Jahrbuch 2018

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Die Betrachtung physikalischer Theorien liefert Informationen über die Geometrie des sie umgebenden Raums. So führten Quantenfeldtheorien und Stringtheorien zur Definition neuer, schwer berechenbarer geometrischer Invarianten. Diese werden von algebraischen Strukturen beherrscht, die, aus bisher nicht vollständig verstandenen Gründen, in der enumerativen Geometrie von Flächenweite Anwendung finden. Dieser Bericht beschreibt die Prinzipien einer dieser Strukturen, der sogenannten topologischen Rekursion, die auf der Zerlegung von Flächen in hosenförmige Teile beruht. mehr
Die Charcot-Marie-Tooth Neuropathie (CMT), die häufigste vererbbare Erkrankung des peripheren Nervensystems, galt bislang als nicht behandelbar. Mittels transgener Tiermodelle konnten wir neue Therapieansätze entwickeln, die derzeit auf den Menschen übertragen werden sollen. Das eröffnet ca. 1,5 Millionen weltweit betroffenen Patienten sowie ihren Kindern mit einer genetischen Diagnose neue Behandlungsmöglichkeiten. mehr
Würde man die Blutkonzentration krankheitsrelevanter Metaboliten patientennah überwachen, könnte dies die Behandlung zahlreicher Krankheiten grundlegend verbessern. Unser Team hat einen Biosensor entwickelt, der eine genaue Quantifizierung von Metaboliten in kleinsten Blutproben ermöglicht, wie man sie beispielsweise durch einen Stich in den Finger gewinnen kann. Dieser Biosensor könnte ein wichtiges Werkzeug für die Diagnose und Behandlung verschiedener Krankheiten werden. mehr
Die gut dokumentierte Christianisierung der austronesischen Gesellschaften diente uns am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte als „natürliches Experiment“, mit dem wir testen konnten, wie verschiedene Faktoren die Verbreitung des neuen Glaubens beeinflussten. Diese Forschung vermittelt neue Einsichten in historische Prozesse und kann helfen, besser zu verstehen, wie demografische, kulturelle oder ökologische Faktoren die Verbreitung und Übernahme neuer Institutionen, Ideologien und Technologien heute beeinflussen und wie diese sich in Zukunft ausbreiten könnten. mehr
Um alle 2,5 Kilometer auf der Erde den Zustand der Atmosphäre mit einem Klimamodell nachzurechnen, braucht es 83 Millionen Punkte. Nur so, und im Gegensatz zu gängigen Klimamodellen, die mit einer typischen Auflösung von rund 100 Kilometer arbeiten, lässt sich die Vielfalt der Wolken und ihre einzigartigen Formen, die manchmal an einen Elefanten, manchmal an eine große Maus erinnern, wiedergeben. Sind aber so viele Details nötig? Die Autoren präsentieren die Ergebnisse einer internationalen Vergleichsstudie, in der zum ersten Mal acht solcher neuartigen Klimamodelle gerechnet wurden. mehr
Die Treibhausgase Methan und Lachgas tragen maßgeblich zur derzeit beobachteten globalen Erwärmung bei. Sie resultieren aus menschlichen Aktivitäten, aber auch aus natürlichen, unberührten Lebensräumen wie Seen oder dem Meer. In der Natur sind Produktion und Abbau von Methan und Lachgas fest in den Händen von Mikroorganismen. Wir untersuchen, um welche Mikroorganismen es sich handelt und wie sie besonders auf anthropogene Veränderungen reagieren. mehr
Hochauflösende Einzelmolekül-Mikroskopie eröffnet ungeahnte Einblicke in lebende Zellen, sie ist jedoch in der Praxis  oft noch mit Schwierigkeiten verbunden. Durch die Verbesserung einer bedeutenden Fluorophoregruppe konnten wir die Schädlichkeit des Verfahrens für die zu untersuchenden Zellen stark reduzieren und gleichzeitig eine neuartige, aberrationsfreie Mehrfarbenstrategie etablieren. Diese ermöglicht unter anderem die vierdimensionale Rekonstruktion von Multi-Proteinkomplexen wie dem Kinetochor von Schizosaccharomyces pombe. mehr
Die Reiche, durch die Europa sich einst definierte, gibt es nicht mehr. Allerdings ist die imperiale Vergangenheit noch heute Anlass für Identifikation und sie löst starke und gegensätzliche Gefühle aus. Vor allem die Habsburgermonarchie und das Osmanische Reich erleben eine Renaissance und werden von manchen sogar als Lösung für heutige ethnische, religiöse und nationale Konflikte gesehen. Betrachtet man Vermächtnisse der und Erinnerungen an die Imperien in acht südost- und mitteleuropäischen Städten, zeigen sich Formen „restaurativer“ und „reflektierender“ Nostalgie für beide Reiche. mehr
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