Impressionen vom Max-Planck-Tag

15. September 2018

Am Max-Planck-Tag, den 14. September, haben in 32 Städten in Deutschland vielfältige Aktionen stattgefunden. Alle Besucherinnen und Besucher hatten die Gelegenheit, Forschung bei Max-Planck live zu erleben – und mit den Menschen, die hinter dieser Forschung stehen, über aktuelle Fragen zu diskutieren.

Max-Planck-Tag 2018: Alle Veranstaltungen auf einem Blick

Bildersammlung vom Max-Planck-Tag

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Szenische Lesung am Gründungsort der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen.

Angesicht der drei Jubiläen in diesem Jahr – 160. Geburtstag von Max Planck, 100. Jahrestag seiner Auszeichnung mit dem Nobelpreis und 70 Jahre Gründung der Max-Planck-Gesellschaft – gab es gute Gründe, am 14. September auch zurückzublicken: So boten vier Göttinger Max-Planck-Institute am historischen Gründungsort, der heutigen Kantine des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), ab 15.30 Uhr eine szenische Lesung aus Briefen und Zeitdokumenten, die sich nicht nur dem Wissenschaftler, sondern auch dem Menschen Max Planck näherte. Jaromir Balcar vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte ging zudem auf die Umstände im Nachkriegsdeutschland ein, die zur Gründung der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen führten.

Kabarett mit Nobelpreisträger Klaus von Klitzing

Am Max-Planck-Tag in Stuttgart beantworteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese nicht immer ganze einfache Frage: Wonach suchst du?

Warum wir forschen

Am Max-Planck-Tag in Stuttgart beantworteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese nicht immer ganze einfache Frage: Wonach suchst du?

Am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart sorgten Nobelpreisträger Klaus von Klitzing und der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert für ein ganz besonderes Bühnenprogramm. Hatte Max Planck zu seinem 80. Geburtstag – als Ergebnis einer Kabarettaufführung – doch ein besonderes Geburtstagsgeschenk erhalten: einen genauen Wert der nach ihm benannten Konstanten. Diese Feier sei nur ein Halbzeitergebnis gewesen, „denn nach weiteren 80 Jahren wird der echte Wert für die Planck-Konstante präsentiert, und dieser Wert wird ab 2019 weltweit die Grundlage für ein neues Kilogramm bilden“. Klaus von Klitzing stellte dieses Geschenk zum 160. Geburtstag von Max Planck der Öffentlichkeit vor und erläuterte, weshalb dadurch ein Traum von Max Planck Wirklichkeit wird. Im Anschluss übernahm Vince Ebert die Bühne mit Kostproben aus seinem Kabarettprogramm „Zukunft is the future“.

Ein soziales Europa – Vision oder Illusion?

Die vier Kölner Max-Planck-Institute und die Stadtbibliothek Köln haben Bürgerinnen und Bürger zur Abendveranstaltung in die Zentralbibliothek am Neumarkt eingeladen. In der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ diskutierten Max-Planck-Forscherinnen und -Forscher mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.

Zunächst übernahmen Anke Hassel, Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, Martin Höpner vom MPI für Gesellschaftsforschung und Peter Scherrer, Stellvertretender Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbunds, das Podium. Das Thema lautete: „Ein soziales Europa – Vision oder Illusion?“ Anschließend diskutierten Martin Denzel vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, Franziska Turck vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung und Lilian Marx-Stölting von der Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht der BBAW naturwissenschaftliche, ethische und rechtliche Perspektiven der Gentechnikmethode CRISPR-Cas9.

Drei Institute zu Gast im Rathaus

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Max-Planck im festlichen Rahmen

Die drei Dresdner Max-Planck-Institute hatten sich zusammengetan und zu einem ganztägigen Programm ins Neue Rathaus eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher konnten im Plenarsaal und Foyer wahlweise wissenschaftliche Vorträge anhören oder spannende Experimente erleben.

Zur Auswahl standen beispielsweise chemische Farbreaktionen, DNA aus Bananen oder Versuche zur Chaostheorie. Anschließend trafen mehrere Max-Planck-Direktoren zu einer Podiumsdiskussion zusammen und debattierten mit weiteren Vertretern aus der Wissenschaft über die Bedeutung der Grundlagenforschung für die Gesellschaft. Abgerundet wurde der Max-Planck-Tag schließlich mit einem Science Café, bei dem die Gäste direkt mit den Forscherinnen und Forschern diskutieren konnten.

Forschung im Fokus der Kamera

An den Mainzer Instituten drehte sich am Max-Planck-Tag alles um das Thema „Fotografie“. Schließlich hatte man gemeinsam einen Wettbewerb um das beste Bild ausgelobt, nun begaben sich 18 Hobbyfotografen auf eine geführte Tour durch die Max-Planck-Institute für Chemie und für Polymerforschung und durften ihre Objektive auf alles richten, was ihnen interessant erscheint. Im Rahmen des Wettbewerbs „Forschung im Fokus“ wurden die Bilder dann von einer Jury bewertet, wobei den Gewinnern ein Kurs mit einem professionellen Fotografen winkte. Eine Art Best-of aller Fotos wird in einer gesonderten Ausstellung zu sehen sein.

Einladung zu einer Reise in die Zelle

Jeden Tag sorgen Billionen von Zellen im Körper dafür, dass wir sehen, denken, sprechen und uns bewegen können. Woher weiß jede Zelle, was ihre Aufgabe ist? Wie kann aus einer unvorstellbaren Vielzahl von nanometergroßen Molekülen ein Organismus entstehen, obwohl es keinen Bauplan gibt? Diese Fragen versuchten die rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie zu beantworten.

Wie das geschieht, stellten sie den Gästen beim Max-Planck-Tag von 10 bis 18 Uhr am Institut in spannenden Vorträgen und mit unterhaltsamen Labordemonstrationen vor. Besucher erfuhren beispielsweise, wie Antioxidantien vor Krankheiten schützen oder wie lebende Zellen in Kältestarre versetzt werden, um dann wieder zum Leben erweckt zu werden. Zudem gab es Mitmach-Experimente, bei denen es galt, Kriminalfälle im Labor zu lösen. Die Besucher hatten auch die Möglichkeit, mit Virtual Reality Technik eine Reise in die Zelle zu unternehmen.

Zentrale Events in München und Berlin

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Präsidenten kicken: Martin Stratmann (rechts) trat gegen Bill Hansson (links) zum Protonenfußball an.

Die Evolution des Menschen mit interaktiven Hologrammen zur Gehirnentwicklung sichtbar machen, am Computer die Unterschiede der sozialen Rechte von Migranten und Flüchtlingen verstehen oder kindgerecht erleben, wie die Fusionskraft als Energiequelle der Zukunft erforscht wird: Mehr als 20 Max-Planck-Institute aus Deutschland sowie aus Florida, Florenz und Nijmegen waren am Max-Planck-Tag in Münchens Innenstadt beim ganztägigen Wissenschaftsmarkt mit 20 Pavillons auf dem Marstallplatz und im Max-Planck-Haus dabei. Zum Angebot für die ganze Familie gehörten Ausstellungen, Filme sowie ab 14 Uhr ein Bühnenprogramm mit Science Slams, Kurzvorträgen, Musik und Videoübertragungen von Max-Planck-Tag-Events in anderen Städten.

In Berlin, Festsaal Kreuzberg, hieß es ab 19 Uhr „Science goes Stage!“: mit zwei Chemie-Shows und acht Science Slams berichten Forscherinnen und Forscher der MPI in Berlin und Brandenburg von ihrer Arbeit. Natürlich stand das Programm auch hier unter dem Motto „Wonach suchst Du?“ zum Fragenstellen rund um Wissenschaft – und das Publikum sollte nicht nur bei der Party zum Anschluss aktiv einbezogen sein. Die Eintritte waren übrigens überall frei.

Filmische Impressionen vom Max-Planck-Tag in München

Wie war der große Wissenschaftsmarkt in München auf dem Max-Planck-Tag? Der Videoblogger Doktor Whatson war dabei und hat einige Besucherinnen und Besucher nach ihren Eindrücken befragt. Dabei wollte er natürlich auch wissen: #wonachsuchstdu?

Und wonach suchst Du?

Wie war der große Wissenschaftsmarkt in München auf dem Max-Planck-Tag? Der Videoblogger Doktor Whatson war dabei und hat einige Besucherinnen und Besucher nach ihren Eindrücken befragt. Dabei wollte er natürlich auch wissen: #wonachsuchstdu?
Cedric Engels alias DoktorWhatson führt über den Marstallplatz in München

Filmischer Rundgang über den Wissenschaftsmarkt

Cedric Engels alias DoktorWhatson führt über den Marstallplatz in München

JE/TH/BA

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