  • Vortragender: Gerd Gigerenzer (MPI Bildungsforschung), Ute Goerling (Charité), Claudia Wiesemann (Deutscher Ethikrat)
  • Ort: Tagesspiegel, Askanischer Platz 3, 10963 Berlin
  • Gastgeber: Max-Planck-Gesellschaft
  • Kontakt: mpgberlin@gv.mpg.de
Erkenntnis als Fluch und Segen - Wie viel Entscheidungsfreiheit können wir bewältigen?
Wissenschaftlicher Fortschritt im Gesundheitssektor ist zumeist ein Segen. Doch neue Methoden der Diagnostik stellen viele Menschen auch vor gewaltige Entscheidungen. Wie können wir mit den Chancen, die neues Wissen eröffnet, umgehen und wie mit den Risiken?

Oft werden Menschen im Krankenhaus das erste Mal ganz unmittelbar mit der wissenschaftlichen Forschung und ihren Ergebnissen konfrontiert. Denn neue medizinische Methoden der Diagnose und der Therapie sind Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit. Die Grundlagenforschung hat daran großen Anteil. Diese Forschung soll allen zugutekommen, was heißt, dass Menschen von der Freiheit, die die Wissenschaft in Deutschland genießt, profitieren.

Doch die Vielfalt der Möglichkeiten in einer per se komplexen und mitunter lebensdramatischen Situation stellt Menschen nicht selten auch vor gewaltige Entscheidungen, die sie überfordern. Wie kommen wir zu Entscheidungen in schwierigen Situationen und angesichts einer Flut neuer Informationen und wenig berechenbarer Perspektiven? Wie frei sind Patientinnen und Patienten wenn es darum geht, den passenden Behandlungsweg zu wählen und was ist überhaupt Patientenautonomie? Wie können wir die Chancen, die neues Wissen der Forschung eröffnet, nutzen und herausfinden, welcher Weg im Einzelfall richtig ist? Und was heißt all das für das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Dr. Ute Goerling, Charité Comprehensive Cancer Center, Leiterin der Psychoonkologie

Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Universität Göttingen, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen und Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats

Moderation: Andreas Sentker, Die ZEIT

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Reihe "Die Macht neuer Erkenntisse. Freiheit und Verantwortung der Wissenschaft" im Rahmen der Kampagne "Freiheit ist unser System"

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