Jahrbuch 2018

Filterung nach Instituten

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Das High Altitude Water Cherenkov Gammastrahlen-Observatorium HAWC besteht aus einer Anordnung von Teilchendetektoren an einem hochgelegenen Ort in Mexiko. Es beobachtet höchstenergetische Gammastrahlen aus dem All, indem es deren Wechselwirkung mit der Atmosphäre misst. Wir geben einen Überblick über die Detektionstechnik, jüngste Entdeckungen und eine kürzlich installierte Erweiterung für allerhöchste Energien. mehr
Wie organisiert unser Gehirn Erfahrungen und Wissen? Eine mögliche Antwort auf diese zentrale Frage zur Funktionsweise unseres Denkens: Das Navigationssystem unseres Gehirns bildet sogenannte kognitive Räume, in denen wir Erfahrungen anhand ihrer Merkmale anordnen. Zu dieser Schlussfolgerung gelangten wir durch die Kombination einer Vielzahl an Befunden zur Arbeitsweise von Ortszellen im Hippocampus und Rasterzellen im entorhinalen Cortex, die unsere räumliche Orientierung ermöglichen. Diese Zellen kartieren auch kognitive Räume, die möglicherweise unseren Gedankengängen zugrunde liegen. mehr
Die aktuelle Forschung am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim hat mit der Entwicklung von neuartigen, äußerst aktiven Organokatalysatoren bedeutende Fortschritte in der organischen Katalyse und chemischen Synthese gemacht. Neu entdeckte Organokatalysatoren katalysieren chemische Reaktionen effizient in extrem geringen Mengen im ppm- und teilweise sogar im ppb-Bereich. mehr
Artemisinin, Grundlage der derzeit wirksamsten Malariawirkstoffe, wird aus dem einjährigen Beifuß (Artemisia annua) gewonnen. Die Aufreinigung ist aber ineffizient und teuer, so dass die Hälfte des Medikamentenmarktes mit wirkungslosen Fälschungen bedient wird. Wir haben ein umweltfreundliches Verfahren entwickelt, welches ein von der Pflanze produziertes Abfallprodukt mit Hilfe von durch Licht aktiviertemSauerstoff effizient zum Medikament umwandelt. Das sehr umweltfreundliche, patentierte Verfahren wird nunin den USA durch die Ausgründung ArtemiFlow zur industriellen Anwendung entwickelt. mehr
Infolge der Erdbeben von L’Aquila (2009), der Emilia (2012) und in Mittelitalien (2016/2017) engagiert sich das Kunsthistorische Institut in Florenz MPI in Kooperationsprojekten, die sich mit der Geschichte und Gegenwart von Katastrophen und den Konsequenzen für Kulturerbe und Landschaft auf der italienischen Halbinsel befassen. Zukunftskonzepte werden im internationalen Vergleich erarbeitet und diskutiert. mehr
Neuropsychiatrische Erkrankungen sind psychische Störungen, die mit Erkrankungen des Nervensystems assoziiert sind. In den vergangenen 50 Jahren stieg die Zahl neurochemischer Untersuchungen am Nagetiergehirn stetig an. Heute liegen den Neurowissenschaftlern „Big Data“ vor: Datenmengen, die sich für systematische Datenanalysen eignen. Unsere Analyse von Tausenden von Experimenten macht die Ergebnisse der Forscherwelt zugänglich – und zeigt gleichzeitig eine Diskrepanz zwischen der aktuellen Klassifikation von neuropsychiatrischen Medikamenten und den tatsächlichen Neurotransmitterreaktionen. mehr
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