Buchungsanfragen

Barbara Hufnagel
Büro Berlin, Kommunikation
Telefon:+49 30 4990-5643

Serie

Max-Planck-Wissenschaftlerinnen sprechen über ihre historischen Vorbilder: Pionierinnen, die Außergewöhnliches für ihre Disziplin geleistet haben, allen Widerständen zum Trotz.

Frauen in der Forschung

Max-Planck-Wissenschaftlerinnen sprechen über ihre historischen Vorbilder: Pionierinnen, die Außergewöhnliches für ihre Disziplin geleistet haben, allen Widerständen zum Trotz. [mehr]

Veranstaltungen Berlin

9210 1488883386

Dahlem-Tour 2017 Wissenschaft im "deutschen Oxford"

  • Datum: 02.04.2017
  • Uhrzeit: 11:00
  • Ort: Harnack-Haus, Ihnestr. 16, Berlin-Dahlem
  • Raum: Treffpunkt Rezeption
  • Gastgeber: Max-Planck-Gesellschaft
  • Kontakt: dahlemtour@gv.mpg.de
Von der Kernspaltung bis zur modernen Genetik: Viele wissenschaftliche Errungenschaften, die die Welt veränderten, verbinden sich mit Berlin-Dahlem. Dort entstand ab 1912 der erste deutsche Forschungscampus auf der grünen Wiese, errichtet von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, deren Nachfolgerin die Max-Planck-Gesellschaft ist. Die Stadtrundgänge informieren über diese reiche Geschichte und ihre weiblichen und männlichen Protagonisten.

100 Jahre Wissenschaft im „deutschen Oxford“

Überblicksführung

TERMINE

2.4., 7.5., 4.6., 2.7., 6.8., 3.9., 1.10./jeweils 11 Uhr (für Einzelbesucher)

TREFFPUNKT

Harnack-Haus, Ihnestr. 16-20, 14195 Berlin-Dahlem

UNKOSTENBEITRAG

5 Euro, 3 Euro ermäßigt 

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg entstanden auf den Feldern Dahlems die ersten Institute der jungen Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Die neuen Gebäude für physikalische, chemische und biologische Forschung waren für ihre Zeit einzigartig: Sie beherbergten modernste Labortechnik und zogen schon bald bedeutende Forscher aus dem In- und Ausland an, darunter Albert Einstein, Otto Hahn und Lise Meitner. Die Kernspaltung, der erste Uranreaktor, das Elektronenmikroskop sind wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfindungen, die in der Folge dort gemacht wurden.

Der Rundgang folgt den Spuren der Nobelpreisträger und führt zu Meilensteinen der Wissenschaftsgeschichte, deren Folgen bis heute spürbar sind und nicht nur Welt der Forschung revolutionierten.

Musen oder Macherinnen? Frauen des Forschungscampus Dahlem  

Thementour 2017

TERMINE

6.5., 3.6., 1.7., 5.8., 2.9./jeweils 15 Uhr (für Einzelbesucher)

TREFFPUNKT

Harnack-Haus, Ihnestr. 16-20, 14195 Berlin-Dahlem

UNKOSTENBEITRAG

5 Euro, 3 Euro ermäßigt 

Die Physikerin Lise Meitner ist die prominenteste Forscherin Dahlems, doch auch weniger bekannte Frauen prägten den Campus nachhaltig. Der Rundgang stellt ihre Lebenswege vor und zeigt, in welch kurzer Zeit Frauen ihren Platz in der über Jahrhunderte männlich geprägten Welt der Wissenschaft eroberten.

Die Chemikerin Clara Immerwahr – sie beging 1915 in Dahlem Suizid – steht für das erfolglose weibliche Ringen um berufliche Selbstbehauptung. Doch obwohl ihr Ehemann – der Nobelpreisträger Fritz Haber – seine Ehefrau nicht in der Forschung sehen wollte, beschäftigte er selbst Frauen: Die Agrarchemikerin Margarethe von Wrangell arbeitet in den 1920er-Jahren in Habers Dahlemer Institut und wurde später eine der ersten ordentlichen Professorinnen. Ihr gelang es, beruflichen Erfolg und Privatleben zu vereinbaren. Als Gründerin des Deutschen Akademikerinnenbunds sorgte sie auch dafür, dass Wissenschaftlerinnen sich systematisch vernetzten und ihre Interessen öffentlich geltend machten. 

In der NS-Zeit nutzten einige Forscherinnen – nicht anders als männliche Kollegen – die Möglichkeiten, die das menschenverachtende Regime bot, für unethische Experimente. Die Biologin Elisabeth Schiemann dagegen half vielen Verfolgten bei der Flucht aus Deutschland, darunter auch ihre Freundin Lise Meitner. Deren Arbeiten, die sie zusammen mit Otto Hahn am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie durchführte, mündeten wenige Monate nach ihrer Emigration 1938 in die Entdeckung der Kernspaltung. 

Der Blick auf weibliche Karrieren macht Strukturen des Wissenschafts- und Gesellschaftssystems und dessen Veränderungen zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg sichtbar. Und viele Fragen, die sich angesichts weiblicher Karrieren in der Wissenschaft stellen, sind aktueller denn je: Welche Eigenschaften müssen Frauen mitbringen, um beruflich erfolgreich zu sein? Müssen sie besser sein als männliche Kollegen? Und wie gelingt es ihnen Beruf und Familie zu vereinbaren?

Alle Rundgänge können auch als Gruppentouren in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch gebucht werden. Indviduelle Schwerpunktsetzungen sind nach Absprache möglich.

Kosten: 120 Euro (Deutsch), 140 Euro (Englisch, Italienisch). 20 Prozent Rabatt für kooperierende Einrichtungen.

 

 
loading content